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Auf diese Fallen sollten Sie bei Kranken-Zusatzversicherungen achten

Gastautor: Rainer Brosy
12.03.2018, 19:02  |  706   |   |   

Auf diese Fallen sollten Sie bei Kranken-Zusatzversicherungen achten

Frau unterzeichnet einen Versicherungsvertrag.

Kranken-Zusatzversicherungen schließen viele Menschen ab, doch hier sollte man im Zweifel ganz genau hinschauen. Bildquelle: PORTRAIT IMAGES ASIA BY NONWARIT - 330165086 / Shutterstock.com

Falle Nr. 1: Ausschluss von Leistungen bei Zahnzusatzversicherung

 

Die erste Falle bezieht sich auf den Ausschluss von Leistungen bei Zahnzusatzversicherungen. Diese schließen Menschen für gewöhnlich für den Fall ab, dass die Kosten einer Zahnarztbehandlung nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Bevor man die Versicherung abschließt, ist unbedingt darauf zu achten, welcher Prozentsatz im Rahmen der Erstattung geltend gemacht werden kann.

Doch 90% sind nicht gleich 90. Während manche Anbieter die Leistung der gesetzlichen Krankenkasse mit einrechnen, kalkulieren andere Anbieter unabhängig von der Kassenleistung. Zudem kann es in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen Einschränkungen geben. „Die Hanse Merkur inkludiert zum Beispiel in den Bedingungen der Versicherung ein Preis- und Leistungsverzeichnis für labortechnische Arbeiten bei Zahnersatz. Hier sind also Höchstbeträge für Material- und Laborkosten vorgesehen, welche die Leistung der Zahnzusatzversicherung im Falle eines Schadens begrenzen“, warnt Maximilian Waizmann, Experte für Zahnzusatzversicherungen bei der Versicherungsmakler Experten GmbH. Das kann die Leistungen bei Zahnersatz erheblich einschränken.

Wichtig ist außerdem, wie die jeweilige Versicherung den Zahnersatz überhaupt definiert. Unterschieden wird etwa in den nachstehenden Punkten:

  • Krone
  • Brücke
  • Prothese
  • Inlay
  • Onlay
  • Implantat

 

Stehen beispielsweise Inlays nicht in den Bedingungen, gibt es auch nichts in einem solchen Leistungsfall. Und ein Inlay kann immerhin bis ca. 1.000 Euro kosten. Man sollte also darauf achten, ob die Versicherung auch alle gewünschten Leistungen explizit in den Bedingungen aufführt. Tut sie das nicht, sollte man weiter vergleichen und sich nach Alternativen umsehen.

Falle Nr. 2: Dauerhafte Leistungsbegrenzungen bei Zahntarifen

 

Sehr weit verbreitet ist bei Versicherungen die Festsetzung eines Höchstbetrages, welcher bei Erstattungen gilt. Für die ersten fünf bis sechs Jahre gibt es speziell bei Zahntarifen meist eine Begrenzung. Allerdings sollte es so sein, dass Versicherte, die im ersten Jahr keine Leistungen beansprucht haben, im zweiten Jahr das Geld aus beiden Jahren bekommen können. Zudem sollte man darauf achten, dass die Begrenzungen nach 3, 4 oder 5 Jahren enden – d.h. die Leistungen sollten nicht auf Dauer begrenzt sein.

Ob man eher eine Versicherung mit hoher Leistungsstaffel in den ersten Jahren bevorzugt oder nicht, hängt einerseits vom Budget und andererseits vom Zustand der Zähne ab. Klar ist: je höher das Leistungspotential der Zahnzusatzversicherung während der ersten Jahre, desto teurer muss der Anbieter die Versicherung kalkulieren.

Falle Nr. 3: Privatkliniken werden bei Zusatzversicherung ausgeschlossen

 

Die dritte Falle lauert bei dem Abschluss einer Zusatzversicherung für das Krankenhaus. Damit lassen sich bei einem stationären Aufenthalt sogenannte Wahlleistungen absichern, ähnlich wie bei einem Privatpatienten:

  • Wahl eines 1- oder 2-Bett-Zimmers
  • Behandlung durch den Chefarzt

 

Versicherte sollten diese Versicherung nicht in der irrigen Annahme abschließen, dass auch die Kosten für die Behandlung in einer Privatklinik übernommen werden.

Das ist nämlich nicht der Fall, weil diese keinen Vertrag mit den gesetzlichen Krankenkassen abgeschlossen haben.

Abgesehen von dieser Problematik sollten Versicherungsnehmer schon bei Abschluss des Vertrages sicherstellen, dass sie sich ihr Krankenhaus selbst aussuchen können und dabei nicht an die Wahl der Versicherungsgesellschaft gebunden sind.

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Rainer Brosy
Geschäftsführer

Rainer Brosy (B.Eng.) betreibt eigene Finanz- und Energieportale und gehört zum Team verschiedener ICO`s.

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