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4 Top-Dividendenaktien für konservative Anleger, bei denen jetzt auch noch die Wachstumsstory stimmt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.03.2018, 08:39  |  536   |   |   

Wenn der Markt schon sehr gut gelaufen ist, hat nicht nur Warren Buffett das Problem, günstige Aktien kaufen zu können. Jetzt bei relativ hohen Kaufkursen einzusteigen, birgt gewisse Risiken, so dass Alternativen evaluiert werden sollten. Interessant sind da Dividendenaktien und natürlich genau solche, die neben einer hohen Dividendenrendite auch noch eine intakte Wachstumsstory liefern können.

IBM (WKN:851399)

Dividendenrendite 3,94 % (Stand: 08.02.2018; Quelle: Goyax)

IBM zahlt schon seit 1916 ohne Unterbrechung eine Dividende aus und zählt damit zu den verlässlichsten Dividendenzahlern überhaupt. Mit der aktuellen Dividendenrendite kann sich der Tech-Riese sicher sehen lassen, auch wenn die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit etwas holperig war.

Jetzt konnte aber erstmals nach 6 Jahren im 4. Quartal 2017 wieder ein Umsatzplus von 3,6 % erzielt werden, wodurch Hoffnungen für weiteres Wachstum aufkeimen. Und tatsächlich ist IBM gerade dabei, sich unabhängiger vom klassischen IT-Geschäft zu machen, auch wenn das Server-Geschäft jüngst wieder stark zunahm.

Die drei wichtigen zukünftigen Wachstumssäulen sind Cloud-Computing, Künstliche Intelligenz (KI) und die Blockchain-Technologie. Das Cloud-Geschäft wächst aufgrund des hohen Bedarfs an dieser noch recht jungen Technologie trotz Wettbewerbern wie Amazon (WKN:906866) sehr ordentlich und wird weiter wichtiger Wachstumstreiber bleiben.

Bei KI hat IBM mit Watson einen Allrounder im Portfolio, der sowohl die riesigen Datenmengen aus dem Gesundheitswesen nutzen als auch neuerdings in Videospielen Anwendung findet. Und in Sachen Blockchain ist IBM mit mehr als 400 Kundenprojekten mit Firmen wie Nestlé, Visa oder Walmart weltweit führend in diesem Segment.

Novartis (WKN:A0NGS8)

Dividendenrendite 3,64 % (Stand: 06.03.2018; Quelle: Goyax)

Novartis hat wie alle Pharmaunternehmen die Bürde, Umsätze mit Medikamenten, deren Patentschutz ausläuft, zu kompensieren. Und dies kann Novartis besonders gut, indem die Forschung und Entwicklung an vorderster Front mitspielen.

So war Novartis das erste Unternehmen überhaupt, das im letzten Jahr mit Kymriah die erste CAR-T-Zelltherapie-Zulassung überhaupt bekam. Aktuelle Wachstumstreiber sind Cosentyx gegen Schuppenflechte, das im direkten Vergleich zu Stelara von Wettbewerber Johnson & Johnson (WKN:853260) deutlich wirksamer ist.

Auch Entresto gegen Herzinsuffizienz wird laut Analystenmeinung für deutliche Umsatzsteigerungen sorgen. Darüber hinaus befinden sich mehr als 30 Programme in Klinischer Phase III, so dass mit vielen weiteren Zulassungen in den kommenden Jahren zu rechnen ist.

Der seit Anfang Februar amtierende neue Konzernchef Vasant Narasimhan will nach drei Jahren Stillstand beim Wachstum nun das Schiff wieder flott machen und Novartis als Pharmagigant auf einen soliden Wachstumskurs bringen. Wichtiger Bestandteil von Narasimhans Wachstumsstrategie ist die zunehmende Digitalisierung des Konzerns, die gerade jetzt so richtig begonnen hat.

Aurelius (WKN:A0JK2A)

Dividendenrendite 7,93 % (22.06.2017; Quelle: Goyax)

Die in Grünwald bei München ansässige Beteiligungsgesellschaft Aurelius konzentriert sich bei den erworbenen Gesellschaften auf IT & Business Services, Industrieunternehmen & Chemie sowie Lifestyle & Konsumgüter. Dabei investiert Aurelius Geld in das Wachstum dieser Unternehmen, um sie später gewinnbringend zu veräußern.

Und das kann Aurelius sehr gut, denn 2017 war ein Rekordjahr, wie man auch unschwer an der Dividende ablesen kann. Das Handwerk, Firmen günstig einzukaufen und auf Wachstum zu trimmen und damit den Unternehmenswert deutlich zu steigern,  hat Aurelius drauf und mehr als einmal bewiesen, dass dieses Geschäftsmodell hoch lukrativ ist.

So gehört auch beispielsweise HanseYachts (WKN:A0KF6M) als weltweit zweitgrößter Serienhersteller von Segelyachten zum Portfolio der Münchner wie auch die Hotelkette GHOTEL.

Der letzte Exit war der Verkauf des Nachhilfeunternehmens Studienkreis für 71,7 Mio. Euro, nachdem Aurelius neben einem Umsatzplus von 20 % den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verfünffachen konnte. Damit konnte das eingesetzte Kapital um den Faktor 11,6 vergrößert werden.

Sanofi (WKN:920657)

Dividendenrendite 3,27 % (Stand: 16.05.2017; Quelle: Goyax)

Sanofi macht derzeit alles richtig, um das zukünftige Wachstum stärker als bisher voranzutreiben. Wichtig und richtig war die Akquisition von Ablynx im letzten Jahr, mit der neben einer führenden Antikörper-Plattformtechnologie auch noch ein extrem spannendes Portfolio eingekauft wurde.

Und auch bei Kooperationen ist Sanofi am Puls der Zeit und hat z. B. mit Alnylam (WKN:A0CBCK) ein Partnerunternehmen, das führend bei neuen RNAi-Therapien ist. Als erste Therapieform gegen die ATTR-Amyloidose, gegen die bisher nur eine Lebertransplantation half, dürfte Alnylam mit Patisiran zukünftig die neue Standardtherapie stellen.

Ebenfalls mit Alnylam entwickelt Sanofi ein Mittel gegen Hämophilie. Das ebenfalls auf RNAi basierende Fitusiran befindet sich in klinischer Phase III und soll durch Blockierung von Antithrombin die Blutgerinnung verbessern.

Besonders stark ist Sanofi bei Impfstoffen und so verwundert es auch nicht, dass die Franzosen gerade einen Super-Antikörper gegen HIV entwickeln, der 99 % aller HI-Virusstämme erkennen soll.

Und besonders zukunftsorientiert hinsichtlich der Investition in Personalisierte Medizin war das Kooperations- und Lizenzabkommen mit der deutschen BioNTech, um bis zu fünf Krebsimmuntherapien zu erforschen und zu entwickeln, die jeweils auf der Kombination synthetischer messenger RNAs (mRNAs) basieren.

Fazit

Alle genannten Unternehmen zahlen satte Dividenden, und haben zudem eine solide Wachstumsstory, so dass Anleger die Chance haben, neben einer attraktiven Dividende auch noch an potenziell steigenden Aktienkursen zu partizipieren.

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