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Inficon steigert Reingewinn markant – Dividende wird auf 20 CHF angehoben

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Gastautor: Robert Sasse
13.03.2018, 08:06  |  267   |   

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag mit leichten Gewinnen in den Handel starten. Die Vorgaben aus Übersee liefern keine eindeutige Orientierungshilfe. So haben die US-Börsen am Montag uneinheitlich geschlossen, mit dem Dow Jones Industrial Average (DJIA) am Ende im Minus und den Technologiewerten im Plus. In Asien finden die Märkte auch keine einheitliche Richtung. Zwar legt der japanische Nikkei zu, in China geben die Kurse aber nach.

Laut Händlern belastet die Unsicherheit um die künftigen Handelsbeziehungen zwischen den USA und seinen Handelspartnern China und Europa weiter die Investoren. Hier bleibe die Frage, ob die von US-Präsident Donald Trump erhobenen Schutzzölle für Aluminium und Stahl zu einer Art "Auge-um-Auge"-Politik führten. Allerdings war Trump selbst zuletzt etwas zurückgerudert und hatte seine Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Hierzulande dürften Investoren aber zunächst voll und ganz damit beschäftigt sein, die Zahlenflut zu verarbeiten. Erst im weiteren Verlauf rücken dann in den USA die neusten Daten zu den Konsumentenpreisen in den Fokus.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert um 08.20 Uhr 0,14% höher bei 8'983,00 Punkten. Damit rückt die 9'000-Punkte-Marke in greifbare Nähe. Die Blue Chips aus dem SMI weisen vorbörslich allesamt freundliche Vorzeichen auf.

Unter den insgesamt neun Unternehmen, die an diesem Morgen über die Geschäftsentwicklung 2017 berichtet haben, sind die Blue Chips mit Geberit (+2,1%) vertreten. Der Sanitärtechnik-Konzern hat 2017 den Umsatz gesteigert, aber weniger Gewinn erzielt. Wie es in ersten Kommentaren heisst, wurden die Erwartungen damit aber in etwa erfüllt.

Die übrigen Blue Chips weisen dagegen vorbörslich nur moderate Kursaufschläge auf. So gewinnen die drei Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis allesamt etwas weniger als 0,1% hinzu.

Die am Vortag starken Aktien von Credit Suisse und UBS präsentieren sich mit dem Markt erneut freundlich und legen beide um gut 0,1% zu. In diesem Umfang gewinnen vorbörsliche auch Zykliker wie ABB und Adecco hinzu.

Mit Nachrichten meldet sich noch der Luxusgüterkonzern Richemont (+0,1%) zu Wort. Demnach werden mit Piquadro Gespräche für Verkauf der Lederwarenmarke Lancel geführt.

Das Hauptgeschehen findet aber erneut im breiten Markt statt. Hier fallen nach Zahlen der Gesundheitsdienstleister Galenica und der Spinnereimaschinen-Hersteller Rieter (beide +1,6%) auf. Laut einer ersten Händlereinschätzung hat Galenica vor allem auf Gewinnebene die Erwartungen übertroffen. Rieter hat 2017 zwar weniger verdient als im Jahr zuvor, die durchschnittlichen Erwartungen aber knapp übertroffen.

Mit Handelsstart könnten dann zudem noch die Aktien etwa von Gurit einen Blick wert sein, nachdem der Spezialkunststoffhersteller mit seinen Gewinnzahlen hinter den Erwartungen geblieben ist. Zahlen gab es zudem von Huber+Suhner, Tamedia, BFW, Inficon und Von Roll.

Eine Abstufung durch Kepler Cheuvreux wiederum setzt den Aktien des Versicherers Helvetia (-0,7%) vorbörslich zu.

hr/uh

Herisau (awp) - Der Kabel- und Elektrokomponentenhersteller Huber+Suhner hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinnknick hinnehmen müssen. Der Betriebsgewinn (EBIT) tauchte um 16,6% auf 58,1 Mio CHF. Der Reingewinn brach gar um ein Fünftel auf 42,1 Mio CHF ein.

Grund für den Rückgang sei der höhere Preisdruck beim Ausbau von Mobilfunknetzen in Schwellenländern, der veränderte Businessmix sowie höhere Investitionen in den Vertrieb sowie in Forschung und Entwicklung, teilte die in der elektrischen und optischen Verbindungstechnik tätige Gruppe am Dienstag mit. Die Aktionäre sollen nun weniger Dividende erhalten. Der Verwaltungsrat will 1,10 CHF je Aktie ausschütten nach 1,25 CHF im Vorjahr.

Mit den Zahlen hat Huber+Suhner die Vorgaben der Analysten beim Betriebsgewinn übertroffen, beim Reingewinn in etwa erfüllt, bei der Dividende indes leicht verfehlt.

Den Umsatz hat Huber+Suhner um 5% auf 774 Mio CHF gesteigert, wie das Unternehmen bereits im Januar veröffentlicht hatte. Der Auftragseingang nahm gleichzeitig um 10,7% auf 826,3 Mio zu.

SCHWUNG IM TRANSPORTMARKT

Dabei sei das Geschäft im Kommunikationsmarkt uneinheitlich verlaufen. Nach einem deutlichen Wachstum im ersten Halbjahr habe sich die Situation ab der Jahresmitte gewendet. So blieb für das Gesamtjahr lediglich ein leichtes Umsatzplus von 0,8% auf 375,7 Mio CHF. Der Auftragseingang stagnierte beinahe auf 391,1 Mio CHF. Während das Geschäft mit Kommunikationsausrüstern abgenommen habe, habe das Wachstum bei Mobilfunkanbietern und Rechenzentrenbetreibern diesen Rückgang kompensieren können, hiess es.

Dynamischer ging es indes im Transportmarkt zu, wo der Umsatz um 8,9% auf 216,1 Mio CHF stieg. Dank dem zunehmenden Schwung im asiatischen Bahnmarkt habe Huber+Suhner grosse Aufträge für Kabel- und Systemlösungen gewinnen können. Der Auftragseingang des Bereichs legte um gut 30% auf 244,3 Mio CHF zu. Auch im Automobilmarkt komme die Wachstumsinitiative voran. Gleichzeitig helfe hier der günstige Markt.

Ebenfalls erfreulich seien Umsatz und Auftragseingang in den industriellen Hightechnischen. Der Umsatz kletterte um knapp 10% auf 182,2 Mio CHF, der Auftragseingang um 13% auf 190,9 Mio CHF. Im Luft-, Raumfahrt- und Wehrtechnikmarkt würden neue Anwendungsbereiche wie die Übertragung von Hochfrequenzsignalen über Glasfaser und komplette Hochfrequenzlösungen zusätzliches Potenzial für die Zukunft eröffnen.

FIBEROPTIK MIT GEWINNEINBRUCH

Nicht nach Wunsch verlief das Geschäftsjahr in der Sparte Fiberoptik, wo die Dynamik im Jahresverlauf abgenommen habe. Der Umsatz stieg zwar noch um 3,4 Prozent auf 316,2 Mio CHF. Der Betriebsgewinn brach dagegen um über die Hälfte auf 17,7 Mio CHF ein. Die EBIT-Marge sei mit 5,6% ungewohnt tief, was im wesentlichen auf zwei Gründe zurückzuführen sei: Zwar habe Huber+Suhner beim Ausbau der Mobilfunknetze auf die 4. Generation 4G (auch LTE genannt) Marktanteile gewonnen.

In den Schwellenländern sei aber der Druck auf die Margen hoch gewesen. Zudem habe die Fiberoptik in der zweiten Jahreshälfte einen signifikanten Umsatzrückgang mit den profitablen Wellenlängenmultiplexer-Produkten (WDM) erlebt.

In der profitabelsten Sparte Hochfrequenz legte der Umsatz um gut 5% auf 231,2 Mio CHF zu. Der EBIT verbesserte sich um 7% auf 31,5 Mio CHF. Obwohl der Druck aus dem Kommunikationsmarkt auch hier spürbar war, konnte die Hochfrequenz dank Marktanteilsgewinnen in der Luft-, Raumfahrt und Wehrtechnik bzw. Mess- und Prüftechnik insgesamt ein gutes Wachstum erreichen, wie es weiter hiess.

In der Sparte Niederfrequenz sei dank einem eindrücklichen Turnaround im zweiten Halbjahr der Umsatz um 7 Prozent auf 226,6 Mio CHF gewachsen. Der Auftragseingang schoss gar um 30% nach oben. Den Betriebsgewinn konnte die Sparte von 3,5 Mio auf 11,6 Mio CHF erhöhen. Diese erfreuliche Entwicklung habe mehrere Gründe: Einerseits wirkte sich das Wachstum im asiatischen Bahnmarkt positiv auf die Ertragskraft aus. Andererseits brachte die strategische Bereinigung eine erhebliche Entlastung auf der Kostenseite. So wurde das Geschäft mit massgefertigten Bahnkabeln verkauft und der englische Standort Derby geschlossen.

POSITIVER START INS 2018

Der Start ins Geschäftsjahr 2018 verlief für das Unternehmen dank eines soliden Auftragsbestands und einer guten Nachfrage in den Hauptmärkten positiv. Beim Kommunikationsmarkt dürften in den Schwellenländern weiterhin grosse Volumina entstehen, allerdings auch der Preisdruck hoch bleiben. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach schnellen Internetverbindungen unverändert hoch und eröffne Chancen in der Anwendung von Glasfasern in die Wohnung.

Aufgrund der guten Auftragslage erwarte Huber+Suhner weiter zu wachsen und die EBIT-Marge im laufenden Jahr wieder in das mittelfristige Zielband von 8-10% zu steigern. 2017 hatte die EBIT-Marge mit 7,5% leicht darunter gelegen.

jb/gab

Wädenswil (awp) - Der Industriekonzern Von Roll hat im Gesamtjahr 2017 nach mehreren verlustreichen Jahren erstmals wieder ein positives Betriebsergebnis erzielt. Unter dem Strich resultierte freilich noch ein Verlust, der allerdings deutlich geringer als im Vorjahr ausfiel. Zu den Aussichten für den Rest des Jahres macht das Unternehmen keine Angaben.

Zugelegt hat das Unternehmen in der Berichtsperiode beim Bestellungseingang, der gegenüber dem Vorjahr um 2,8% auf 336,1 Mio CHF stieg. Nach einem mehrjährigen Umsatzrückgang im Kerngeschäft konnte Von Roll organisch wieder wachsen. Der Konzernumsatz stieg um 4,1% auf 332,4 Mio CHF, wie die Von Roll Holding am Dienstag mitteilte. Dabei profitierte das Unternehmen von der "robusten" globalen Konjunktur und den eingeleiteten Optimierungsmassnahmen bei der Produktion und im Vertrieb. Der Umsatz pro Mitarbeiter erhöhte sich um 14%, ein deutliches Indiz für die verbesserte Produktivität, wie die Gesellschaft weiter schreibt.

SONDEREFFEKT BELASTET REINGEWINN

Auf Stufe Betriebsergebnis (EBIT) gelang Von Roll der Turnaround mit einem Plus von 4,5 Mio nach einem Minus von 17,3 Mio im Vorjahr. Der Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit (Cash-flow) betrug 5,3 Mio nach -10,5 Mio im Vorjahr.

Unter dem Strich resultierte dennoch ein Verlust in Höhe von 4,8 Mio. Damit fiel der Fehlbetrag allerdings deutlich geringer aus als im Vorjahr, als das Unternehmen einen Verlust von 30,3 Mio auswies. Für das negative Nettoergebnis verantwortlich waren gemäss Mitteilung hauptsächlich Sonderbelastungen aus dem Wassergeschäft (Von Roll BHU Umwelttechnik), welches anteilig bereits zum 8. Februar 2018 veräussert wurde.

In weiten Bereichen des Kerngeschäfts sei eine positive Absatzdynamik spürbar gewesen, schreibt Von Roll weiter. Im Hauptumsatzträger, dem Segment Insulation, resultierte eine Umsatzsteigerung von 3,5% auf 228,7 Mio. Am stärksten legte dieses Geschäft in Asien zu. Auch in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) nahm der Umsatz mit Ausnahme des Drahtgeschäfts zu. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um knapp 515 auf 3,5 Mio.

Im Segment Composites stieg der Umsatz dank eines Wachstums in allen Regionen um 5,4% auf 103,5 Mio. Der EBIT belief sich auf 3,7 Mio nach -12 Mio im Vorjahr.

KONZERNGEWINN NOCH UNBEFRIEDIGEND

Obwohl die Verbesserung wesentlicher Kennzahlen im Geschäftsjahr 2017 für die zunehmende Gesundung des Unternehmens spreche, könne das aktuelle Niveau noch keinesfalls zufrieden stellen, schreibt die Gesellschaft im Aktionärsbrief. Dies gelte insbesondere für das Nettoergebnis, auch wenn Sonderbelastungen im Zusammenhang mit der BHU mit ursächlich gewesen seien.

Das Jahr 2018 werde nach wie vor unter dem Einfluss der Stabilisierung des Unternehmens stehen, heisst es weiter. Folglich werde der Schwerpunkt der Massnahmen zunächst weniger auf der Erschliessung neuer Wachstumsfelder, sondern auf der Stärkung des Kerngeschäfts und der Begrenzung noch verbliebener Verlustquellen liegen.

Gleichzeitig werden das Unternehmen in verschiedenen Bereichen erste Wachstumsimpulse setzen. Hierzu gehören gemäss Mitteilung unter anderem der Ausbau der Marktanteile mit den bestehenden und neuen Produkten, die Ausweitung der globalen Vertriebsaktivitäten für Harze sowie die verstärkte Einbindung externer Experten und Kooperationspartner zum Ausbau des Segments Composites.

sig/tp

Genf (awp) - Die Luxusgüter-Gruppe Richemont plant offenbar den Verkauf ihrer Lederwarenmarke Lancel. Der Interessent ist die Piquadro-Gruppe. Wie das italienische Unternehmen am Dienstag in einer kurzen Medienmitteilung schreibt, habe man mit Richemont Gespräche zu einem möglichen Kauf von Lancel aufgenommen. Bislang seien allerdings keine verbindlichen Vereinbarungen zwischen den beiden Parteien abgeschlossen worden.

Die Due Diligence-Prüfung sei erst vor kurzem gestartet worden, heisst es weiter. Sollten die Ergebnisse der Due Diligence positiv ausfallen und falls sich die beiden Parteien über die Bedingungen des Verkaufs einig werden, dann könne der Verkauf von Lancel möglicherweise noch bis Ende des ersten Halbjahres über die Bühne gehen, so Piquadro.

Die italienische Marke Piquadro wurde im Jahr 1987 gegründet und ist bekannt für Taschen, Reisegepäck und Accessoires. Piquadro wird von CEO und Präsident Marco Palmieri geführt und ist seit 2007 an der Mailänder Börse kotiert. In dem per Ende März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2016/2017 hatte Piquadro einen Umsatz in Höher von 75,91 Mio EUR und einen Gewinn von 3,4 Mio erzielt.

Für die Marke Lancel gibt Richemont keine detaillierten Zahlen bekannt. Lancel zählt wie Alfred Dunhill zum Lederwarengeschäft, welches im Jahr 2016/17 (Ende März) einen Umsatz in Höhe von 779 Mio EUR (+11% in LW) erzielt hatte. Richemont hatte das Geschäft mit Lederwaren restrukturiert. Dabei war noch im Januar an der Genfer Uhrenmesse (SIHH) aus firmennahen Quellen zu erfahren, dass es weder für Lancel noch für Alfred Dunhill Verkaufsabsichten gebe.

mk/tp

Freienbach (awp) - Den Aktionären der Beteiligungsgesellschaft Shape Capital wird am Freitag der verbleibende Erlös aus der Liquidation der Gesellschaft ausgeschüttet. Pro Aktie werden noch 0,60 CHF ausbezahlt, wie es in der Mitteilung vom Dienstag heisst. Die Agio-Ausschüttung erfolgt ohne Abzug der Verrechnungssteuer und ist für natürliche Personen in der Schweiz grundsätzlich steuerfrei.

Mit dieser letzten Ausschüttung wird laut Communiqué die im Herbst 2009 eingeschlagene "Realisationsstrategie" abgeschlossen. Insgesamt wurden dabei 211,60 CHF pro Namenaktie an die Aktionäre zurückbezahlt, wobei der Aktienkurs der an der SIX kotierten Gesellschaft zu seinem Tiefstpunkt im Februar 2009 bei 20,10 CHF notiert hatte. Die Löschung der Firma Shape Capital wurde am 19. Februar 2009 im "Schweizerischen Handelsamstblatt" publiziert.

jr/uh

Winterthur (awp) - Der Spinnereimaschinen-Hersteller Rieter hat 2017 erneut deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Der EBIT vor Restrukturierungsaufwendungen nahm um 8% auf 51,8 Mio CHF ab, der Reingewinn um 69% auf 13,3 Mio CHF. Belastet wird das Ergebnis einerseits durch die 2017 noch spürbare Marktflaute, anderseits durch Restrukturierungskosten - so fokussiert das Unternehmen die Tätigkeiten an seinen Standorten Winterthur und Ingolstadt auf Entwicklung, Montage und Service, derweil die Produktion in die tschechische Republik ausgelagert wird.

Die Gewinnzahlen sind keine Überraschung, nachdem das Unternehmen schon bei der Publikation der Umsatzzahlen Margen-Bandbreiten genannt hatte. Entsprechend liegen die ausgewiesenen Werte im Rahmen der Erwartungen respektive etwas darüber. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) einen EBIT von 50,5 Mio CHF und einen Reingewinn von 10,9 Mio CHF erwartet.

Auch mit der Dividendenschätzung liegen die Analysten ziemlich gut. Nachdem im Vorjahr bei sinkendem Gewinn überraschend die Dividende von 4,50 auf 5,00 CHF je Aktie erhöht worden ist, schlägt der Verwaltungsrat nun erneut eine Dividende von 5,00 CHF vor. Begründet wurde die Ausschüttung im am Dienstag verschickten Communiqué mit der Dividendenpolitik des Unternehmens und dessen stabiler finanzieller Situation, die es erlaube, trotz Sondereffekten eine "attraktive Dividende" auszuzahlen.

Beim Umsatz, der bereits Ende Januar publiziert wurde, ist Rieter 2017 nur dank der Übernahme von SSM Textilmaschinen noch gewachsen. Konkret nahm er um 2% auf 965,6 Mio CHF zu, wobei ohne die Akquisition ein Minus von 3% resultiert hätte. Der Bestellungseingang dagegen zog deutlich an. Für das Gesamtjahr wies der Konzern einen gegenüber 2016 um 16% höheren Bestellungseingang von 1,05 Mrd CHF aus. Und selbst ohne die SSM-Übernahme wäre ein Plus von 11% erreicht worden.

NEUMASCHINENGESCHÄFT HARZT

Die Entwicklung des EBIT ist gemäss Rieter geprägt gewesen durch eine bessere Marge im Servicegeschäft (Geschäftsbereich After Sales) sowie volumenbedingt tieferen Resultaten im Neumaschinengeschäft (Machines & Systems) und im Komponentengeschäft (Components). Die Restrukturierungsaufwendungen beliefen sich auf 36 Mio CHF und beziehen sich auf den Umbau des Standortes Ingolstadt. Die dortigen Restrukturierungen verliefen aber nach Einigung mit dem Betriebsrat nach Plan.

Während bei After Sales der Umsatz um 3% auf 146,3 Mio CHF gestiegen ist und beim Sparten-EBIT sogar ein Plus von 9% resultierte, zog das Neumaschinengeschäft das Konzernergebnis in die Tiefe. Dessen Umsatz fiel mit 589,5 Mio CHF zwar nur 2% unter dem Vorjahr aus, der EBIT fiel jedoch um 78%. Mit einem Plus von 0,8 Mio CHF vor Restrukturierungsaufwendungen schreibt aber auch dieser Geschäftsbereich noch schwarze Zahlen.

Der Bereich Components wies dank der Übernahme von SSM Textilmaschinen ein Umsatzplus von 15% auf 229,8 Mio CHF aus, erzielte aber eine deutlich niedrigere Gewinnmarge. So fiel der Sparten-EBIT im Vergleich zu 2016 um 12% auf 30,8 Mio CHF.

GESCHÄFTSJAHR 2018 WIEDER BESSER

Da die Umsatzentwicklung dem Bestellungseingang immer hinterher folgt, ist fürs laufende Jahr wieder mit besseren Zahlen zu rechnen. Dies bestätigte auch das Rieter-Management: Die ersten beiden Monate des Jahres habe sich die Nachfrage stabil entwickelt, schreibt dieses. Durchschlagen wird sich die bessere Nachfrage aber erst in der zweiten Jahreshälfte. So rechnet Rieter mit einem "stärkeren zweiten Halbjahr", wodurch Umsatz und Profitabilität im Gesamtjahr 2018 über dem Vorjahresniveau zu liegen kommen dürften. Im ersten Halbjahr dagegen wird ein EBIT und Reingewinn auf den Niveau der Vorjahresperiode erwartet, was auf den Produkte- und Ländermix im Geschäftsbereich Machines & Systems zurückzuführen sei.

jr/tp

Zürich (awp) - Die Immobiliengesellschaft Peach Property will ihren Verwaltungsrat vergrössern. Kurt Hardt soll an der Generalversammlung Mitte Mai als zusätzliches Mitglied in das Gremium gewählt werden. Hardt sei als Vorstand der Kreissparkasse Biberach ein "ausgewiesener Kenner des deutschen Finanz- und Immobilienmarkts, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

"Wir versprechen uns davon wertvolle Impulse für die Entwicklung unseres Geschäfts und die fortgesetzte Ausweitung unseres Immobilienbestands in Deutschland", lässt sich Verwaltungsratspräsident Reto Garzetti zitieren. Peach Property sei bereits auf aktuell rund 7'000 Wohneinheiten angewachsen. "Nun positionieren wir uns für die nächsten Wachstumsschritte." Die übrigen VR-Mitglieder und der Präsident stellen sich für ein weiteres Jahr zur Wiederwahl.

dm/gab

Jona (awp) - Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit hat im Geschäftsjahr 2017 den Umsatz gesteigert, aber weniger Gewinn erzielt. Hauptgrund dafür sind die Kosten im Zusammenhang mit der Integration von Sanitec, insbesondere für die Werkschliessungen in Frankreich, was auch bereits kommuniziert wurde. Klammert man diesen Effekt aus, haben sich auf bereinigter Basis höhere Gewinnziffern ergeben und entsprechend soll auch die Dividende angehoben werden. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet das Unternehmen ein anhaltend positives Umfeld, macht aber keine konkrete Prognosen.

Der EBITDA fiel um 1,7% auf 772,0 Mio CHF zurück und der Reingewinn um 3,8% auf 527,4 Mio, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt. In diesen Zahlen sind allerdings noch negative Effekte durch die Übernahme der skandinavischen Sanitec enthalten. Diese betrugen auf Stufe EBITDA 49 Mio CHF und auf Stufe Nettoergebnis 77 Mio CHF.

Das Geschäftsjahr 2017 sei geprägt gewesen von einem grundsätzlich positiven Marktumfeld sowie vom Erreichen der wichtigsten Meilensteine bei der Integration des Keramikgeschäfts Sanitec, so Geberit. Insgesamt seien gute Resultate erzielt worden.

BEREINIGTE WERTE LEGEN ZU

Zu dieser positiven Einschätzung passen die um die Sanitec-Akquisition bereinigten Zahlen besser. Ohne die erwähnten Effekte nahm der adjustierte EBITDA um 3,2% auf 820,7 Mio CHF zu, während die entsprechende Marge um 10 Basispunkte auf 28,2% minim zurückkam. Der adjustierte Reingewinn erhöhte sich gleichzeitig um 3,5% auf 604,2 Mio. Die Dividende soll um 40 Rappen auf 10,40 CHF erhöht werden. Mit den Zahlen hat Geberit die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Die EBITDA-Marge sei positiv beeinflusst worden vom höheren Umsatz, vom Produktmix und von Synergien aus der Sanitec Integration, so Geberit. Belastend wirkten sich vor allem höhere Rohmaterialpreise und gestiegene Personalkosten aus.

Der Umsatz legte um 3,5% auf 2,91 Mrd CHF zu, akquisitions- und währungsbereinigt ergab sich ebenfalls ein Plus von 3,5%. Dabei hat sich das Wachstum im vierten Quartal gegenüber dem beiden Vorquartalen wieder etwas beschleunigt, nämlich auf ein organischen Plus von 5,3%. Die im Umsatz enthaltenen Währungseinflüsse waren positiv und erreichten 34 Mio CHF. Der umsatzmindernde Effekt des Verkaufs von Koralle und Varicor kompensierte den Währungseffekt allerdings vollständig.

BEREICH KERAMIK SCHRUMPFT

Die grösste Region Europa setzte organisch und währungsbereinigt gesehen 2,9% mehr um. Zweistellig wuchsen die Regionen Nahost/Afrika (+16,8%) sowie Fernost/Pazifik (+13,3%) und die Region Amerika (+3,6%) wiederum etwas moderater. Von den Produktbereichen vermochten lediglich die Sanitärsysteme (+6,6%) und die Rohrleitungssysteme (+3,8%) zu wachsen, während der mit Sanitec hinzugekaufte Bereich Sanitärkeramik (-2,3%) einen Rückgang verzeichnete. Wegen Überkapazitäten im Keramikbereich waren im ersten Semester zwei Werke in Frankreich geschlossen worden.

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018 zeigt sich Geberit gewohnt vage: Die Bauindustrie sollte sich im Jahr 2018 generell positiv präsentieren, die Entwicklung der einzelnen Regionen, Märkte und Bausektoren werde jedoch unterschiedlich verlaufen, heisst es.

So sei für Europa eine Fortsetzung der Erholung zu erwarten, wobei im grössten Einzelmarkt Deutschland das Wachstumspotential trotz einer gesunden Nachfragesituation wegen der limitierten Kapazitäten von Installateuren eingeschränkt bleibe. Ein positives Umfeld sieht das Unternehmen in Österreich, Frankreich und Benelux und auch in der Schweiz sollte der Bausektor auf hohem Niveau stabil bleiben. Eher ein gemischtes Bild zeichnet sich für die nordischen Länder sowie Osteuropa ab und für Grossbritannien wird wegen des Brexit ein Rückgang prognostiziert.

Die Rohmaterialpreise werden im ersten Halbjahr 2018 über denjenigen der Vorjahresperiode erwartet.

cf/tp

Bad Ragaz (awp) - Inficon hat im Schlussquartal 2017 den Umsatz auf Rekordniveau gesteigert und eine höhere Betriebsgewinnmarge erreicht. Der Reingewinn im Gesamtjahr legte kräftig zu. Der Sensoren-Hersteller profitiert von der guten Konjunktur und der grossen Nachfrage nach der neuen Flachbildschirmtechnik OLED.

Der Reingewinn stieg um rund 48% auf 59,5 Mio USD, wie das Messtechnikunternehmen am Dienstag mitteilt. Die Aktionäre können sich angesichts des höheren Gewinns über eine Dividendenanhebung um 4 CHF auf 20 CHF freuen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 86% des Gewinns.

Die restlichen Kennzahlen für 2017 waren nach den Mitte Januar veröffentlichten provisorischen Eckwerten keine Überraschungen, sie wurden noch leicht nach oben angepasst. Demnach wuchs der Umsatz im Gesamtjahr um rund 21% auf 373,6 Mio USD und der EBIT um rund 44% auf 73,6 Mio USD. Die entsprechende Marge verbesserte sich damit auf 19,7% nach 16,5% im Vorjahr.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung und die allgemeinen Verwaltungs- und Vertriebsausgaben fielen nominal zwar höher aus, nahmen aber im Vergleich zum Umsatz deutlich unterproportional zu, wied das Unternehmen betont.

SEMI & VACUUM COATING SORGT IN ASIEN FÜR WACHSTUM

Nach Marktsegmenten betrachtet, verbuchte Semi & Vacuum Coating 2017 mit einem Umsatzplus von rund 39% auf rekordhohe 167 Mio USD das stärkste Wachstum. General Vacuum wuchs um 19% auf 104,9 Mio und Refrigeration, Airconditioning & Automotive um 12% auf 76,2 Mio. Einzig der Markt Security & Energy blieb mit 25,5 Mio um 23% hinter Vorjahr zurück. Dies hatte auch Einfluss auf die Entwicklung in den Regionen, wobei Asien (+33% auf 174,2 Mio) am stärksten wuchs, gefolgt von Europa (+21%, 95,7 Mio). Die Marktregion Amerika verbuchte mit +3,2% auf 99,2 Mio das geringste Wachstum.

REKORDUMSATZ IM VIERTEN QUARTAL

Im Schlussquartal wurde beim Umsatz ein Plus von 18% auf 102,1 Mio USD verbucht, nachdem die Verkäufe in allen Zielmärkten und Regionen gestiegen sind. Das organische Wachstum betrug 16%. Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich um 22% auf 22,2 Mio und die Marge um 70 Basispunkte auf 21,8%.

In diesem Zeitraum habe General Vacuum von der konjunkturelle Entwicklung, Marktanteilsgewinne sowie von ersten Umsatzbeiträge neu entwickelter Produkte profitiert, etwa für die Lebensmittelverpackung. Semi & Vacuum Coating erhielt Rückenwind vom allgemein positiven Marktumfeld im traditionellen Halbleiterbereich, der weiterhin hohen Nachfrage nach OLED-Flachbildschirmen sowie dem Aufbau weiterer Kapazitäten in Asien.

Das klassische Kälte- und Klimageschäft im Bereich Refrigeration, Airconditioning & Automotive habe sich weltweit auf hohem Niveau stabil gezeigt, schreibt Inficon. Erfreulich hätten sich die Lieferungen zur Dichtigkeitsprüfung von Automobil-Bauteilen entwickelt, besonders auch von Batterien für Elektroautos. Security & Energy verdoppelte im Schlussquartal den Umsatz. Dies belege einmal mehr, wie sehr dieser Markt von staatlichen Grossaufträgen und deren Timing bestimmt werde.

NEUE PRODUKTE UND ANWENDUNGSBEREICHE STÜTZEN WACHSTUM

Das Management erwartet aufgrund der positiven Marktbeurteilung, den Marktanteilsgewinnen sowie steigenden Umsätzen mit neuen Produkten und aus zusätzlichen Anwendungsbereichen weiteres Wachstum. Für das laufende Jahr peilt das Management einen Umsatz von rund 400 Mio USD sowie eine Betriebsgewinnmarge von über 19% an. Das würde rein rechnerisch einem Wachstum von 7% entsprechen und einem EBIT von 76 Mio.

yr/cf

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Ein Beitrag von awp Finanznachrichten

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