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BFW erhöht Dividende – Immobilienmarkt im Wohnbereich bleibt attraktiv

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Gastautor: Robert Sasse
13.03.2018, 07:30  |  176   |   

Wattwil (awp) - Der Spezialkunststoffhersteller Gurit hat im Geschäftsjahr 2017 insgesamt weniger verdient als im Jahr zuvor und damit die durchschnittlichen Erwartungen nicht erfüllt. Den Aktionären stellt das Unternehmen in seiner Mitteilung vom Dienstag eine stabile Dividende von 20 CHF in Aussicht. Für den weiteren Geschäftsverlauf erwartet Gurit eine operative Gewinnmarge am oberen Ende des Zielkorridors von 8 bis 10%.

Über die Umsatzentwicklung hatte der Spezialkunststoffhersteller bereits Anfang Februar berichtet. Hier war es dem Unternehmen gelungen, mit den ausgewiesenen Erlösen die Analystenschätzungen leicht zu übertreffen. Bei der Gewinnentwicklung ist dies nicht gelungen. Das Unternehmen weist einen operativen Gewinn (EBIT) von 35,9 Mio CHF aus nach 36,8 Mio im Jahr 2016. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) liegt bei 10% zwar im Rahmen der eigenen Ziele, aber unter den 10,5% des Vorjahres. Unter dem Strich hat Gurit 2017 24,9 Mio CHF verdient (VJ 26,0 Mio).

Zum Vergleich: Die von AWP befragten Analysten hatten im Schnitt einen EBIT in Höhe von 39,0 Mio CHF erwartet und die EBIT-Marge auf 10,9% geschätzt. Beim Reingewinn waren sie von durchschnittlich 27,1 Mio CHF ausgegangen, zudem hatten sie mit einer Dividende von 21,60 CHF gerechnet.

Wie Gurit in der Mitteilung schreibt, konnte ein starkes Wachstum in den Geschäftsbereichen Tooling und Composite Components die negativen Auswirkungen der niedrigeren Installationsraten im Windmarkt, vor allem in Indien und China, und geringerer Bauprojekte im Mittleren Osten im vergangenen Jahr ausgleichen. So hatte Gurit bereits Anfang Februar berichtet, dass Composite Components dank der neu gewonnenen Projekten, von denen einige bereits 2017 in Produktion gingen, gut abgeschnitten hatte.

In der Sparte Tooling trug eine weiterhin gute Nachfrage nach Formen für längere Windrotorblätter zum guten Abschneiden bei. Mit diesen längeren Windrotorblättern können Windkraftanlagen ihre Effizienz steigern. Darüber hinaus konnte der Geschäftsbereich auch zwei weitere globale Schlüsselkunden gewinnen.

SCHWACHE NACHFRAGE IM INDISCHEN UND CHINESISCHEN WINDMARKT BELASTET

Dagegen zeigte die Sparte Composite Materials sehr unterschiedliche Resultate in den verschiedenen Märkten. So hat das Geschäft seit dem Frühjahr 2017 unter dem Nachfragestillstand in der indischen Windenergieindustrie sowie unter einem Nachfragerückgang im chinesischen Windenergiemarkt gelitten. Die Materiallieferungen in andere Märkte stiegen zwar leicht, konnten den Einfluss der Windenergie aber nicht ausgleichen.

Wie der Konzern in der Mitteilung hervorhebt, wurde trotz der zahlreichen Belastungsfaktoren wie den niedrigeren Installationsraten im indischen und chinesischen Windenergiemarkt und dem anhaltenden Nachfragerückgang im Bausektor im Mittleren Osten und den damit verbundenen niedrigeren Umsatzerlösen eine Betriebsgewinnmarge von 10% erreicht. Darin eingerechnet sind die angekündigten Restrukturierungskosten für den Transfer der Prepreg Produktion von Grossbritannien nach Spanien.

Für das Gesamtjahr 2018 hat sich Gurit ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich zum Ziel gesetzt. Bei der Profitabilität peilt der Konzern eine Betriebsgewinnmarge am oberen Ende des Zielkorridors von 8-10% an.

hr/tp

Dublin (awp) - Cosmo verstärkt die Zusammenarbeit mit Fujifilm und weitet die exklusive Vertriebsvereinbarung für das Kolonoskopie-Mittel Eleview für Europa und Südafrika auf Südostasien, den Mittleren Osten, Afrika, Australien und Neuseeland aus. Die Bedingungen der erweiterten Vertriebsvereinbarung bleiben wie angekündigt bestehen: So zahlt Fujifilm 45% der Bruttoeinnahmen an Cosmo, schreibt das Unternehmen am Dienstag in einer Mitteilung.

Fujifilm ist gemäss der Mitteilung ein führender Anbieter in der Endoskopie. "Wir freuen uns sehr, unsere Zusammenarbeit in diesen neuen Regionen auszuweiten", wird Cosmo-CEO Alessandro Della Chà zitiert. Dies sei ein weiterer Schritt zur Schaffung eines globalen Franchise-Systems.

Eleview, welches für eine einfache und sichere Resektion entwickelt wurde, erhöht laut dem Unternehmen die Sichtbarkeit der Zielläsionssäume und senkt das Perforationsrisiko.

gab/tp

Wädenswil (awp) - Der Industriekonzern Von Roll hat im Gesamtjahr 2017 unter dem Strich zwar erneut rote Zahlen geschrieben, auf Stufe Betriebsergebnis schaffte das Unternehmen allerdings die Trendwende ins Plus. Zugelegt haben auch der Bestellungseingang und der Umsatz. Zu den Aussichten für den Rest des Jahres macht das Unternehmen keine Angaben.

Der Bestellungseingang stieg 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,8% auf 336,1 Mio CHF, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Den Umsatz steigerte sie um 4,1% auf 332,4 Mio.

Auf Stufe Betriebsergebnis (EBIT) gelang Von Roll der Turnaround mit einem Plus von 4,5 Mio nach einem Minus von 17,3 Mio im Vorjahr. Der Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit (Cash-flow) betrug 5,3 Mio nach -10,5 Mio im Vorjahr.

Unter dem Strich resultierte dennoch ein Verlust in Höhe von 4,8 Mio, damit fiel der Fehlbetrag allerdings deutlich geringer aus als im Vorjahr (-30,3 Mio). Für das negative Nettoergebnis verantwortlich waren gemäss Mitteilung hauptsächlich Sonderbelastungen aus dem Wassergeschäft (Von Roll BHU Umwelttechnik GmbH ), welches anteilig bereits zum 8. Februar 2018 veräussert wurde.

Die beiden Bereiche der Gruppe erzielten eine Umsatzsteigerung. Während das Segment Composites eine Steigerung von 5,4% auf 103,5 Mio CHF stärker zulegte, erhöhte das grössere Segment Insulation den Umsatz um 3,5% auf 228,7 Mio.

Das Jahr 2018 werde nach wie vor unter dem Einfluss der Stabilisierung des Unternehmens stehen, heisst es weiter. Folglich werde der Schwerpunkt der Massnahmen zunächst auf der Stärkung des Kerngeschäfts und der Begrenzung noch verbliebener Verlustquellen liegen. Gleichzeitig werden das Unternehmen in verschiedenen Bereichen erste Wachstumsimpulse setzen.

sig/tp

Herisau (awp) - Der Kabel- und Elektrokomponentenhersteller Huber+Suhner hat im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 16,6% auf 58,1 Mio CHF, wie die in der elektrischen und optischen Verbindungstechnik tätige Gruppe am Dienstag mitteilte. Der Reingewinn fiel um 20,8% auf 42,1 Mio CHF.

Grund für den Rückgang sei der höhere Preisdruck beim Ausbau von Mobilfunknetzen in Schwellenländern, der veränderte Businessmix sowie höhere Investitionen in den Vertrieb sowie in Forschung und Entwicklung, hiess es im Communiqué. Die Aktionäre sollen nun weniger Dividende erhalten. Der Verwaltungsrat will 1,10 CHF je Aktie ausschütten nach 1,25 CHF im Vorjahr.

Mit den Zahlen hat Huber+Suhner die Vorgaben der Analysten beim Betriebsgewinn übertroffen, beim Reingewinn in etwa erfüllt, bei der Dividende indes leicht verfehlt. Die Experten hatten im Schnitt einen EBIT von 57,1 Mio, einen Gewinn von 42,3 Mio CHF sowie eine Dividende von 1,15 CHF je Titel erwartet.

Die Angaben zum Umsatz hatte Huber+Suhner bereits im Januar veröffentlicht. Dieser wuchs um 5% auf 774 Mio CHF. Der Auftragseingang nahm 2017 gleichzeitig um 10,7% auf 826,3 Mio zu.

Der Start ins Geschäftsjahr 2018 verlief für das Unternehmen dank eines soliden Auftragsbestands und einer guten Nachfrage in den Hauptmärkten positiv. Beim Kommunikationsmarkt dürften in den Schwellenländern weiterhin grosse Volumina entstehen, allerdings auch der Preisdruck hoch bleiben. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach schnellen Internetverbindungen unverändert hoch und eröffne Chancen in der Anwendung von Glasfasern in die Wohnung.

Aufgrund der guten Auftragslage erwarte Huber+Suhner weiter zu wachsen und die EBIT-Marge im laufenden Jahr wieder in das mittelfristige Zielband von 8-10% zu steigern. 2017 hatte die EBIT-Marge mit 7,5% leicht darunter gelegen.

jb/gab

Frauenfeld (awp) - Die Immobiliengesellschaft BFW Liegenschaften hat im Geschäftsjahr 2017 einen leicht tieferen Gewinn erzielt. Die Dividende soll dennoch erhöht werden. Den Ausblick hält das Unternehmen recht vage.

Gemäss Vorschlag des Verwaltungsrates sollen 1,40 CHF je Namenaktie ausgeschüttet werden nach 1,35 CHF im Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt.

Die Netto-Mietzinseinnahmen stiegen um 2% auf 20,8 Mio CHF. Die Leerstandsquote erhöhte sich allerdings ebenfalls auf 7,5% nach 7,1% Ende 2016. Wie bereits aus ersten Eckdaten von Anfang Februar bekannt, sank der EBIT inklusive Neubewertungen um 17% auf 22,6 Mio. Der Gewinn inklusive Neubewertungen und latenten Steuern lag bei 18,0 Mio und damit 1,1% unter dem Vorjahr. Die Neubewertungseffekte lagen mit noch 8,1 Mio um 5,1 Mio unter dem Vorjahreswert.

Der Gesamtwert des Liegenschaftsportfolios stieg um 3% auf 437,1 Mio CHF. Dies sei wesentlich auf die Fertigstellung des Umnutzungsprojekts Freiestrasse 4 in Weinfelden (+5,6 Mio) zurückzuführen, heisst es weiter. Hinzu kamen die oben erwähnten Neubewertungen (+8,1 Mio), der Zukauf von Bauland in Steckborn für ein zukünftiges Wohnbauprojekt (+1,3 Mio), weitere Investitionen in Renditeliegenschaften (+0,9 Mio) sowie den Verkauf einer Wohnliegenschaft in Amriswil (-3,3 Mio) zustande gekommen.

Für die im Aktienrückkaufprogramm erworbenen gut 514'000 Aktien beantragt der Verwaltungsrat an der Generalversammlung nun die Vernichtung, was das Aktienkapital entsprechend herabsetzen wird.

Für die weitere Entwicklung zeigt sich BFW zuversichtlich, dass der Immobilienmarkt Schweiz insbesondere im Wohnbereich langfristig attraktiv bleiben wird. Den steigenden Leerständen durch die hohe Bautätigkeit in einigen Regionen werde mit aktiven Wiedervermietungsaktionen sowie punktuellen Mietzinsanpassungen begegnet.

Die Eigenkapitalquote von 42,3% lasse weitere Zukäufe von Liegenschaften oder Projekten zu. Insgesamt soll das Portfolio durch einige potenzielle Arrondierungskäufe optimiert werden.

dm/gab

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Ein Beitrag von awp Finanznachrichten



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