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Shape Capital schüttet Erlös aus Liquidation der Firma an Aktionäre aus

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Gastautor: Robert Sasse
13.03.2018, 08:30  |  184   |   

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag mit leichten Gewinnen in den Handel starten. Die Vorgaben aus Übersee liefern keine eindeutige Orientierungshilfe. So haben die US-Börsen am Montag uneinheitlich geschlossen, mit dem Dow Jones Industrial Average (DJIA) am Ende im Minus und den Technologiewerten im Plus. In Asien finden die Märkte auch keine einheitliche Richtung. Zwar legt der japanische Nikkei zu, in China geben die Kurse aber nach.

Laut Händlern belastet die Unsicherheit um die künftigen Handelsbeziehungen zwischen den USA und seinen Handelspartnern China und Europa weiter die Investoren. Hier bleibe die Frage, ob die von US-Präsident Donald Trump erhobenen Schutzzölle für Aluminium und Stahl zu einer Art "Auge-um-Auge"-Politik führten. Allerdings war Trump selbst zuletzt etwas zurückgerudert und hatte seine Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Hierzulande dürften Investoren aber zunächst voll und ganz damit beschäftigt sein, die Zahlenflut zu verarbeiten. Erst im weiteren Verlauf rücken dann in den USA die neusten Daten zu den Konsumentenpreisen in den Fokus.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert um 08.20 Uhr 0,14% höher bei 8'983,00 Punkten. Damit rückt die 9'000-Punkte-Marke in greifbare Nähe. Die Blue Chips aus dem SMI weisen vorbörslich allesamt freundliche Vorzeichen auf.

Unter den insgesamt neun Unternehmen, die an diesem Morgen über die Geschäftsentwicklung 2017 berichtet haben, sind die Blue Chips mit Geberit (+2,1%) vertreten. Der Sanitärtechnik-Konzern hat 2017 den Umsatz gesteigert, aber weniger Gewinn erzielt. Wie es in ersten Kommentaren heisst, wurden die Erwartungen damit aber in etwa erfüllt.

Die übrigen Blue Chips weisen dagegen vorbörslich nur moderate Kursaufschläge auf. So gewinnen die drei Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis allesamt etwas weniger als 0,1% hinzu.

Die am Vortag starken Aktien von Credit Suisse und UBS präsentieren sich mit dem Markt erneut freundlich und legen beide um gut 0,1% zu. In diesem Umfang gewinnen vorbörsliche auch Zykliker wie ABB und Adecco hinzu.

Mit Nachrichten meldet sich noch der Luxusgüterkonzern Richemont (+0,1%) zu Wort. Demnach werden mit Piquadro Gespräche für Verkauf der Lederwarenmarke Lancel geführt.

Das Hauptgeschehen findet aber erneut im breiten Markt statt. Hier fallen nach Zahlen der Gesundheitsdienstleister Galenica und der Spinnereimaschinen-Hersteller Rieter (beide +1,6%) auf. Laut einer ersten Händlereinschätzung hat Galenica vor allem auf Gewinnebene die Erwartungen übertroffen. Rieter hat 2017 zwar weniger verdient als im Jahr zuvor, die durchschnittlichen Erwartungen aber knapp übertroffen.

Mit Handelsstart könnten dann zudem noch die Aktien etwa von Gurit einen Blick wert sein, nachdem der Spezialkunststoffhersteller mit seinen Gewinnzahlen hinter den Erwartungen geblieben ist. Zahlen gab es zudem von Huber+Suhner, Tamedia, BFW, Inficon und Von Roll.

Eine Abstufung durch Kepler Cheuvreux wiederum setzt den Aktien des Versicherers Helvetia (-0,7%) vorbörslich zu.

hr/uh

Herisau (awp) - Der Kabel- und Elektrokomponentenhersteller Huber+Suhner hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinnknick hinnehmen müssen. Der Betriebsgewinn (EBIT) tauchte um 16,6% auf 58,1 Mio CHF. Der Reingewinn brach gar um ein Fünftel auf 42,1 Mio CHF ein.

Grund für den Rückgang sei der höhere Preisdruck beim Ausbau von Mobilfunknetzen in Schwellenländern, der veränderte Businessmix sowie höhere Investitionen in den Vertrieb sowie in Forschung und Entwicklung, teilte die in der elektrischen und optischen Verbindungstechnik tätige Gruppe am Dienstag mit. Die Aktionäre sollen nun weniger Dividende erhalten. Der Verwaltungsrat will 1,10 CHF je Aktie ausschütten nach 1,25 CHF im Vorjahr.

Mit den Zahlen hat Huber+Suhner die Vorgaben der Analysten beim Betriebsgewinn übertroffen, beim Reingewinn in etwa erfüllt, bei der Dividende indes leicht verfehlt.

Den Umsatz hat Huber+Suhner um 5% auf 774 Mio CHF gesteigert, wie das Unternehmen bereits im Januar veröffentlicht hatte. Der Auftragseingang nahm gleichzeitig um 10,7% auf 826,3 Mio zu.

SCHWUNG IM TRANSPORTMARKT

Dabei sei das Geschäft im Kommunikationsmarkt uneinheitlich verlaufen. Nach einem deutlichen Wachstum im ersten Halbjahr habe sich die Situation ab der Jahresmitte gewendet. So blieb für das Gesamtjahr lediglich ein leichtes Umsatzplus von 0,8% auf 375,7 Mio CHF. Der Auftragseingang stagnierte beinahe auf 391,1 Mio CHF. Während das Geschäft mit Kommunikationsausrüstern abgenommen habe, habe das Wachstum bei Mobilfunkanbietern und Rechenzentrenbetreibern diesen Rückgang kompensieren können, hiess es.

Dynamischer ging es indes im Transportmarkt zu, wo der Umsatz um 8,9% auf 216,1 Mio CHF stieg. Dank dem zunehmenden Schwung im asiatischen Bahnmarkt habe Huber+Suhner grosse Aufträge für Kabel- und Systemlösungen gewinnen können. Der Auftragseingang des Bereichs legte um gut 30% auf 244,3 Mio CHF zu. Auch im Automobilmarkt komme die Wachstumsinitiative voran. Gleichzeitig helfe hier der günstige Markt.

Ebenfalls erfreulich seien Umsatz und Auftragseingang in den industriellen Hightechnischen. Der Umsatz kletterte um knapp 10% auf 182,2 Mio CHF, der Auftragseingang um 13% auf 190,9 Mio CHF. Im Luft-, Raumfahrt- und Wehrtechnikmarkt würden neue Anwendungsbereiche wie die Übertragung von Hochfrequenzsignalen über Glasfaser und komplette Hochfrequenzlösungen zusätzliches Potenzial für die Zukunft eröffnen.

FIBEROPTIK MIT GEWINNEINBRUCH

Nicht nach Wunsch verlief das Geschäftsjahr in der Sparte Fiberoptik, wo die Dynamik im Jahresverlauf abgenommen habe. Der Umsatz stieg zwar noch um 3,4 Prozent auf 316,2 Mio CHF. Der Betriebsgewinn brach dagegen um über die Hälfte auf 17,7 Mio CHF ein. Die EBIT-Marge sei mit 5,6% ungewohnt tief, was im wesentlichen auf zwei Gründe zurückzuführen sei: Zwar habe Huber+Suhner beim Ausbau der Mobilfunknetze auf die 4. Generation 4G (auch LTE genannt) Marktanteile gewonnen.

In den Schwellenländern sei aber der Druck auf die Margen hoch gewesen. Zudem habe die Fiberoptik in der zweiten Jahreshälfte einen signifikanten Umsatzrückgang mit den profitablen Wellenlängenmultiplexer-Produkten (WDM) erlebt.

In der profitabelsten Sparte Hochfrequenz legte der Umsatz um gut 5% auf 231,2 Mio CHF zu. Der EBIT verbesserte sich um 7% auf 31,5 Mio CHF. Obwohl der Druck aus dem Kommunikationsmarkt auch hier spürbar war, konnte die Hochfrequenz dank Marktanteilsgewinnen in der Luft-, Raumfahrt und Wehrtechnik bzw. Mess- und Prüftechnik insgesamt ein gutes Wachstum erreichen, wie es weiter hiess.

In der Sparte Niederfrequenz sei dank einem eindrücklichen Turnaround im zweiten Halbjahr der Umsatz um 7 Prozent auf 226,6 Mio CHF gewachsen. Der Auftragseingang schoss gar um 30% nach oben. Den Betriebsgewinn konnte die Sparte von 3,5 Mio auf 11,6 Mio CHF erhöhen. Diese erfreuliche Entwicklung habe mehrere Gründe: Einerseits wirkte sich das Wachstum im asiatischen Bahnmarkt positiv auf die Ertragskraft aus. Andererseits brachte die strategische Bereinigung eine erhebliche Entlastung auf der Kostenseite. So wurde das Geschäft mit massgefertigten Bahnkabeln verkauft und der englische Standort Derby geschlossen.

POSITIVER START INS 2018

Der Start ins Geschäftsjahr 2018 verlief für das Unternehmen dank eines soliden Auftragsbestands und einer guten Nachfrage in den Hauptmärkten positiv. Beim Kommunikationsmarkt dürften in den Schwellenländern weiterhin grosse Volumina entstehen, allerdings auch der Preisdruck hoch bleiben. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach schnellen Internetverbindungen unverändert hoch und eröffne Chancen in der Anwendung von Glasfasern in die Wohnung.

Aufgrund der guten Auftragslage erwarte Huber+Suhner weiter zu wachsen und die EBIT-Marge im laufenden Jahr wieder in das mittelfristige Zielband von 8-10% zu steigern. 2017 hatte die EBIT-Marge mit 7,5% leicht darunter gelegen.

jb/gab

Wädenswil (awp) - Der Industriekonzern Von Roll hat im Gesamtjahr 2017 nach mehreren verlustreichen Jahren erstmals wieder ein positives Betriebsergebnis erzielt. Unter dem Strich resultierte freilich noch ein Verlust, der allerdings deutlich geringer als im Vorjahr ausfiel. Zu den Aussichten für den Rest des Jahres macht das Unternehmen keine Angaben.

Zugelegt hat das Unternehmen in der Berichtsperiode beim Bestellungseingang, der gegenüber dem Vorjahr um 2,8% auf 336,1 Mio CHF stieg. Nach einem mehrjährigen Umsatzrückgang im Kerngeschäft konnte Von Roll organisch wieder wachsen. Der Konzernumsatz stieg um 4,1% auf 332,4 Mio CHF, wie die Von Roll Holding am Dienstag mitteilte. Dabei profitierte das Unternehmen von der "robusten" globalen Konjunktur und den eingeleiteten Optimierungsmassnahmen bei der Produktion und im Vertrieb. Der Umsatz pro Mitarbeiter erhöhte sich um 14%, ein deutliches Indiz für die verbesserte Produktivität, wie die Gesellschaft weiter schreibt.

SONDEREFFEKT BELASTET REINGEWINN

Auf Stufe Betriebsergebnis (EBIT) gelang Von Roll der Turnaround mit einem Plus von 4,5 Mio nach einem Minus von 17,3 Mio im Vorjahr. Der Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit (Cash-flow) betrug 5,3 Mio nach -10,5 Mio im Vorjahr.

Unter dem Strich resultierte dennoch ein Verlust in Höhe von 4,8 Mio. Damit fiel der Fehlbetrag allerdings deutlich geringer aus als im Vorjahr, als das Unternehmen einen Verlust von 30,3 Mio auswies. Für das negative Nettoergebnis verantwortlich waren gemäss Mitteilung hauptsächlich Sonderbelastungen aus dem Wassergeschäft (Von Roll BHU Umwelttechnik), welches anteilig bereits zum 8. Februar 2018 veräussert wurde.

In weiten Bereichen des Kerngeschäfts sei eine positive Absatzdynamik spürbar gewesen, schreibt Von Roll weiter. Im Hauptumsatzträger, dem Segment Insulation, resultierte eine Umsatzsteigerung von 3,5% auf 228,7 Mio. Am stärksten legte dieses Geschäft in Asien zu. Auch in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) nahm der Umsatz mit Ausnahme des Drahtgeschäfts zu. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um knapp 515 auf 3,5 Mio.

Im Segment Composites stieg der Umsatz dank eines Wachstums in allen Regionen um 5,4% auf 103,5 Mio. Der EBIT belief sich auf 3,7 Mio nach -12 Mio im Vorjahr.

KONZERNGEWINN NOCH UNBEFRIEDIGEND

Obwohl die Verbesserung wesentlicher Kennzahlen im Geschäftsjahr 2017 für die zunehmende Gesundung des Unternehmens spreche, könne das aktuelle Niveau noch keinesfalls zufrieden stellen, schreibt die Gesellschaft im Aktionärsbrief. Dies gelte insbesondere für das Nettoergebnis, auch wenn Sonderbelastungen im Zusammenhang mit der BHU mit ursächlich gewesen seien.

Das Jahr 2018 werde nach wie vor unter dem Einfluss der Stabilisierung des Unternehmens stehen, heisst es weiter. Folglich werde der Schwerpunkt der Massnahmen zunächst weniger auf der Erschliessung neuer Wachstumsfelder, sondern auf der Stärkung des Kerngeschäfts und der Begrenzung noch verbliebener Verlustquellen liegen.

Gleichzeitig werden das Unternehmen in verschiedenen Bereichen erste Wachstumsimpulse setzen. Hierzu gehören gemäss Mitteilung unter anderem der Ausbau der Marktanteile mit den bestehenden und neuen Produkten, die Ausweitung der globalen Vertriebsaktivitäten für Harze sowie die verstärkte Einbindung externer Experten und Kooperationspartner zum Ausbau des Segments Composites.

sig/tp

Genf (awp) - Die Luxusgüter-Gruppe Richemont plant offenbar den Verkauf ihrer Lederwarenmarke Lancel. Der Interessent ist die Piquadro-Gruppe. Wie das italienische Unternehmen am Dienstag in einer kurzen Medienmitteilung schreibt, habe man mit Richemont Gespräche zu einem möglichen Kauf von Lancel aufgenommen. Bislang seien allerdings keine verbindlichen Vereinbarungen zwischen den beiden Parteien abgeschlossen worden.

Die Due Diligence-Prüfung sei erst vor kurzem gestartet worden, heisst es weiter. Sollten die Ergebnisse der Due Diligence positiv ausfallen und falls sich die beiden Parteien über die Bedingungen des Verkaufs einig werden, dann könne der Verkauf von Lancel möglicherweise noch bis Ende des ersten Halbjahres über die Bühne gehen, so Piquadro.

Die italienische Marke Piquadro wurde im Jahr 1987 gegründet und ist bekannt für Taschen, Reisegepäck und Accessoires. Piquadro wird von CEO und Präsident Marco Palmieri geführt und ist seit 2007 an der Mailänder Börse kotiert. In dem per Ende März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2016/2017 hatte Piquadro einen Umsatz in Höher von 75,91 Mio EUR und einen Gewinn von 3,4 Mio erzielt.

Für die Marke Lancel gibt Richemont keine detaillierten Zahlen bekannt. Lancel zählt wie Alfred Dunhill zum Lederwarengeschäft, welches im Jahr 2016/17 (Ende März) einen Umsatz in Höhe von 779 Mio EUR (+11% in LW) erzielt hatte. Richemont hatte das Geschäft mit Lederwaren restrukturiert. Dabei war noch im Januar an der Genfer Uhrenmesse (SIHH) aus firmennahen Quellen zu erfahren, dass es weder für Lancel noch für Alfred Dunhill Verkaufsabsichten gebe.

mk/tp

Freienbach (awp) - Den Aktionären der Beteiligungsgesellschaft Shape Capital wird am Freitag der verbleibende Erlös aus der Liquidation der Gesellschaft ausgeschüttet. Pro Aktie werden noch 0,60 CHF ausbezahlt, wie es in der Mitteilung vom Dienstag heisst. Die Agio-Ausschüttung erfolgt ohne Abzug der Verrechnungssteuer und ist für natürliche Personen in der Schweiz grundsätzlich steuerfrei.

Mit dieser letzten Ausschüttung wird laut Communiqué die im Herbst 2009 eingeschlagene "Realisationsstrategie" abgeschlossen. Insgesamt wurden dabei 211,60 CHF pro Namenaktie an die Aktionäre zurückbezahlt, wobei der Aktienkurs der an der SIX kotierten Gesellschaft zu seinem Tiefstpunkt im Februar 2009 bei 20,10 CHF notiert hatte. Die Löschung der Firma Shape Capital wurde am 19. Februar 2009 im "Schweizerischen Handelsamstblatt" publiziert.

jr/uh

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Ein Beitrag von awp Finanznachrichten

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