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Geberit 2017 mit starkem Ergebnis trotz Bremser durch Sanitec – mehr Dividende

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Gastautor: Robert Sasse
13.03.2018, 12:53  |  233   |   

Zürich (awp) - Der Sanitärtechnikkonzern Geberit blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Zwar wurde das Ergebnis noch einmal durch die Integration von Sanitec belastet, bereinigt um diese Effekte wurden die Gewinnziffern aber gesteigert und auch der Umsatz legte erneut zu. Entsprechend wird auch die Dividende wie schon in den Vorjahren erhöht. Der Ausblick ist noch unbestimmt, grundsätzlich aber optimistisch.

Der Umsatz legte sowohl effektiv als auch akquisitions- und währungsbereinigt um 3,5% auf 2,91 Mrd CHF zu. Dabei hat sich das Wachstum im vierten Quartal gegenüber dem beiden Vorquartalen wieder etwas beschleunigt, nämlich auf ein organischen Plus von 5,3%.

Die grösste Region Europa setzte bereinigt 2,9% mehr um. Zweistellig wuchsen die Regionen Nahost/Afrika sowie Fernost/Pazifik, die Region Amerika (+3,6%) dagegen wiederum etwas moderater. Von den Produktbereichen vermochten die Sanitärsysteme und die Rohrleitungssysteme zu wachsen, während der mit Sanitec hinzugekaufte Bereich Sanitärkeramik einen leichten Rückgang verzeichnete. Dies ist zu einem guten Teil dem Umstand geschuldet, dass wegen Überkapazitäten im Keramikbereich in Frankreich zwei Werke geschlossen wurden.

GUTES MARKTUMFELD - SANITEC-INTEGRATION PRAKTISCH ABGESCHLOSSEN

Die damit verbundenen Kosten belasteten den operativen Gewinn auf Stufe EBITDA mit 49 Mio CHF und den Reingewinn mit 77 Mio CHF, wie Geberit am Dienstag mitteilte. Das Geschäftsjahr 2017 sei dennoch geprägt gewesen von einem grundsätzlich positiven Marktumfeld sowie vom Erreichen der wichtigsten Meilensteine bei der Integration des Keramikgeschäfts Sanitec, erklärte dazu CEO Christian Buhl an der Bilanzmedienkonferenz. "Insgesamt haben wir ein gutes Resultat erzielt."

Zu dieser positiven Einschätzung passen die um die Sanitec-Akquisition bereinigten Zahlen: Ohne die erwähnten Effekte nahm der adjustierte EBITDA um 3,2% auf 820,7 Mio CHF zu, während die entsprechende Marge bei 28,2% knapp gehalten wurde. Der adjustierte Reingewinn erhöhte sich um 3,5% auf 604,2 Mio. Und so soll die Dividende erneut erhöht werden, und zwar um 40 Rappen auf 10,40 CHF. Die nicht bereinigten, also effektiv ausgewiesenen Ergebnisse nahmen allesamt leicht ab, der Reingewinn erreichte dabei einen Wert von 527,4 Mio.

Die Sanitec-Integration ist nun aber zum grössten Teil abgeschlossen. Finanzchef Roland Iff bezifferte die für 2018 erwarteten Extra-Kosten auf Stufe EBIT auf rund 36 Mio CHF, beim Reingewinn auf rund 30 Mio und bei EBITDA auf null.

Die EBITDA-Marge sei im vergangenen Jahr positiv beeinflusst worden vom höheren Umsatz, vom Produktmix und von Synergien aus der Sanitec Integration, so Geberit. Belastend wirkten sich dagegen vor allem höhere Rohmaterialpreise und gestiegene Personalkosten aus.

WEITERHIN ENGPASS BEI SANITÄR-INSTALLATEUREN

Letztere bezeichnete Buhl auch für 2018 als Herausforderung, insbesondere in Deutschland und Polen. Für Deutschland prognostiziert er allein wegen der Tarifabschlüsse im Baugewerbe ein Plus bei den Personalkosten von rund 3%.

Dennoch zeigte er sich für den wichtigsten Einzelmarkt von Geberit zuversichtlich, zumindest mit Blick auf die Nachfrage. Das Problem mit dem Engpass bei den Kapazitäten mit Sanitär-Installateuren bleibt aber bestehen. Die durchschnittliche Wartezeit, bis ein Sanitärauftrag ausgeführt werden könne, beträgt demnach mittlerweile über 10 Wochen.

Insgesamt erwartet Geberit im Geschäftsjahr 2018 weiteres Wachstum. Dass dieses im Rahmen des ab diesem Jahr geltenden Ziels von organisch 4 bis 6% liegen wird, wollte Buhl nicht bestätigen und verwies auf die Halbjahreszahlen. Der Ausblick auf das Geschäftsjahr sei aber vergleichbar mit demjenigen zu Beginn des letzten Jahres. "Wir sind zuversichtlich", meinte er.

An der Börse finden die Zahlen Gefallen, die Aktie liegt am Mittag mit einem Plus von gut 1% auf 440,60 CHF an der Spitze der SMI-Kurstabelle.

cf/tp

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Ein Beitrag von awp Finanznachrichten

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