DAX+0,85 % EUR/USD0,00 % Gold-0,66 % Öl (Brent)0,00 %

Vorfälligkeitsentschädigung Muss nicht sein

Anzeige
Gastautor: Robert Sasse
13.03.2018, 13:38  |  194   |   

Nehmen wir an, Sie haben vor 8 Jahren ein Darlehen abgeschlossen. Die Laufzeit des Darlehens beträgt allerdings 10 Jahre, doch Sie wollen schon jetzt dieses Darlehen beenden. Das kann daran liegen, dass die Immobilie verkauft oder eine Umschuldung vorgenommen werden soll. An dieser Stelle will die Bank von Ihnen als Kreditnehmer eine Entschädigung dafür fordern, dass Sie den Kredit nicht bis zum Ende haben laufen lassen. Das ist sicherlich keine angenehme Sache für den Kreditnehmer. Allerdings sollten Sie dabei auch die Seite der Bank verstehen.

Bei Kreditgeschäften fungiert die Bank als Geldhändler. Sie kauft das Geld zu einem bestimmten Prozentsatz ein und verleiht es zu einem anderen Prozentsatz an Sie als Kreditnehmer. Wenn Sie nun als Kreditnehmer den Vertrag vorzeitig kündigen, hat das für die Bank 2 negative Eigenschaften:
1) Die Bank verliert für die Restlaufzeit des Kredits die Marge (kalkulierter Ertrag).
2) Sollte sich der Zinssatz gegen die Bank entwickelt haben, muss sie weiterhin den höheren Zinssatz an den Verleiher des Geldes bezahlen.

Bei fallenden Zinsen ein großes Thema

Aus diesen 2 Aspekten wiederum speist sich die Vorfälligkeitsentschädigung der Bank. Gerade in den vergangenen Jahren bei den stark fallenden Zinsen war die Vorfälligkeitsentschädigung ein großes Thema. Die Banken ließen sich die gesunkenen Zinserträge bei einer vorzeitigen Kündigung von den Kreditnehmern ordentlich bezahlen. Im Gegensatz dazu ist bei steigenden Zinsen die Vorfälligkeitsentschädigung deutlich geringer. Hier müssen Sie als Kreditnehmer eigentlich nur mit der Marge rechnen, die die Bank in Rechnung stellen wird.

Steuerlich betrachtet, ist die Vorfälligkeitsentschädigung auch eine Belastung für Sie als Immobilien-Investor. In der Regel sind die Kosten für die Entschädigung nicht als Werbungskosten von der Steuer absetzbar. Insofern fällt diese Zahlung tatsächlich als direkte Belastung für Sie an. Wie Sie gesehen haben, hat die Vorfälligkeitsentschädigung einige Nachteile für Sie zu bieten. Daher wäre es doch am besten, diese Zahlung von vornherein bei einer vorzeitigen Kündigung des Darlehens zu vermeiden. So etwas ist möglich, wenn Sie mit Ihrer Bank direkt sprechen.

MEIN TIPP

Stellen Sie beispielsweise eine neue Finanzierung für ein weiteres Objekt in Aussicht, und versuchen Sie, Ihre Bank davon zu überzeugen, bei dieser neuen Finanzierung etwas höhere Zinsen zu nehmen und dafür auf die Vorfälligkeitsentschädigung zu verzichten. Dann werden Sie in Summe vielleicht sogar etwas mehr Geld bezahlen, allerdings haben Sie dann keine steuerlichen Nachteile im Finanzierungsbereich. Wenn Sie allerdings eine Vorfälligkeitsentschädigungsabrechnung von der Bank erhalten, ist diese extrem kompliziert aufgebaut. Ich habe es immer wieder erlebt und bis zu 15 Seiten starke Dokumente erhalten. Nun ist es für Laien bei der Komplexität des Themas kaum möglich, eine genaue Prüfung vorzunehmen.

Verbraucherzentralen prüfen auch Ihren Kreditvertrag

Was ich Ihnen hier raten kann: Wenden Sie sich an die Verbraucherzentralen. Diese bieten eine Prüfung der Vorfälligkeitsentschädigung an. Das kostet im Regelfall nur wenig Geld. Doch ich kann Ihnen sagen, diese Investition lohnt sich: Bei der Prüfung einer meiner Vorfälligkeitsentschädigungen konnte ich im Endeffekt eine Ersparnis zwischen 5.000 und 7.000 € herausholen. Hier hatte die Bank Gebühren berechnet, die nicht rechtens waren. Denn genau auf die richtige Anwendung der aktuellen Rechtslage achtet die Verbraucherzentrale.

Das wird Ihrem Buchhändler ganz und gar nicht schmecken …

… denn heute können Sie den Bestseller: „Mit 5 Insider-Strategien zum Immobilien-Millionär“ von Immobilien-Guru Thomas Knedel kostenlos anfordern. Während andere ein Heidengeld für dieses Meisterwerk zahlen, können Sie den Report über diesen Link tatsächlich vollkommen gratis anfordern. Jetzt hier klicken und schon bald schnell reich werden.

Ein Beitrag von Heiko Böhmer.



Disclaimer