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Pressemeldung: Jyske Invest: Renditeüberblick Februar 2018
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Pressemeldung Jyske Invest: Renditeüberblick Februar 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
13.03.2018, 00:00  |  376   |   |   

Unruhe an den Finanzmärkten - nach einem rekordverdächtig langen Zeitraum mit Anstiegen

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Unruhe an den Finanzmärkten - nach einem rekordverdächtig langen Zeitraum mit Anstiegen

  • Das verabschiedete Steuerpaket in den USA löste im Januar Reaktionen an den Aktienmärkten aus, woraufhin im Februar Katerstimmung herrschte. Eine Reihe von wirtschaftlichen Indikatoren schürte im Februar das Feuer in Form von Signalen für Wachstum, Inflation und darlehenfinanzierte wirtschaftliche Anreize für eine amerikanische Wirtschaft, die bereits nahe der Kapazitätsgrenze operiert, u. a. im Arbeitsmarkt.
  • Das unabhängige Büro Bipartisan Policy Center schätzt das künftige öffentliche Haushaltsdefizit auf 5,7 % des BNP im Jahr 2019. Dies ist eine Konsequenz von nicht-finanzierten Steuererleichterungen und von der Erwartung eines expansiven Haushaltsplans.
  • Ebenso deuteten die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA darauf, dass die Kombination aus einem hohen Wachstum, finanzpolitischen Lockerungen und dem angestrengten amerikanischen Arbeitsmarkt allmählich einen Effekt auf die Löhne und Preise haben. Die Löhne stiegen im Januar um 2,9 % p. a. Eine Messung zeigte gleichzeitig, dass die Kompensation für Angestellte (Employment Cost Index) im vierten Quartal 2017 insgesamt um 2,7 % stieg.
  • Während die Wellen am höchsten schlugen, konnte eine der besten Bilanzsaisons seit der Finanzkrise die Anleger nicht beruhigen. Sie war jedoch wahrscheinlich einer der Gründe dafür, dass die Anleger die Kursfälle im Februar verhältnismäßig schnell dafür nutzten erneut Aktien zu kaufen.
  • Die Marktturbulenzen waren zu Beginn des Monats am stärksten, als sich die Marktschwankungen bis zum 5. Februar - gemessen am VIX-Index - von 13 auf 37 ungefähr verdreifachten, um sich im Laufe des Monats zu glätten und am 20. Februar zu enden. Dies war eine Konsequenz dessen, dass u. a. der amerikanische Aktienindex S&P500 im Laufe weniger Tage um mehr als 10 % zurückging und den Monat mit einem Fall auf unter 4 % beendete. Gleichzeitig erhöhten sich sowohl die Zinsen als auch die Zinsspreads.

Marktrendite

Die heiß diskutierte potenzielle Marktkorrektur wurde wahr

  • Viele hatten seit langem - aufgrund einer ungewöhnlich langen Periode mit ununterbrochenen Kursanstiegen, steigenden Bewertungen und Risiko für eine Überhitzung der amerikanischen Wirtschaft - "den Teufel an die Wand gemalt". Und dann erschien er im Februar, verschwand aber auch ganz schnell wieder. Anfang Februar stürzten die Märkte plötzlich ab aufgrund der Kombination aus mehreren Signalen insbesondere der US-Wirtschaft, zum Ende des Monats jedoch hatten die Märkte bereits die Hälfte des Verlorenen wettgemacht. Auch wenn die USA der Auslöser war, hatten die Kursfälle ein breites Fundament. Die zinsempfindlichen Sektoren waren am stärksten betroffen, aber auch der Energiesektor hatte es wegen des sinkenden Ölpreises schwer. Steigende US-Zinsen trugen gleichzeitig dazu bei, dass sich der Dollartrend umkehrte, und ein Anstieg von 2 % kompensierte für die dänischen Anleger Teile des Kursfalls.

Steigende Inflation in den USA führte zu zusätzlichen Zinsanstiegen

  • Das steigende Zinsniveau vom Januar setzte sich in der ersten Hälfte des Februars fort. Daraufhin sanken die Zinsen wieder, sodass die 10-jährigen Zinsen den Februar auf einem in etwa unveränderten Niveau beendeten. Das steigende Zinsniveau hängt u. a. damit zusammen, dass die Inflationsentwicklung in den USA zunimmt. Dies trägt dazu bei, dass sich die Erwartung zusätzlicher Zinserhöhungen vonseiten der Fed erhöht. Gleichzeitig ist in Europa die Erwartung einer vollständigen Abwicklung des Ankaufprogramms der EZB im September gestiegen. Das steigende Zinsniveau löste zu Beginn des Monats eine sehr starke Reaktion bei der relativen Bewertung der kündbaren Hypothekenanleihen aus.
  • Das steigende Zinsniveau und Unruhe an den Aktienmärkten machten auch den Rentenmärkten der Emerging Markets stark zu schaffen. Die Emissionen in Kernwährung ergaben somit ein Minus von etwa 2 %. Viel besser verhielt es sich mit den Emissionen in Lokalwährung, die - unterstützt vom steigenden Dollar - eine Rendite von gut 1 % erzielten. Die höchsten Renditen kamen vom südafrikanischen Markt, der es nach einem Führungswechsel im ANC auf eine Rendite von fast 7 % brachte.
  • Unternehmensanleihen schnitten besser ab als sowohl die traditionellen Anleihen als auch die Anleihen der Emerging Markets. Die Marktrendite für Anleihen mit sowohl hohem als auch niedrigem Rating lagen um die -0,6 %. Die nicht-finanziellen Emissionen schnitten dank der anhaltenden Ankäufe durch die EZB besser ab als die Banken.

 

Wichtige Information

Frühere Gewinne und die frühere Kursentwicklung sind nicht als zuverlässiger Indikator für künftige Gewinne und die künftige Kursentwicklung zu verstehen. Der Gewinn und/oder die Kursentwicklung können negativ sein. Keine der hier enthaltenen Informationen ist als Anlageberatung zu verstehen, vor einem Kauf oder Verkauf sollten Sie sich immer an Ihren Investment- und Steuerberater wenden.

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