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Hoch hinaus Wohn-Türme: Ein Trend, von dem Anleger profitieren können

14.03.2018, 13:08  |  1790   |   |   

Bis 2022 sollen in 97 Hochhäusern etwa 18.400 Wohnungen in Deutschland entstehen. Das prognostiziert eine Studie vom Analysehaus BulwienGesa. Für Anleger wird dadurch ein Anlageprodukt geschaffen, das äußerst attraktiv ist. Denn potenzielle Mieter sind für ein paar Annehmlichkeiten bereit, hohe Mieten zu zahlen.

Mit Concierge-Service, großzügigen Dachterrassen und eigenen Fitness-Centern werden aus normalen Eigentumswohnungen exklusive Serviced-Apartments. Ein prominentes Beispiel für diesen Trend zu Wohn-Türmen ist der Frankfurter Grand Tower mit 401 Einheiten (siehe Bild). Mit 172 Metern wird er Deutschlands höchster Wohn-Turm. Neben einem Concierge, der zum Beispiel Pakete annehmen wird, gibt es eine Sunset-Terrasse im 43. Stockwerk mit sensationellem Ausblick über die Mainmetropole. Etwas Außergewöhnliches ist auch die Terrasse mit 1.000 m² zur gemeinsamen Nutzung.

Concierge ist kein Luxus, sondern Standard                                                        

Was auf den ersten Blick nach Luxus aussieht, ist für die internationale Kundschaft Standard. Im Haus einen ständigen Ansprechpartner für jegliche Wünsche rund ums Wohnen zu haben, sei in anderen Ländern ganz normal, erklärt Thomas Zabel, Head of Residential Development Germany bei JLL. Sicherlich auch ein Grund, warum mehr als die Hälfte der Käufer von Wohnungen im Grand Tower aus dem Ausland kommen.

20 Euro pro Quadratmeter realistisch

Kapitalanleger können mit diesen Wohnungen eine attraktive Miete erwirtschaften. Schließlich sprechen sie eine kaufkräftige Zielgruppe an und das Angebot an Wohnungen mit einzigartigem Ausblick und Concierge-Service ist rar. Entsprechend hoch sind dann auch die Mieten, die aufgerufen werden können. 20 Euro pro Quadratmeter sind daher mehr als realistisch.

Dass Serviced-Apartments als Kapitalanlage sehr attraktiv sind, zeigt auch das Engagement von institutionellen Investoren in diesem Bereich. Ende 2017 hat der Investmentmanager Corestate fünf Projektentwicklungen mit insgesamt über 1.700 Einheiten in Deutschland für 670 Millionen Euro erworben. Die fünf Objekte wurden im Wege eines Forward Deals für den Immobilien-Umbrella-Fonds erworben, der für die Bayerische Versorgungskammer aufgelegt wurde.

Verkäufer und Projektentwickler ist die CG-Gruppe, die in den fünf Projekten ihr sogenanntes Vertical-Village-Konzept (VauVau) verfolgt. Dabei werden ehemalige Bürohäuser in Dresden, Düsseldorf, Frankfurt/Offenbach, Köln und Leipzig in Service-Apartments mit einer Größe von 45 bis 65 Quadratmeter umgewandelt.

Alles unter einem Dach

Das Vertical Village bietet den Bewohnern in einem Gebäude fast alles, was sie brauchen: einen Platz zum Schlafen, einen Platz zum Arbeiten über Co-Working-Spaces, einen Platz zum Feiern auf einer Gemeinschaftsfläche und viele Services mehr. In der Regel gibt es auch ein Fitness Center im Haus und einen kleinen Laden für Dinge des täglichen Bedarfs.

Die CG Gruppe greift mit ihrem Konzept „Vertical Village“ einen Trend auf, der immer mehr im Kommen ist: Die Menschen wollen Dinge nicht mehr besitzen, sondern an ihnen teilhaben. Das Stichwort ist Sharing Economy. Den Weg bereitet haben Car-Sharing-Anbieter wie Drive Now oder Car2Go. Genauso wie Car-Sharing-Kunden flexibel ein Auto nutzen können, ohne es zu besitzen, haben die Bewohner in einem Vertical-Village-Turm die Option, Möbel und Hightech nach Bedarf zu nutzen. Außerdem können sie Services oder Flächen wie Dining Rooms oder Gäste-Apartments nach Bedarf buchen.

Worauf Kapitalanleger achten sollten

Eine gute Rendite kann nur bei überdurchschnittlich hohen Mieten erzielt werden. Aufgrund der zahlreichen Services lassen sich diese Mieten durchaus rechtfertigen. Kapitalanleger sollten allerdings die Mietpreisbremse in Deutschland im Hinterkopf behalten. Bei Neubau-Immobilien wie dem Grand Tower ist die Mietpreisbremse kein Problem. Denn für Immobilien, die ab dem 1. Oktober 2014 vermietet werden, gilt die Mietpreisbremse nicht. Somit können bei Neubauten die Mieten so hoch angesetzt werden, wie es der Markt hergibt. Bei Bestandsobjekten darf die Miete nur 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Abgesehen von der Mietpreisbremse geht das Konzept nur auf, wenn es der richtige Standort ist. Die passende Zielgruppe für solche Serviced-Apartments findet sich eigentlich nur in den Metropolregionen.

 

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Kommentare

Asylanten erhalten mit ihren Familien Einfamilienhäuser in sehr guten begehrten Neubaugebieten für circa 600.000 Euro von der Stadt Frankfurt und die Einheimischen sollen froh sein in ein überteures Hochhaus zu ziehen. Da schließe ich mich dem Vorschreiben seiner Meinung an. Verrückte Welt!
Leider ist das alle nicht so ganz richtig. Früher oder später kann in so einem Wohnsilo die Klientel "kippen". Wenn der erste WEG Teilhaber an Hartz4 vermietet ist es schnell vorbei mit 20 Euo pro m2....
Das wird dann Kölnberg 2.0 und sowas gibt es überall in Deutschalnd.
https://g.co/kgs/NtRLhQ

Kölnberg kann man heute für 200 Euro pro m2 kaufen. Tolle Aussichten inkl.

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