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Laschet Diesel-Krise lässt sich ohne Fahrverbote lösen

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
21.03.2018, 05:00  |  1069   |   |   
Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält die Diesel-Krise auch ohne Fahrverbote für in wenigen Jahren lösbar. "In zwei, drei Jahren werden wir über das Thema Stickoxide nicht mehr so diskutieren, weil dann die Grenzwerte mit großer Wahrscheinlichkeit eingehalten werden. Deshalb sollten wir die Debatte über Fahrverbote schnell beenden", sagte Laschet dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochsausgaben).

Seiner Auffassung nach hat das Bundesverwaltungsgericht mit seinem Urteil klargestellt, dass es im deutschen Recht keine Grundlage für Fahrverbote gebe. "Nach europäischem Recht sind Fahrverbote nur die Ultima Ratio – und auch nur, wenn es verhältnismäßig ist", meint der CDU-Politiker. "Angesichts der umfassenden Maßnahmen zur Verbesserung der Luftreinheit, angesichts der externen Faktoren etwa durch die Industrie oder die Rheinschifffahrt und angesichts der ohnehin sinkenden Werte halte ich Fahrverbote jedenfalls in den beklagten nordrhein-westfälischen Kommunen nach derzeitiger Lage für unverhältnismäßig und damit für rechtswidrig." Laschet will am Mittwoch die Fraktionen im nordrhein-westfälischen Landtag über seine Schlussfolgerungen aus dem jüngsten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts unterrichten. Die Debatte über Fahrverbote führe dazu, "dass die Menschen das Vertrauen in den Diesel verlieren und sich immer häufiger für einen Benziner entscheiden – mit dem Ergebnis, dass nun wieder die CO2-Werte steigen", sagte Laschet. Dabei sei der moderne 6d-Diesel im Augenblick die ökologisch beste Lösung. "Da bei Hardware-Nachrüstungen die gewünschten Effekte leider nicht kurzfristig eintreten, brauchen wir bei den laufenden Software-Umstellungen mehr Tempo", so der NRW-Regierungschef. "Bisher sind 2,6 Millionen Fahrzeuge umgerüstet, vor allem von Volkswagen." Die anderen Hersteller müssten jetzt unbedingt nachziehen. Das Hauptproblem liege bei Dieselfahrzeugen, die zehn, 15 Jahre alt sind. "Die müssen wir von der Straße bekommen", sagte der CDU-Politiker.

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Vor allem sollte man auch die Ergebnisse der Messungen über z.B. einen Zeitraum von 30Tagen mitteln und so eine nicht so hysterische Aktivität entwickeln (sofortiges Fahrverbot usw.), wenn die Werte mal an einem Tag oder bei bestimmten Wetterlagen mal höher sind. Sog. "smoothing" ist angesagt.
Die "Dieselfahrzeugen, die zehn, 15 Jahre alt sind" verschwinden in den nächsten fünf bis zehn Jahren von ganz alleine von den Strassen und stellen wahrscheinlich schon heute eine Minorität dar. Dieser Status erlangt für gewöhnlich ja höchste Reputation in der Bundesrepublik.

Darüber hinaus gilt:

In diesem Bericht steht auf Seite 492 der eindeutige Satz: „In Deutschland gibt es keine toxikologisch bedenklichen NO-2-Werte in öffentlich zugänglichen Bereichen.“

Siehe hier:

Zitat:

Wo ist der Beweis für die tödliche Wirkung der Diesel-Abgase? Es scheint sie nicht zu geben. Es geht nur noch um Glauben, nicht um Wahrheit. Ähnlich wie im Mittelalter. Der Diesel ist die neue Hexe und kommt auf den Scheiterhaufen, meint Gunnar Schupelius Der Bundestag setzte einen Untersuchungsausschuss zum Thema Diesel ein. Dieser Ausschuss beschloss seine Untersuchungsarbeit am 30. Juni 2017 mit einem Bericht. In diesem Bericht steht auf Seite 492 der eindeutige Satz: „In Deutschland gibt es keine toxikologisch bedenklichen NO-2-Werte in öffentlich zugänglichen Bereichen.“ In dem Bericht wird auch die Lage in Berlin erwähnt. Demnach sind hier nur 0,02 Prozent der Bevölkerung langfristig einer Belastung über den Grenzwerten für Stickstoffdioxid ausgesetzt. Und sogar diese Belastung wird noch als „gesundheitlich unbedenklich“ eingestuft.

https://www.bz-berlin.de/berlin/wo-ist-der-beweis-fuer-die-toedliche-wirkung-der-diesel-abgase

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