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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
26.03.2018, 16:08  |  363   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Einbruch oder Stabilisierung?

Anleger bleiben in Deckung

- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion -

Auch zum Start in die verkürzte Karwoche scheinen viele Anleger am deutschen Aktienmarkt, zunächst in Deckung zu bleiben. Zumindest haben sich die Verluste aus der Vorwoche bisher nicht ausgeweitet.

Der DAX notiert bei 11.930 Punkten mit 0,4 Prozent leicht im Plus.

Auch in Asien drehten die Kurse nach den jüngsten Verlusten teilweise wieder nach oben. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China schwebt jedoch weiter über den Märkten wie ein Damoklesschwert. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex aus Furcht vor den Folgen einer weltweiten Auseinandersetzung die Talfahrt beschleunigt und war zeitweise auf den tiefsten Stand seit Februar 2017 gefallen. In der vergangenen Woche betrug der Verlust mehr als vier Prozent.

Einige Experten hoffen nun auf eine Stabilisierung der Märkte in den kommenden Tagen. Denn US-Präsident Donald Trump habe sich zuletzt zum Handelsstreit nicht mehr geäußert. Dies könnte ein Signal sein, dass nach einer Verhandlungsposition gesucht werde. Sollte hinter verschlossenen Türen eine Lösung gefunden werden, könnten sich die Handelssorgen auch schnell wieder in Luft auflösen, wird auf dem Börsenparkett geflüstert.

Frankreichs Wirtschaftswachstum stärker als erwartet

Das französische Wirtschaftswachstum hat sich zum Jahresende 2017 stärker beschleunigt als erwartet. Im vierten Quartal habe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsvergleich um 0,7 Prozent zugelegt, teilte das nationale Statistikamt Insee am Montag in einer dritten Schätzung mit. In einer vorherigen Schätzung war noch ein Wachstum von 0,6 Prozent ermittelt worden. Im Vorquartal hatte das Wachstum bei 0,5 Prozent gelegen.

Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die französische Wirtschaft in den Monaten Oktober bis Dezember wie zunächst ermittelt um 2,5 Prozent. Im dritten Quartal war die französische Wirtschaft noch um 2,3 Prozent zum Vorjahresquartal gewachsen.

Frankreich erfüllt erstmals seit 2007 europäisches Defizit-Kriterium

Frankreich hat im vergangenen Jahr erstmals seit 2007 die europäische Defizit-Regel eingehalten. Das Staatsdefizit betrug 2,6 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes, wie die Statistikbehörde Insee am Montag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Frankreich profitierte dabei vor allem von höheren Steuereinnahmen, die stärker stiegen als die Ausgaben. 2016 war Frankreich noch 3,4 Prozent im Minus.

Die Länder der Eurozone dürfen in ihren Staatsfinanzen im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt nicht mehr als drei Prozent Neuverschuldung ausweisen.

Frankreichs im vergangenen Mai gewählter Präsident Emmanuel Macron hatte die Einhaltung der Regel zu einer Priorität gemacht. Er will damit Glaubwürdigkeit in Brüssel und Paris zurückgewinnen, wo er um Unterstützung für seine Pläne zur EU-Reform wirbt. Die EU-Partner hatten Frankreich schon zweimal mehr Zeit gegeben, um seine Finanzen in Ordnung zu bringen.

Der Schuldenstand des Landes ist allerdings weiterhin hoch: Er kletterte von 96,6 Prozent auf 97,0 Prozent der Wirtschaftskraft.

Uber überlässt Geschäft in Südostasien einem Rivalen

Der Fahrdienst-Vermittler Uber überlässt sein Geschäft in dem riesigen südostasiatischen Markt dem dortigen Konkurrenten Grab. Die beiden bisherigen Rivalen vereinbarten die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens, an dem Uber lediglich einen Anteil von 27,5 Prozent halten wird. Die Mehrheit gehört dann zu Grab.

Über einen solchen Zusammenschluss war bereits seit einiger Zeit spekuliert worden. Am Wochenende gab es dann bereits Berichte, dass der Deal perfekt sei. Das Geschäft soll neben den Fahrdiensten, die auch in dieser Region zunehmend den klassischen Taxis Konkurrenz machen, den Essens-Lieferservice Uber Eats umfassen.

Bislang hatten sich beide Firmen in Märkten wie Thailand, Singapur, Indonesien, Kambodscha, Malaysia, Myanmar, den Philippinen und Vietnam einen heftigen Kampf geliefert. In der Region mit mehr als 330 Millionen Internet-Nutzen geht es in den nächsten Jahren um Milliarden-Umsätze.

Das US-Start-up Uber ist bekannt für seine aggressive globale Expansion. Die Amerikaner hatten nach hohen Verlusten in China sowie in Russland aber bereits auf ähnliche Weise den Schulterschluss mit lokalen Wettbewerbern gesucht.

Uber und Grab haben beide Technologiekonzern Softbank als Aktionär. Die Japaner drängen offenbar auf eine Konsolidierung, um das Geschäft profitabler zu machen.

Grab-Chef Anthony Tan sagte: “Die heutige Übernahme ist der Beginn einer neuen Ära.” Grab ist in der Region bislang in 142 Städten in sieben verschiedenen Ländern aktiv, vor allem in Metropolen wie Bangkok, Singapur, Jakarta oder Kuala Lumpur. Pro Tag werden damit inzwischen mehr als 3,5 Millionen Fahrten gebucht. Uber bot seine Dienste nach eigenen Angaben bislang in der Region in insgesamt 190 Städten an.

Börse Stuttgart TV

Volkswagen hat mal wieder Besuch von der Staatsanwaltschaft bekommen. Wie bekannt wurde, hat die Behörde in Braunschweig ihre Ermittlungen gegen Volkswagen ausgeweitet und damit begonnen, Büroräume in der VW-Konzernzentrale zu durchsuchen. Diesmal geht es offenbar um den Verdacht der Marktmanipulation. Wie Anleger auf die neuen Meldungen reagieren, weiß Aktienhändler Jürgen Dietrich.

Video unter folgendem Link anschauen: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/boerse-stuttgart-tv/?video=15005

Euwax Sentiment Index

Der Euwax-Sentiment-Index lag am frühen Nachmittag im negativen Bereich. In dieser Phase setzte also die Mehrheit der kurzfristig orientierten Derivateanleger mit Knock-out-Calls und Call-Optionsscheinen auf fallende Kurse des DAX.

Trends im Handel

An der Euwax sind heute vor allem auch Knock-out-Calls auf das Britische Pfund zum US-Dollar gesucht.

Außerdem setzen Anleger mit Knock-out-Puts auf steigende Kurse des Euro zum US-Dollar.

Darüber hinaus kauft eine Reihe von Investoren Knock-out-Calls auf RIB Software.

Viele Marktteilnehmer legten sich zudem Call-Optionsscheine auf NVIDIA, Salesforce und Mastercard in ihre Depots.

Disclaimer:
Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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