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Volkswagen, Mercedes, BMW: Diesel mit Kredit-Widerruf loswerden

Gastautor: Roland Klaus
01.04.2018, 09:08  |  1088   |   |   

Sind Sie betroffen vom Abgas-Skandal? Fürchten Sie Wertverlust und Fahrverbot? So einfach wie in den USA, wo VW Diesel-Fahrzeuge einfach zurücknimmt und in der Wüste abstellt, werden Sie ein Auto in Deutschland nicht los. Doch es gibt Möglichkeiten, sein Recht durchzusetzen.

Leider muss man es so deutlich sagen: Ohne Anwalt und ohne eine Rechtstreit geht nichts. Das fällt vielen nicht leicht. Zum einen sind da die Kosten. Zum anderen sind viele Verbraucher eher harmoniebedürftig und scheuen aus diesem Grund einen Rechtsstreit. Doch die Erfahrungen der Interessengemeinschaft Widerruf zeigen ganz klar: Wenn es im Diesel-Skandal um Schadensersatz oder Gewährleistungsansprüche geht, dann müssen Sie klare Kante zeigen! Ansonsten schauen Sie in die Röhre.

Denn anders als in den USA wird es hierzulande keine pauschale Entschädigung und Rückgabe-Regelung für Käufer von manipulierten Diesel-Fahrzeugen geben. Wer sein Recht haben, muss dafür kämpfen!

Politik und Hersteller versuchen offenbar, mit diversen die Dieselgipfeln, Software- und Hardware-Updates oder anderen untauglichen Nachbesserungen die Sache so weit in die Länge zu ziehen, bis es für ein gerichtliches Vorgehen spät ist.

Grundsätzlich haben Verbraucher drei Möglichkeiten, die Rückgabe ihres Fahrzeugs und ggf. Entschädigungszahlungen durchzusetzen:

 

Insbesondere bei Fahrzeugen, die nicht über Kredit oder Leasing gekauft wurden (bei denen also ein Kredit-Widerruf nicht in Frage kommt) scheinen uns die Gewährleistungsansprüche die größten Chancen für Verbraucher zu bieten. Bei finanzierten Autos dagegen dürfte der Kredit-Widerruf gute Aussichten haben. Diverse positive Urteil zeigen, dass eine Rückabwicklung realistisch ist. Zahlreiche Medien, wie FOCUS, BILD und WELT haben bereits über die Analysen der Interessengemeinschaft Widerruf in diesem Zusammenhang berichtet.

In den meisten Fällen übernimmt eine Rechtsschutzversicherung diese Kosten. Zumindest wenn es um den Kredit-Widerruf geht, kann diese Rechtsschutzversicherung sogar noch abgeschlossen werden, bevor der Widerruf erklärt wird.

Betroffene Verbraucher sollten daher rechtzeitig eine kostenlose und unverbindliche Prüfung ihrer Aussichten bei der Interessengemeinschaft Widerruf vornehmen lassen. Erfahrene Anwälte prüfen dabei, welche der genannten Möglichkeiten im konkreten Fall infrage kommen. Sie erhalten eine individuelle Einschätzung ihrer Aussichten sowie eine Aussage darüber, mit welchen Kosten einen Rechtsstreit verbunden wäre.

 

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