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„Die Digitalisierung hat gerade erst begonnen“

04.04.2018, 12:32  |  759   |   |   

Uwe Diehl, Head of Client Group Germany & Austria bei AXA Investment Managers, spricht im Interview über die Strategie seines Unternehmens, den Charme von Themeninvestments und das Angebot seines Hauses im Bereich Multi-Asset.

FundResearch: Herr Diehl, wie groß ist die AXA IM inzwischen in Deutschland?

Uwe Diehl: Insgesamt arbeiten 150 Beschäftigte für AXA Investment Managers in Deutschland. Vom Standort Frankfurt aus betreuen wir Assetklassen übergreifend vor allem Wholesale-Kunden und institutionelle Investoren und  Family Offices, aber auch unabhängige Berater, Banken, Sparkassen und  Genossen- schaftsbanken. Unser Kölner Standort bildet das Zentrum für Real Assets, also vor allem  unser Immobiliengeschäft.

FundResearch: Was sind dabei Ihre wichtigsten Ansätze?

Diehl: Als global tätiger Multi-Asset-Investor decken wir eine Vielzahl von Anlageklassen und Strategien ab. Dennoch gibt es natürlich bestimmte Schwerpunkte, die wir als besondere Stärken nennen können. Dazu gehören etwa unsere thematischen Investmentstrategien im Aktienbereich, mit denen Anleger gezielt auf zukunftsträchtige Sektoren der Wirtschaft setzen können. Ein  bekanntes Beispiel dafür ist der AXA WF Framlington Robotech Fonds, der sich seit seiner  Lancierung im Dezember 2016 sehr  erfolgreich am Markt etabliert hat. Eine große Stärke von AXA IM sind zudem Fixed-Income-Investments. Hier haben wir in den vergangenen Jahren vor allem spezialisierte Ansätze wie High-Yield-Fonds oder Short-Duration-Strategien ausgebaut. Schließlich kombinieren wir unsere Ressourcen, robuste Investmentprozesse und unser konsequentes Risikomanagement in unseren Multi-Asset-Strategien. Speziell für institutionelle Investoren ist unsere Ex- pertise in alternativen Fixed-Income-Instrumenten und  Structured Finance interessant – Corporate Loans, Insurance Linked Securities oder CLOs können helfen, Portfolios zu diversifizieren und bieten zugleich auch im Niedrigzinsumfeld auskömmliche Renditen.

FundResearch: Welche Pläne hat das Unternehmen in den  kommenden Jahren?

Diehl: Wir werden unsere Strategie konsequent weiterentwickeln und uns dabei wie bisher an den Bedürfnissen unserer Kunden orientieren. In den vergangenen Jahren hat sich dabei insbesondere herauskristallisiert, dass sozial verantwortliches Investieren den Weg aus seiner Nische gefunden hat  und für mehr Anleger selbstverständlich wird. Wir tragen dem Rechnung, indem wir die SRI-Kriterien konsequent in möglichst viele Investmentprozesse und -strategien integrieren. Und durch Auflegung spezialisierter Strategien, die  etwa dar- auf abzielen, durch Investments tatsächlich einen Unterschied zu machen. Ein Beispiel für eine solche Strategie ist der AXA World Funds Planet Bonds, der in grüne Anleihen investiert.

FundResearch: Bei den Multi-Asset-Produkten werden oft andere Player in Deutschland genannt. Was bietet AXA IM als Vollsortimenter hier?

Diehl: Eine ganze Menge. Allein in unserem Bereich Multi Asset Client Solutions haben wir zum 30. September mehr als 200 Milliarden Euro an Assets verwaltet. Wir nutzen hier die ganze Größe und Koeffizienten von AXA IM, bieten sowohl maßgeschneiderte Mandate für Institutionelle als auch Publikumsfonds an. Unsere Multi-Asset-Strategien sind dabei konsequent ergebnisorientiert– egal, ob ein Investor vor allem  auf Kapitalerhalt, auf ein hohes laufendes Einkommen oder auf möglichst starkes Kapitalwachstum setzt. 

FundResearch: Ist der  AXA-Bereich Multi-Asset international etwas Besonderes? 

Diehl: Was uns besonders macht, ist ganz sicher unsere riesige Erfahrung im Management von Assets für Versicherer und andere sehr risikobewusste institutionelle Investoren. Sie führt dazu, dass wir einerseits ein konsequentes Risikomanagement tief in unserer DNA verankert haben – und  andererseits auch komplexe Themen wie etwa Liability Driven Investments oder Inflationsstrategien im Rahmen von Multi-Asset-Ansätzen sehr gut abdecken können.

FundResearch: Kann der AXA WF Global Optimal Income ein Flaggschiff Ihres Hauses werden?

Diehl: In meinen Augen ist er es bereits, auch ohne einen zweistelligen Milliardenbetrag an Assets under Management. Dafür spricht die starke Performance des Fonds in den vergangenen Jahren: Morningstar etwa vergibt fünf Sterne an den AXA WF Global Optimal Income und weist eine annualisierte Performance von 12,97 Prozent auf Sicht von drei Jahren aus. Hinzu kommt, dass diese Performance auf einem sehr strukturierten Investmentprozess mit gleichwohl genügend großen Freiheiten für unser erfahrenes Investmentteam um Serge Pizem beruht. Und schließlich hat der Fonds mit Assets under Management im mittleren dreistelligen Millionenbereich aktuell auch eine geradezu ideale Größe, damit auch große Anleger ohne Bedenken investieren können und zugleich das Fondsmanagement vollständig flexibel am Markt agieren kann.

FundResearch: Lassen Sie uns über Robotics reden – was versteht AXA IM darunter? 

Diehl: Nun, im Rahmen unserer Framlington-Robotech-Strategie investieren wir unter diesem Oberbegriff in Unternehmen, die Roboter entwickeln oder produzieren und etwa Robotik- und Au- tomatisierungslösungen für Kunden aus Sektoren wie Industrie, Technologie, Fertigung, Gesundheit und  Transport anbieten. Darüber hinaus zählen aber auch Anbieter von Technologien, die diese Automatisierung erst ermöglicht, zur Robotikwirtschaft. Der Begriff ist für uns also etwas weiter gefasst.

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