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Deutsche Autobauer von Handelsstreit zwischen USA und China betroffen?

05.04.2018, 08:28  |  2972   |   |   

Chinas Drohung, mit zusätzlichen Zöllen i. H. v. 25 Prozent gegen die US-Zölle vorzugehen, hätte laut Analysten von Evercore ISI größere Auswirkungen auf die deutsche Daimler AG und BMW AG als auf die Automobilhersteller in Detroit, so schreibt es Bloomberg.

"Dies ist im Wesentlichen eine Steuer auf Autos von Herstellern aus Süddeutschland, insbesondere BMW und Mercedes SUVs, die in den USA gebaut und nach China exportiert werden", sagte Arndt Ellinghorst, Analyst bei Evercore ISI.

Auch Tesla könnte von den zusätzlichen Steuern hart getroffen werden, wohingegen andere US-Autohersteller ihre Produktionsstätten bereits nach China verlagerten und nur wenige Fahrzeuge in den größten Wachstumsmarkt exportieren müssen. 

Auch Volkswagen stellt die meisten ihrer in China verkauften Fahrzeuge vor Ort her. BMW, das ein Werk in Spartanburg, South Carolina, hat und Daimler exportieren etwas mehr als 100.000 Fahrzeuge aus den USA nach China - laut den Schätzungen von Evercore im Wert von fast sieben Milliarden Dollar.

"Dies ist ein Paradebeispiel für die unbeabsichtigten Folgen eines Handelskrieges", schrieb Ellinghorst. "Der Welthandel, besonders in der Automobilindustrie, ist ein über Jahrzehnte gewachsenes System und abrupte Verzerrungen können erhebliche negative Auswirkungen haben."

Quelle:

Bloomberg

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