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Anlegerverlag Deutsche Bank: „Trainerwechsel“ – was ändert das?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
09.04.2018, 09:38  |  503   |   |   

Der Alte geht, der Neue kommt … das sind immer Maßnahmen, die derart viel bewegen können, dass Anleger neue Hoffnung schöpfen. Wenngleich man sich sehr an einen wankenden Fußballclub erinnert fühlt, der sich nicht anders zu helfen weiß, als regelmäßig den Trainer auszutauschen. Dort ebenso wie bei der Deutschen Bank (ISIN: DE0005140008) reduziert sich das Problem aber nie nur auf den „Kopf“ und ist vergleichbar: Das jahrelange Hin und Her hat einen Zustand hervorgerufen, in dem die Restrukturierung die klare Struktur verloren hat, indem die linke bisweilen weder weiß, was die rechte tut noch mit ihr „kann“ und so mehr reagiert als agiert wird. Dass Sewing in diesem Umfeld erreichen wird, was weder Cryan noch dem Duo Fitschen/Jain gelang, kann man hoffen, aber nicht voraussetzen. So gesehen wird sich erst erweisen müssen, ob die Hoffnung der Investoren, die sich im Kurssprung des Montagmorgens manifestiert, von Dauer sein wird. Einen Vorteil haben die „Hoffenden“:

Niemand kann erwarten, dass der neue Chef binnen Wochen zählbare Ergebnisse liefert. So etwas zieht sich, nur vielleicht könnte da in der Bilanz des gerade erst angelaufenen zweiten Quartals im Juli schon etwas erkennbar sein, tendenziell wird es aber länger dauern. Bis dahin würden Hoffnungen zumindest nicht enttäuscht – und damit wäre die Chance, dass die gebeutelte Aktie sich über eine erste Reaktion hinaus weiter erholt, entscheidende Charthürden nimmt, um aus dem mittelfristigen Abwärtstrend herauszukommen, immerhin da. Welche Marken wären da entscheidend?

Sie sehen im Chart, dass die Deutsche Bank-Aktie kurz nach Handelsbeginn bereits Boden verliert, vom Hoch zum Handelsstart etwas zurückkommt. Entscheidend sind aber ohnehin Linien über dem bisherigen Tageshoch: die 20-Tage-Linie bei 11,97 Euro, das Februar-Tief bei 12,63 Euro, die Februar-Abwärtstrendlinie um 12,70 Euro. Und selbst wenn diese Widerstände überboten sind, wäre die Aktie nur nicht mehr unmittelbar bearish und in einem neutralen Terrain angelangt. Für ein mittelfristig bullishes Signal müsste sie über die 200-Tage-Linie hinaus. Und die wartet erst bei 14,56 Euro. Das ist noch ein sehr weiter Weg – bis dahin bleibt jeder Anstieg einer auf Probe und Long-Trades sehr spekulativ.

 

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