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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Drohender US-Militärschlag in Syrien belastet
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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss Drohender US-Militärschlag in Syrien belastet

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
11.04.2018, 18:54  |  544   |   |   

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben zur Wochenmitte unter dem sich zuspitzenden Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Russland gelitten. Investoren nahmen angesichts eines immer wahrscheinlicher werdenden Militärschlags der USA in Syrien Abstand von risikoreichen Engagements in Aktien. Der EuroStoxx 50 verlor am Mittwoch 0,55 Prozent auf 3419,71 Punkte. Nach dem mutmaßlichen Giftgaseinangriff in Syrien drohte US-Präsident Donald Trump Russland mit einem Raketenangriff in dem Bürgerkriegsland.

"Die zunehmenden Spannungen rücken die beiden Länder näher an eine militärische Auseinandersetzung", sagte Jasper Lawler von London Capital. Investoren hätten daher Zuflucht in US-Staatsanleihen gesucht. Die USA und Russland stünden sich im Syrien-Konflikt als Gegner gegenüber, die damit verbundenen Risiken würden aus Sicht der Finanzmärkte nun immer manifester, sagte der Analyst.

Für den französischen CAC-40 ging es um 0,56 Prozent auf 5277,94 Punkte nach unten. Der britische FTSE 100 verlor 0,13 Prozent auf 7257,14 Zähler.

Aus Branchensicht zählten europaweit Aktien aus der Handelsbranche mit einem Plus von 0,98 Prozent zu den Favoriten. Hier stützten hohe Kursgewinne der britischen Tesco nach guten Geschäftszahlen. Am Ende des Branchentableaus fanden sich Finanzdienstleister mit einem Abschlag von 1,21 Prozent.

Die Supermarktkette Tesco hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Gewinn deutlich gesteigert. Zwar hatte der Verfall des Pfunds durch die andauernden Brexit-Sorgen die Einfuhr von Gütern verteuert, was einigen Händlern bereits zum Verhängnis geworden ist. Tesco hatte mit Kosteneinsparungen und Preiserhöhungen aber gegensteuern können. Die Anteilscheine kletterten an der Spitze des FTSE 100 um mehr als 7 Prozent nach oben.

In Zürich sackten Sulzer-Aktien um 8,54 Prozent ab, nachdem sie schon am Montag um 16 Prozent eingebrochen waren. Ein Sprecher des Industriekonzerns bestätigte am Mittwoch Medienberichte, denen zufolge Konten des Unternehmens in den USA wegen der Sanktionen gegen den Großaktionär Viktor Vekselberg derzeit teilweise eingefroren sind.

Airbus rutschten als schwächster Wert im EuroStoxx 50 um gut 3 Prozent ab. Der Flugzeugbauer steckt mit seinem Mittelstreckenjet A320neo unverändert in der Zwickmühle zwischen hoher Nachfrage und anhaltender Triebwerksprobleme.

Erneut auf der Gewinnerseite standen die Papiere der Luxuskonzerne LVMH und Kering , sie stiegen um weitere 1,13 beziehungsweise 1,44 Prozent. Am Vortag hatten sie nach überraschend guten Umsatzzahlen von LVMH bereits kräftig zugelegt.

In Helsinki legten die Papiere von Nokia leicht zu. Der Netzwerkausrüster habe in den vergangenen fünf Jahren das Geschäftsprofil erfolgreich geändert und sich damit neu erfunden, schrieb Analyst Josep Bori von der Privatbank Berenberg./bek/he

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