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Aktien New York: Trumps Drohungen lassen Anleger vorsichtig werden
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Aktien New York Trumps Drohungen lassen Anleger vorsichtig werden

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
11.04.2018, 20:24  |  918   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Anleger am US-Aktienmarkt haben wegen eines drohenden Militärschlags der USA in Syrien am Mittwoch wieder Vorsicht walten lassen. Der am Vortag noch stark gestiegene Dow Jones Industrial verlor 0,76 Prozent auf 24 223,05 Punkte und gab somit einen Teil der Gewinne vom Vortag wieder ab.

US-Präsident Donald Trump hat offen einen Raketenangriff auf Syrien angekündigt. "Russland hat geschworen, alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden. Mach' Dich bereit, Russland, denn sie werden kommen (...)", schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. Die USA wollen damit auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Syrien reagieren, für den sie die Regierung von Präsident Baschar al-Assad verantwortlich machen.

Die Äußerung Trumps wurde allgemein als Provokation Moskaus aufgefasst. Damit ist eine militärische Konfrontation der Großmächte einen Schritt näher gerückt.

Für den breiter gefassten S&P 500 ging es um 0,36 Prozent auf 2646,48 Punkte abwärts. Der Nasdaq 100 gab um 0,19 Prozent auf 6603,58 Punkte nach.

"Die zunehmenden Spannungen rücken die beiden Länder näher an eine militärische Auseinandersetzung", sagte Jasper Lawler von London Capital. Investoren hätten daher Zuflucht in US-Staatsanleihen gesucht. Die USA und Russland stünden sich im Syrien-Konflikt als Gegner gegenüber, die damit verbundenen Risiken würden aus Sicht der Finanzmärkte nun immer manifester, sagte der Analyst.

Das Protokoll der vergangenen Sitzung der US-Notenbank bewegte die Börsen am Abend dagegen kaum. Auch die Verbraucherpreise in den USA im März hatten kaum Auswirkungen auf die Aktienmärkte.

Im Fokus stand erneut Facebook . Der Chef des Online-Netzwerkes, Mark Zuckerberg, stellt sich den Fragen des Ausschusses für Energie und Handel des US-Abgeordnetenhauses. Bereits am Dienstag wurde Zuckerberg vom US-Senat zum Datenskandal angehört. Die Papiere legten um 1,42 Prozent zu, nachdem sie tags zuvor bereits 4,50 Prozent gewonnen hatten. Zuckerberg habe sich am Dienstag "wacker geschlagen", merkte Frank Klumpp von der Landesbank Baden-Württemberg an.

Kursverluste verbuchten Bankenaktien: Goldman Sachs , JPMorgan , Morgan Stanley und Bank of America gaben um 1 bis 2 Prozent nach. Beobachter sprachen von Zurückhaltung vor den ersten Quartalszahlen der großen US-Geldhäuser. Am Freitag lassen sich JPMorgan, Wells Fargo und die Citigroup in die Bücher schauen.

Bei den Nebenwerten büßten Papiere von Fastenal fast 7 Prozent ein. Der Hersteller von Verbindungstechnik wie Schrauben, Buchsen und Bolzen hatte mit Quartalszahlen enttäuscht. Höhere Herstellungs- und Frachtkosten belasteten die Margen./bek/he

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