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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nach Vortagesverlust stabil erwartet
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Aktien Frankfurt Ausblick Dax nach Vortagesverlust stabil erwartet

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.04.2018, 08:22  |  673   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rückschlag am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte dürfte sich der Dax am Donnerstag stabilisieren. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenbeginn ein Minus von 0,06 Prozent auf 12 286 Punkte. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, dürfte ähnlich in den Tag starten.

Tags zuvor hatte die Zuspitzung des Syrien-Konflikts für Verunsicherung gesorgt. Weitere Gewinnmitnahmen sind daher nach Ansicht von Analyst Martin Utschneider vom Bankhaus Donner & Reuschel gut möglich. US-Präsident Donald Trump hatte mit Blick auf Russland über den Kurznachrichtendienst Twitter einen unmittelbar bevorstehenden Raketenangriff in Syrien angedroht. Inzwischen ruderte das Weiße Haus allerdings zurück. Ein Angriff sei lediglich "eine Option", hieß es.

Auch Marktbeobachter Michael Hewson von CMC Markets UK betonte die Nervosität der Anleger. Deutlichere Marktschwankungen könnten entsprechend wieder zum Alltag werden.

Die ebenfalls immer wieder im Fokus stehende Geldpolitik der US-Notenbank dürfte aktuell keine neuen Handelsimpulse geben. Das jüngste Fed-Protokoll, das am Mittwochabend veröffentlicht wurde, veränderte nichts an den momentanen Zinserwartungen. Angesichts guter Wirtschaftsaussichten wird an den Finanzmärkten weiterhin von schrittweisen Leitzinsanhebungen ausgegangen.

Unternehmensseitig stehen vor allem einige Unternehmen aus der zweiten Reihe mit ihren Quartalszahlen im Blick. Der schwache US-Dollar und höhere Rohstoffkosten machten dem Verpackungsspezialisten Gerresheimer zu schaffen. Die Erlöse des MDax -Konzerns fielen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 leicht, woraufhin die Aktien auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vortag rund 1 Prozent verloren.

Die Papiere der Gea Group gerieten ebenfalls bereits vorbörslich unter Druck und büßten auf Tradegate rund 3 Prozent ein. Der sich im Umbau befindende Maschinenbauer enttäuschte den Markt erneut mit seinen Geschäftszahlen. Das erste Quartal wurde von Problemen in Amerika und einem starken Euro belastet. Die Jahresziele wackeln. Ein Händler nannte zwar den Auftragseingang im ersten Quartal einen "kleinen Hoffnungsschimmer", da er nicht so schlecht wie erwartet gewesen sei, "doch die Ergebnislage ist ein Desaster", sagte er.

Beim Zahlungsabwickler Wirecard dagegen läuft es rund, was den Aktien auf Tradegate ein Plus von etwas mehr als 1 Prozent bescherte. Der TecDax -Konzern ist optimistischer für den Gewinn im laufenden Jahr. Der Dividendenvorschlag für 2017 dürfte hingegen etwas enttäuschen, da er mit 0,18 Euro je Aktie um 1 Cent hinter den Erwartungen zurückblieb.

Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus kündigte derweil einen neuen Finanzchef an, der im Juli auf Frank Posnanski folgen soll. Auf Tradegate reagierten die Papiere darauf jedoch nicht./ck/das

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