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Wie Herstellungprobleme Intels Chancen bei Apple gefährden

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.04.2018, 08:00  |  540   |   |   

Der Chip-Riese Intel (WKN:855681) war einst als unangefochtener Technologieführer in der Chip-Herstellung bekannt. Intel war jahrelang das erste Unternehmen, das auf neue Fertigungstechnologien umgestellt hat, und hatte eine Zeit lang einen erheblichen Vorsprung gegenüber seinen Wettbewerbern in Bezug auf Leistung, Stärke und Größe.

Das Unternehmen nutzte diesen Fertigungsvorteil, um Produkte zu entwickeln, die deutlich leistungsfähiger und energieeffizienter als die der Konkurrenz waren.

Leider sind zwei Dinge passiert, die Intels Führungsposition untergraben haben. Erstens hat sich Intels Umstellung auf neue Fertigungstechnologien erheblich verzögert, was mit ziemlicher Sicherheit auf Probleme bei der Technologieentwicklung zurückzuführen ist. Zum Beispiel sollte die 10-Nanometer-Technologie von Intel bis Ende 2015 in Serie gehen, aber man ist erst jetzt auf einem guten Weg, irgendwann in der zweiten Jahreshälfte 2018 in Produktion zu gehen.

Als ob das nicht genug wäre, scheint es, dass Intels Schwierigkeiten nicht in der ganzen Branche vorherrschen — sie betreffen nur Intel. Die Hauptkonkurrenten des Unternehmens, Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (WKN:909800) und Samsung (WKN:881823), haben derweil gute Arbeit geleistet. Heute produzieren beide Unternehmen Chips in Massenproduktion, die wohl fortschrittlicher sind als alles, was Intel derzeit herstellt.

Ich glaube, dass Intels Versagen in der Chipherstellung ein Hauptgrund dafür sein könnte, dass Apple (WKN:865985) angeblich versucht, seine Mac-Computer von Intel-Prozessoren auf seine eigenen umzustellen. Lass mich das erklären.

Intel fällt zurück

Im Moment befindet sich Intel in Bezug auf die Chip-Herstellungstechnologie nicht besonders weit hinter TSMC (Apples aktuellem Partner bei der Herstellung von Prozessoren der A-Serie) und in bestimmten Bereichen nur geringfügig (z. B. dem Chip-Bereich).

Doch bis zum Jahr 2020 — nicht ganz zufällig im gleichen Zeitraum, in dem Apple Berichten zufolge seine eigenen Mac-Prozessoren einsetzen wird — könnten die Dinge anders aussehen.

In gewisser Hinsicht wird erwartet, dass TSMC noch in diesem Jahr die A12-Prozessoren von Apple mit seiner 7-Nanometer-Technologie herstellen wird. TSMC wird wahrscheinlich auch im nächsten Jahr den A13 auf Basis einer verbesserten Version seiner 7-Nanometer-Technologie, bekannt als 7-Nanometer+, bauen.

Im darauf folgenden Jahr soll TSMC mit seiner 5-Nanometer-Technologie in Serie gehen, die laut dem Unternehmen sowohl mit einer deutlichen Verbesserung der Energieeffizienz und Leistung als auch mit einer deutlichen Reduzierung der Chipfläche aufwarten wird.

Intel hingegen war sich weitaus weniger klar über seine Fertigungszeiten. Das Unternehmen wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 mit der Massenproduktion von Chips mit der 10-Nanometer+-Technologie (dies sollte das grobe Äquivalent zur 7-Nanometer+-Technologie von TSMC sein) beginnen, und es wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2019 mit der Serienproduktion von Chips mit 10-Nanometer++ beginnen.

Weniger klar ist jedoch, wann Intel mit der Herstellung von Chips mit seiner 7-Nanometer-Technologie (dem groben Äquivalent zur 5-Nanometer-Technologie von TSMC) beginnen wird. Idealerweise sollte Intel seine ersten 7-Nanometer-Chips irgendwann Ende 2020 ausliefern, aber man hat bisher noch nichts über das geplante Zeitfenster veröffentlicht (und selbst wenn, weichen Intels Pläne bezüglich der Produktionstechnologie relativ oft zu den öffentlich geäußerten Erwartungen ab).

Letztendlich könnte die starke Fertigungsleistung anderer Chiphersteller wie TSMC und Samsung sowie Intels zunehmend schlechter werdende Leistung ein Faktor dafür sein, dass Apple auf intern entwickelte Prozessoren für den Mac umsteigen will. Apple hätte damit nicht nur potenziell zuverlässigere Fertigungspartner, sondern wenn Intel weiter zurückfällt, kann Apple die überlegenen Fertigungskapazitäten von anderen Herstellern nutzen, um sich einen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten auf dem PC-Markt zu verschaffen, die vornehmlich Intel-Prozessoren einsetzen.

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