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Wie man vorzeitig in den Ruhestand geht

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.04.2018, 10:30  |  422   |   |   

Was bedeutet Vorruhestand für dich? Die Belegschaft mit 60 zu verlassen? Oder mit 50? Irgendwann in deinen 40ern? Egal welcher Lebensabschnitt ideal für dich klingt, ich möchte dir sagen, dass du in Pension gehen kannst, wann immer du willst, auch wenn das bedeutet, dass du viel früher als deine Kollegen gehst. Man muss nur dem richtigen Weg folgen, um dorthin zu gelangen.

1. Engagement für das Ziel

Viele der Menschen, die es schaffen, vorzeitig in Rente zu gehen, treffen die Entscheidung nicht nach Lust und Laune. Ebenso sind Menschen, die vorzeitig in Rente gehen, nicht immer reich, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. Vielmehr sind es Menschen, die wissen, was sie wollen, und Schritte unternehmen, um dorthin zu gelangen. Wenn du dich auf dein Ziel einer vorzeitigen Pensionierung konzentrierst, wirst du eher die Fallstricke vermeiden, die so viele Menschen daran hindern, dieses Ziel zu erreichen.

Zum Beispiel ist der Verzicht auf Schulden ein guter Weg, um deine Chancen auf einen vorzeitigen Ruhestand zu erhöhen. Der Grund? Wenn du Konsumschulden anhäufst, wirfst du eher Geld für unnötige Zinsen weg, als dass du es für die Zukunft beiseitelegst und investierst.

Wenn du also weißt, dass du vorzeitig in Pension gehen möchtest, solltest du diesen Gedanken im Auge behalten, wenn du wichtige Lebensentscheidungen triffst. Mit etwas Glück wirst du dich entscheiden, den teuren Fernseher, den du nicht brauchst, nicht zu kaufen, oder du wirst auf das teure Wohnzimmer verzichten und es eher bescheiden einrichten, denn du wirst erkennen, dass du damit deinem Ziel einen Schritt näher kommst.

2. Nutze den Zinseszinseffekt zu deinem Vorteil

Diejenigen, die es schaffen, ein großes persönliches Vermögen anzuhäufen, verdienen nicht unbedingt das große Geld oder stammen aus reichen Familien. Vielmehr sind sie klug darin, konsequent zu sparen und zu investieren, und das von klein auf.

Wenn du vorzeitig in Rente gehen willst, musst du so schnell wie möglich mit der Finanzierung deines persönlichen Rentenfonds beginnen, um die Vorteile des Zinseszinseffekts voll auszuschöpfen. Der Zinseszinseffekt ist das Konzept, Zinsen auf Zinsen zu verdienen, und genau das ist es, was es Durchschnittsverdienern erlaubt, ziemlich einfach Reichtum aufzubauen.

So funktioniert’s: Du verpflichtest dich, ab dem 25. Lebensjahr 500 US-Dollar im Monat einzusparen. Du investierst das Geld dann in Aktien und erzielst eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8 % auf dein Geld, die sogar etwas unter dem Marktdurchschnitt liegt. Im Alter von 55 Jahren hast du nur 180.000 US-Dollar deines eigenen Geldes eingezahlt, aber dank der Macht des Zinseszinses sitzt du auf einem persönlichen Rentenfonds im Umfang von 680.000 US-Dollar.

Je länger du wartest, um Geld für die Zukunft beiseite zu legen, desto weniger erhältst du in Form des Zinseszinseffekts: Das obige Beispiel beruht auf Sparzeitraum von 30 Jahren. Fängst du fünf Jahre später an, den gleichen Geldbetrag zu sparen, reduzierst du deine 680.000 US-Dollar auf nur 439.000 US-Dollar. Diese 241.000-US-Dollar-Lücke könnte den Unterschied ausmachen zwischen dem Rentenbeginn nach Wahl und dem Zwang, sich länger einzuschränken, als man will.

3. Halte deine Wohnkosten im Zaum

Die Wohnung tendiert dazu, der größte Kostenfaktor vieler Menschen zu sein. Wenn du also sicher bist, dass du dich früher in den Ruhestand verabschieden willst, wähle dein Haus klug. Angenommen, du bist ein Käufer und kein Mieter, dann solltest du deine Wohnkosten deutlich unter 30 % deines Nettoeinkommens halten, und diese Zahl ist inklusive der Hypothekenzahlung, Grundsteuer, Versicherung und Instandhaltung.

Einige Leute werden dir sagen, das ist konservativer als nötig. Die allgemeine Konvention ist, dass du deine Hypothek, Vermögenssteuern und Versicherung bei oder unter 30 % halten solltest und dass die Instandhaltung eine separate Kategorie ist. Ich bin ganz anderer Meinung. Es gibt bestimmte Aspekte dabei, die bemerkenswert vorhersehbar sind. Wenn du einen Rasen hast, weißt du, dass er gemäht werden muss. Wenn du Dachrinnen hast, müssen diese gereinigt werden. Dein Holzdeck muss regelmäßig gebeizt und versiegelt werden und deine Heizung und Klimaanlage muss auch regelmäßig gewartet werden. Dies sind keine Überraschungen, also zahlt es sich aus, sie in deine Wohnungskosten einzurechnen, um sicherzustellen, dass du nicht zu viel ausgibst.

Lass uns jetzt über die 30-%-Schwelle sprechen. Viele Finanzexperten sind sich einig, dass du auf der sicheren Seite bist, wenn du bis zu 30 % deines Einkommens für das Wohnen ausgibst, aber ich denke, das ist ein gefährlicher Schritt, wenn du vorzeitig in Rente gehen willst. Diese hohen Ausgaben geben dir nämlich weniger Flexibilität und bringen dein Ziel, früher in den Ruhestand zu gehen, in Gefahr. Du bist besser beraten, deine Wohnkosten so niedrig wie möglich zu halten – idealerweise sogar bei 15 bis 20 % deines Einkommens.

Also, da hast du es: Auch wenn du ein Durchschnittsverdiener mit einer bescheidenen Karriere bist, kannst du dich vorzeitig zurückziehen und die damit verbundenen Vergünstigungen genießen. Man muss nur kluge Entscheidungen treffen, um dorthin zu gelangen.

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