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Hallo Spotify!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.04.2018, 13:00  |  265   |   |   

Nach Jahren der Spekulation werden die Aktien des Musik-Streaming-Riesen Spotify (WKN:A2JEGN) endlich an den öffentlichen Märkten gehandelt.

In dieser Episode von Industry Focus: Tech werfen Analyst Dylan Lewis und Motley Fool-Mitarbeiter Evan Niu einen Blick darauf, wie sich die Aktie an ihrem Eröffnungstag entwickelt hat, welche Unterschiede es zwischen einem Börsengang mit Bank und einem direkten Börsengang ohne Bank gibt, was die Investoren über den Referenzpreis und den Börsengang des Unternehmens wissen sollten, wie sich die Aktie wahrscheinlich in den nächsten Monaten entwickeln wird und vieles mehr.

Dylan Lewis: Evan, der Grund, warum wir heute über Spotify sprechen, ist, dass die Aktien Anfang dieser Woche auf den Markt kamen, und ehrlich gesagt, die Wall Street schien ziemlich aufgeregt.

Evan Niu: Ja, es war ein ziemlich großer Tag. Die Aktien wurden zunächst für ungefähr 165 US-Dollar gehandelt, dann ist der Kurs etwas nach oben gestiegen, ich denke, auf ungefähr 169 – 170 US-Dollar, aber sind dann doch gefallen. Die Aktie beendete den Tag mit einem viel niedrigeren Kurs. Die Investoren versuchen immer noch herauszufinden, was dieses Ding wert ist.

Lewis: Die Aktie beendete den Tag niedriger, aber immer noch über diesem Referenzkurs, den wir gesehen haben, was eine Art Beweis dafür ist, dass dieser „Referenzkurs“ etwas ist, mit dem wir nicht super vertraut sind, zumal da es sich hier um einen direkten Börsengang handelt. Vielleicht ist das etwas, mit dem die Leute nicht so vertraut sind. Warum reden wir nicht ein wenig darüber, wie die Preisfindung funktioniert, was der Referenzkurs war, all diese Begriffe, die in der Berichterstattung über dieses Ereignis auftauchten und die die Leute normalerweise nicht sehen?

Niu: Sicher. Bei einem traditionellen IPO gibt es einen Angebotskkurs, der herauskommt, und das ist der offizielle Kurs, zu dem die Aktien durch das Angebot an die Investoren verkauft werden. Aber in diesem Fall, da es kein traditioneller Börsengang war, war es eine direkte Notierung. Was passierte ist Folgendes: Die New York Stock Exchange hat einen „Referenzkurs“ herausgegeben, den du schon erwähnt hast. Dieser lag bei 132 US-Dollar, das ist im Grunde das Hoch, an dem die Aktie in der ersten Märzhälfte gehandelt wurde. Also, noch mal, es ist ziemlich selbsterklärend, es ist so was wie: „Hey, das dienst als Referenz für den Wert der Aktie.“ Es ist kein Angebotskurs. Der Eröffnungskurs wurde nach wie vor in erster Linie durch die Dynamik von Angebot und Nachfrage bestimmt.

Bemerkenswert ist auch, dass die tatsächlich verkaufte Aktienmenge recht klein war. Es gibt etwa 55 Millionen Aktien, die im Angebot eingetragen sind, aber es waren nur die bestehende Aktionäre, die die Aktien registriert haben, sodass sie in der Lage sind, die Aktien zu verkaufen. Aber es liegt immer noch ganz in ihrem Ermessen, was sie machen, und ob sie überhaupt verkaufen wollen. In diesem Fall, so sieht es aus, ich habe mir die Zahl gestern angesehen, es waren etwa fünf oder sechs Millionen Aktien, die am ersten Handelstag am freien Markt verkauft wurden, was nur etwa 3 % der gesamten ausstehenden Aktien entspricht. Der Menge der verkauften Aktien war also am ersten Tag sehr klein.

Lewis: Und das ist etwas, was man bei IPOs oder direkten Listings in diesem Fall beachten muss – wenn Aktien zum ersten Mal verfügbar werden, ist ein sehr kleiner Teil der gesamten Aktien verfügbar. Dann wird das verrückte Kursschwankungen verursachen.

Wenn wir die Reaktion des Marktes betrachten, denke ich, dass es vermutlich einen Seufzer der Entlastung für Spotify war, weil das Umfeld für einen Tech-Börsengang nicht sehr gut war. Es gibt so viele große Makro-Dinge, die derzeit für Unsicherheit an der Börse sorgen.

Wenn man sich vor allem den Tech-Sektor anschaut, dann sieht man zum Beispiel Amazon im Fadenkreuz von Trump, man hat Datenprobleme mit Facebook, man hat ein paar Probleme mit den selbstfahrenden Autos. Die Welt ist zurzeit nicht vom Tech-Sektor begeistert. Daher denke ich, dass jeder, der die Aktien von Spotify besitzt oder die Geschichte verfolgt hat, ein bisschen erleichtert ist, dass es keinen massiven Ausverkauf gab.

Niu: Richtig, ich meine, die Aktien sind seitdem auch gefallen. Aber ich würde sicherlich erwarten, dass die Aktie weiterhin recht volatil ist, weil der gesamte Prozess irgendwie einzigartig war, plus die ganze Sache mit den Leerverkäufern. Abgesehen davon sind alle Unternehmen sehr volatil, wenn sie an die Börse gehen, also würde ich erwarten, dass die Aktie von Spotify weiterhin wirklich volatil sein wird.

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John Mackey, CEO von  Whole Foods Market, ist im Vorstand von Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon und Facebook.

Dieser Artikel vom The Motley Fool-Team erschien am 10.4.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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