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DAX-Chartanalyse: Politik könnte DAX-Lauf stoppen

DAX-Chartanalyse Politik könnte DAX-Lauf stoppen

Gastautor: Andreas Mueller
15.04.2018, 12:53  |  7065   |   |   

Mit dem Durchschreiten der Range hat sich der DAX erneut der Ausbruchs-Herausforderung zu stellen. Gelingt dieser und wo liegen die Ziele für ein erneutes Versagen genau?

Alle großen Indizes haben die vergangene Handelswoche im Gewinn abschließen können und damit die Unsicherheiten über einen sich anbahnenden Handelskrieg erst einmal verarbeitet. Oder werden diese aktuell nur ignoriert? Immerhin gab es neue Unsicherheitsfaktoren an diesem Wochenende, welche den DAX-Lauf nun wieder stoppen können. Darauf möchte ich jedoch nur am Rande eingehen, da der Fokus dieser DAX-Chartanalyse auf der objektiven technischen Analyse liegt.

 

Range vom DAX komplett durchwandert

 

Die Handelswoche begann mit einigen Fragezeichen in den Köpfen der Trader und Anleger. Das bestimmende Thema war zuvor der ausufernde Konflikt zwischen den beiden Wirtschaftsmächten USA und China. So titelte auch die Vorwoche "Handelskrieg weiter bestimmendes Thema" (hier nachzulesen). Davon konnte sich der DAX jedoch zusehends lösen und die Woche letztlich mit einem Gewinn von 1,6 Prozent beenden. Nicht ohne Weiteres, sondern vielmehr in der zweiten Wochenhälfte erst.

Zuerst startet der Montag mit Pluszeichen, aber kleinen Ermüdungserscheinungen. Solche Situationen mit der Chance auf schnelle Bewegungen in Richtung der Eröffnungslevel nutze ich gerne für einen Kontra-Trade. Den entsprechenden Einstieg dazu zeigte ich im Forum an dieser Stelle:

Und konnte damit 100 Punkte in der Gegenbewegung erzielen (hier dokumentiert):

Solche Trades sind immer wieder gut möglich, wenn man mehrere Zeitebenen parallel auswertet. Letztlich wirkte sich der Schwung der Wall Street erst am Folgetag auf den DAX positiv aus. Hier eröffnete dieser mit einem GAP und sorgte mit 1,11 Prozent Kursgewinn für den stärksten Tag der Woche. Schön im Wechsel der Gefühle bleibend, musste dann wohl am Mittwoch wieder ein negativer Tag folgen. Auch dieser hielt wieder eine sehr gute Chance bereit, von der Kombination der Zeiteinheiten zu profitieren. So zeigte ich im Forum an dieser Stelle auf, an welchem Punkt ein Einstieg gegen den Trend erneut lohnenswert sein könnte:

...besteht somit die Chance auf einen Vola-Ausbruch, wenn wir unter 12.360 rutschen? Dieses Szenario behalte ich mir offen und versuche es entsprechend zu handeln.

Mit 12.256 Punkten gelang fast genau das GAP-close auf XETRA-Basis. Das Level lag für Montag auf 12.261 und zu Freitag auf 12.241 Punkten. Immerhin eine gute Orientierung und für den ansonsten richtungslosen Tag ein gutes Kurslevel. Dieses diente am Donnerstag als Unterstützung und brachte den DAX erneut seiner Range-Oberkante im übergeordneten Bild näher. Wechseln wir somit in Vorbereitung auf den Wochenausblick auf diese Zeitebene mit einer Erinnerung an die große Range als Chartrückblick (Vorwochenanalyse):

Diese Hoffnung ging in Erfüllung, wenn wir das Chartbild 4-Stunden nun updaten:

 

Ideen für die neue Handelswoche

 

Auch wenn das Range-Ziel nun abgearbeitet ist, muss dies nicht zwangsläufig zur Fortsetzung der Aufwärtsbewegung führen. Einen Ausbruch aus der Range hatte ich bereits seit Wochen hier erst für Schlusskurse über 12.540 in Aussicht gestellt. Im Hoch kamen wir dem am Freitag nahe, jedoch eben nicht auf Schlusskursbasis:

Scheinbar hatten die Bullen erneut keine Kraft mehr. Das kann man zumindest an dem geringen Handelsvolumen vom Freitag ablesen. Ob da alle Trader lieber auf der Invest-Messe in Stuttgart waren?

Kleiner Einwurf: Mir hat es dort sehr gut gefallen und falls Sie vor Ort waren, freue ich mich auf Ihr Feedback dazu und bedanke mich an dieser Stelle für alle spannenden Gespräche dort vor Ort! Ein Schnappschuss aus der Blogger-Lounge - mehr auf den sozialen Kanälen natürlich:

wallstreet-online war ebenfalls vor Ort und wurde von vielen der rund 12.000 Besuchern im "Wald der Aussteller" hinter einem Gummibaum freudig wahrgenommen:

 

Zurück zum DAX: Die richtige Kür für die Bullen käme erst bei einem Ausbruch über 12.540 Punkten, respektive über 12.580 Punkten. Dies leitet sich aus den jüngsten Ausbruchsversuchen von März und Februar ab und gestaltet sich im Chartbild wie folgt:

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