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3 Gründe, Nestlé-Aktien zu kaufen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.04.2018, 08:40  |  1513   |   |   

Wenn du nach einer attraktiv bewerteten Dividendenaktie oder einem Qualitätsunternehmen suchst, dann könnte Nestlé  (WKN: A0Q4DC) genau das richtige Unternehmen für dich sein. Warum? Aus diesen drei Gründen:

1. Markenpower

Marken sind für Unternehmen sehr wichtig, da sie ihnen erlauben mehr für ihre Produkte zu verlangen als vergleichbare No-Name-Hersteller.

Zum Glück hat Nestlé in Punkto Marken so einiges zu bieten. Neben den absoluten Klassikern wie Nescafé, Nespresso, Nesquick und Nestea befinden sich im Markenportfolio nämlich auch noch zahlreiche andere Marken wie Mövenpick oder Kitkat. Insgesamt besitzt der Lebensmittelgigant sogar um die 6.000 Marken.

Diese Quantität ist gut, doch die Qualität (im Falle von Marken der Markenwert) ist das, was zählt. Dabei kann sich der Markenwert laut Interbrand Best Global Brands Ranking 2017 sehen lassen, da allein die Kaffeemarke von Nestlé, Nescafé, die weltweit 36. wertvollste Marke der Welt mit einem Wert von 12,66 Mrd. US-Dollar (entspricht 10,27 Mrd. Euro) ist. Während die Marke Nestlé selbst auf Platz 59, mit einem Markenwert von 8,72 Milliarden US-Dollar (entspricht 7,08 Mrd. Euro), zu finden ist.

2. Steigende Margen

Wie oben beschrieben ermöglichen Marken die Durchsetzung hoher Preise. Und hohe Preise sorgen … überraschenderweise für hohe Profitmargen. So ist es kein Wunder, dass die währungsbereinigte EBIT-Marge von Nestlé ganze 16,5 % beträgt. Und damit deutlich höher ist als die 6,1 prozentige EBIT-Marge der weniger bekannten Lebensmittelhersteller Frosta  (WKN: 606900) und Emmi  (WKN:798263).

Doch soll sich Nestlé mit diesem Vorsprung zufriedengeben? Das Management jedenfalls will eine höhere Rentabilität erzielen. Ersichtlich wird dies im Margenziel für 2020, das eine EBIT-Marge von 17,5 % bis 18,5 % vorsieht.

Und höhere Margen sollten auch den Aktionären von Nestlé ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Doch wie will der Konzern überhaupt noch höhere Profitabilität durchsetzen, soll noch mehr Geld von den Kunden verlangt werden oder sind Kosteneinsparungen geplant?

Beides ist beabsichtigt, eine Verringerung der Kostenstruktur durch Effizienzsteigerungen bei der Produktion, im Einkauf und der Verwaltung. Beispielweise durch die Errichtung von drei riesigen Beschaffungszentren, die 60 % des weltweiten Warenbedarfs von Nestlé abdecken sollen, sowie die geplante Steigerung der Synergieeffekte von 17 % auf 50 % durch mehr Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche.

Genauso soll die Erhöhung der konzernübergreifenden Produktpreise durch einen starken Investitionsfokus auf margenstarke Geschäftsbereiche wie Kaffee, Produkte für Heimtiere, Wasser, Säuglingsernährung und Consumer Healthcare erzielt werden. Im Jahr 2017 wurde dies bereits mit mehreren Übernahmen im Kaffeebereich (Blue Bottle Coffee sowie Chameleon Cold Brew) und einer milliardenschweren Übernahme im Bereich Consumer Healthcare (Atrium Innovations) unter Beweis gestellt.

3. Hohe Dividenden und Aktienrückkäufe

Nestlé hat es schon wieder getan, der Lebensmittelkonzern hat seine Dividende erhöht, und zwar um 5 Rappen auf 2,35 Schweizer Franken. Damit bekommen Anleger beim Kauf von Nestlé-Aktien noch in diesem Jahr eine Dividende, die eine Rendite von beachtlichen 3,01 % (alle Kurse vom 13.04.2018) verspricht. In den kommenden Jahren sollten die Ausschüttungen sogar noch höher ausfallen, insofern Nestlé seiner Dividendenhistorie treu bleibt, wovon ich sehr stark ausgehe.

Doch das war noch nicht alles. Zusätzlich zu seinen großzügigen Ausschüttungen hat der Schweizer Konzern nämlich auch noch ein 20 Mrd. Schweizer Franken schweres Aktienrückkaufprogramm aufgelegt, welches bis 2020 läuft. Zweck dieses Programms ist es, das Eigenkapital von Nestlé zu senken, umso die Eigenkapitalrendite seiner Anteilseigner zu erhöhen.

Dementsprechend wird noch mehr Kapital zugunsten der Aktionäre eingesetzt. Wenn das kein Grund zur Freude ist…

Aber nicht so schnell. Eines sollten Anteilseigner jedenfalls bedenken, nämlich, dass Aktienrückkäufe nur dann gut sind, wenn der Kurs ein attraktives Einstiegsniveau bietet. Ansonsten investiert ein Unternehmen viel Geld für eine nur geringfügige Eigenkapitalsenkung, sinnvolle Kapitalverwendung sieht anders aus.

Zum Glück ist der Kurs mit einem 2017er Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 21,5 – berechnet auf Basis des Gewinns ohne Sondereffekte – aktuell auf einem günstigen Niveau. Warum ich das denke? Wegen der aktuellen Marktbewertung, die laut Zahlen von StarCapital (Stand 30.3.18) bei Schweizer Aktien momentan bei einem durchschnittlichen KGV von fast 25 liegt.

Damit sehen Schweizer Aktien im Moment vielleicht nicht wie ein Schnäppchen aus, dafür kann man im Schweizer Aktienmarkt aber einige der stärksten und stabilsten Unternehmen der Welt finden. Und Nestlé ist ganz klar eines davon, weshalb eine Bewertung unter dem Marktniveau meiner Meinung nach auf eine Unterbewertung hindeutet.

Untermauert wird diese Vermutung durch die Schatzkammer von Nestlé, in der sich ein 23,2 % großer Anteil an L’Oréal befindet. Dieser Anteil weist zum 13.04.2018 einen Wert von 24,9 Mrd. Schweizer Franken auf und ist damit mehr als 10 % der Marktkapitalisierung von Nestlé wert.

Entsprechend erscheint die Nestlé-Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt sogar noch günstiger, weswegen die Aktienrückkäufe sich für die Aktionäre rechnen sollten. Genau wie sich ein Kauf von Nestlé-Aktie für Investoren lohnen sollte.

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Tom Seiz besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nestle.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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