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Anlegerverlag Netflix: Quartalsbilanz gut genug? Erst ab 15:30 Uhr wird sich das zeigen

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
17.04.2018, 10:56  |  344   |   |   

Wieder einmal beeindruckte Netflix (ISIN: US64110L1061) mit einer über den Erwartungen liegenden Zahl neuer Abonnenten. Das ist erfreulich, keine Frage. Und die Akteure reagierten auf die gestern nach US-Handelsende veröffentlichten Daten zum ersten Quartal mit einem kräftigen Plus. Aber ob die Aktie mit diesem Zahlenwerk wirklich alle überzeugt, wird sich erst im regulären Handel ab 15:30 Uhr herausstellen. Denn wer wollte, würde durchaus gewisse Haare in der Suppe finden.

Der Gewinn des ersten Quartals lag mit 64 Cent pro Aktie nur minimal über der Konsens-Schätzung von 63 Cent. Der Umsatz traf mit 3,7 Milliarden US-Dollar die Prognose. Wenn die Zahl zahlender Kunden schneller als erwartet stieg, warum liegt dann nicht auch der Gewinn über den Prognosen? Weil Netflix immense Summen in neue Projekte steckt. Sicher, schnell zu expandieren um dann später aus einer unangreifbaren Position des Marktführers heraus umso mehr Gewinn zu erzielen, so agiert auch amazon.com. Aber die Medienbranche ist ein riskantes Geschäft. Abonnenten sind keine Einzelhandelskunden. Netflix bietet im Endeffekt nur ein Produkt an: Das Abonnement. Und die Bewertung ist immens hoch.

 

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Selbst wenn Netflix 2018 drei Dollar pro Aktie verdienen würde, was deutlich über den momentanen, durchschnittlichen Prognosen läge, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis über 100. Das störte bislang nur wenige, zugegeben. Nach den ähnlich ausgefallenen Ergebnissen des vierten Quartals, die Mitte Januar präsentiert wurden, legte die Aktie bis Anfang März in der Spitze fast 50 Prozent zu. Und ja, Netflix hält die Flamme heiß, indem man für das laufende zweite Quartal mit 79 Cent pro Aktie einen über den bisherigen Analystenerwartungen liegenden Gewinn avisiert. Aber es müssten nur zwei, drei größere Adressen ihre Position reduzieren, dann würde der Druck auf die Aktie stärker, die derzeit entscheidende Supportlinie bei 271 US-Dollar reißen und dann auch die momentan ungebrochen positive Erwartungshaltung zusammen mit der Aktie kippen.

Netflix muss heute auch im regulären Handel, wenn die „Großen“ mit dabei sind, überzeugen. Das nachbörsliche Plus ist keine zwingende Vorlage für heute. Wenn die Aktie über dem letzten Zwischenhoch von 317 US-Dollar schließt, kann die Reise erst einmal weitergehen. Wenn das bisherige Rekordhoch vom 12. März bei 334 US-Dollar überwunden wird, ist die Aktie nach oben aus charttechnischer Sicht frei. Aber wer hier mitzieht, muss zwingend im Hinterkopf behalten, dass Netflix eine volatile, risikobehaftete Aktie ist und kein Ruhekissen.

 

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