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Was ist zu beachten, wenn Procter & Gamble seine Ergebnisse meldet?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.04.2018, 12:30  |  409   |   |   

Die Investoren kaufen keine Aktien wie Procter & Gamble (WKN:852062) mit der Erwartung, dass sie ein aufregendes Umsatzwachstum oder steigende Gewinne erleben werden. Stattdessen machen Eigenschaften wie eine diversifizierte Produktpalette, Stabilität, Berechenbarkeit und Dividendeneinnahmen die Aktien des Konsumgüterstitans als Investment attraktiv.

P&G kann jedoch die Wall Street immer wieder überraschen. Der bevorstehende Ergebnisbericht könnte zum Beispiel etwas dramatischer sein, als es die Aktionäre gewohnt sind. Die Ankündigung soll für die Investoren klären, ob das Unternehmen die Wachstumsziele für das Geschäftsjahr erreichen wird. Es ist auch der erste Ergebnisbericht nach einer kontroversen Umstrukturierung des Vorstands, was bedeutet, dass das Unternehmen einen neuen strategischen Ansatz für die Trendwende formulieren könnte.

In diesem Sinne sollten wir uns einige der wichtigsten Trends in diesem Bericht ansehen, der noch vor der Markteröffnung am Freitag, den 20. April, veröffentlicht werden soll.

Wachstum und Marktanteil

P&G könnte das dritte Jahr in Folge mit einem Umsatzwachstum melden. Der organische Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2016 um 1 % und im vergangenen Jahr um 2 %. Die jüngste Prognose des Unternehmens sieht auch für das Geschäftsjahr 2018 einen Wert zwischen 2 % und 3 % vor. Das würde ausreichen, um den Rivalen Kimberly Clark (WKN:855178) zu schlagen, der 2018 um 1 % expandieren will.

Allerdings ist P&G nicht schnell genug gewachsen, um den Gesamtmarktanteil zu erhöhen. Tatsächlich verlor das Unternehmen im vergangenen Jahr in jeder der Hauptproduktkategorien an Boden, wobei die Gillette-Rasiersparte besonders starke Einbußen hinnehmen musste. Das ist ein Problem, da das Geschäftsmodell von P&G auf ein zumindest moderates, marktübliches Umsatzwachstum setzt.

Bereits im Januar sagte das Unternehmen, P&G sei ermutigt worden, die Marktanteilsverluste zu verringern. Das Management stellte jedoch auch erhöhte Herausforderungen im Wettbewerb fest, insbesondere im Bereich der Preisgestaltung. Die Investoren werden am Freitag erfahren, welche dieser Trends sich in den letzten Monaten durchgesetzt haben und ob die jüngsten Nachfrageverschiebungen die mehrjährige Wachstumserholung von P&G gefährden.

Gewinne und Strategiewechsel

Die Investoren sollten in dieser Woche deutlichere Gewinne auf der finanziellen Seite des Unternehmens sehen. Selbst nach dem Abbau von über 10 Milliarden US-Dollar aus der Kosteninfrastruktur findet das Management immer noch viel Spielraum, um die Kosten zu senken, und daher wird die Rendite wahrscheinlich steigen.

PG Operating Margin (TTM) Chart

PG-Umsatzrendite der letzten 12 Monaten. Daten von YCharts.

P&G wird auch bei der Verwendung von Kapital effizienter, was dazu beiträgt, Barmittel freizusetzen, die die Führungskräfte in das Unternehmen investieren oder durch Dividenden und Aktienrückkäufe direkt an die Aktionäre zurückgeben können. Das Unternehmen hat gerade die größte Dividendenerhöhung seit 2013 angekündigt und das Ziel für das Gesamtjahr im letzten Quartal auf bis zu 8 % angehoben. CEO David Taylor und sein Team werden diese finanziellen Erfolge wahrscheinlich am Freitag betonen, besonders wenn das Umsatzwachstum nicht beeindruckt.

Schließlich ist es möglich, dass die Investoren diese Woche andere Töne vom Management hören werden, nachdem der aktivistische Investor Nelson Peltz dem Vorstand beigetreten ist. Nach der Wahl von Peltz, wogegen die P&G-Führungskräfte gekämpft hatten, gab das Management zu, die klare Botschaft gehört zu haben, dass die Investoren ihre Geduld verlieren. „Es gibt eine breite Unterstützung der Aktionäre für die Strategien von P&G“, erklärten sie im Dezember, aber gleichzeitig erklärten die Aktionäre, dass P&G schneller handeln müsse, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Wenn der Bericht diese Woche keine Anzeichen eines beschleunigten Expansionstempos zeigt, könnten die Investoren von einem neuen Ansatz hören, an dem das Management arbeitet und der eine bessere Chance hat, die Gesamtrendite für die P&G-Aktionäre zu steigern.

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