DAX+0,28 % EUR/USD+0,06 % Gold-0,04 % Öl (Brent)-0,24 %

Amazon und Wal-Mart kämpfen um die Kontrolle von Flipkart

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.04.2018, 16:00  |  387   |   |   

Seit der Übernahme von Jet.com im Jahr 2016 hat Wal Mart (WKN:860853) gezeigt, dass das Unternehmen nicht die Absicht hat, untätig zu bleiben, während der Trend zum E-Commerce immer mehr Fahrt aufnimmt. Der größte Einzelhändler der Welt hat viele Maßnahmen ergriffen, um die Dominanz von Amazon.com (WKN:906866) zu brechen.

Die Übernahme zahlreicher Multichannel-Einzelhändler, der Vorstoß in den Versand und die Kundenabholung sowie die Initiativen, die sich an die Generation Y richten, sind Beispiele für die Schritte, die Wal-Mart unternommen hat, um sich im anhaltenden Wandel zum E-Commerce hin zu behaupten. Während das Unternehmen anfänglich als eine Art „Versager“ angesehen wurde, glauben viele jetzt, dass Wal-Mart Amazon bedeutende Schwierigkeiten bereiten könnte, da immer mehr Verkäufe online gehen.

Jetzt scheint es, als sei Indien das neueste Schlachtfeld für die beiden Unternehmen geworden.

Ein großer Preis

Amazon und Wal-Mart befinden sich in einem hitzigen Kampf um Indiens größten Online-Händler Flipkart. Während es bereits seit einigen Jahren Berichte über das Potenzial einer solchen Übernahme gibt, ist die Gerüchteküche in letzter Zeit auf Hochtouren gegangen, wobei zahlreiche Wirtschaftspublikationen darauf hindeuten, dass die Verhandlungen zwischen Flipkart und den beiden potenziellen Käufern im Gange sind.

Wal-Mart und Amazon bieten beide um eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen, wie Bloomberg meldet. Wal-Mart soll zunächst eine Minderheitsbeteiligung suchen, die im Laufe der Zeit auf  50 % bis 60 % steigen könnte, je nachdem, welche bestehenden Investoren bereit wären, zu verkaufen.

Der größte Aktionär von Flipkart ist der japanische Telekommunikations- und Internetriese SoftBank, der im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen investiert hat. Weitere  Investoren sind die Investmentunternehmen Tiger Global Management, der chinesische Internetkonzern Tencent, eBay und Microsoft.

Wal-Mart soll in den Verhandlungen die Nase vorn haben, da das Unternehmen weniger regulatorischen Prüfungen ausgesetzt wäre als Amazon, Flipkarts größter Rivale auf dem indischen E-Commerce-Markt. Wenn Amazon den indischen Konkurrenten übernehmen würde, würde das Unternehmen schätzungsweise 80 % der Online-Verkäufe des Landes kontrollieren. Wenn Wal-Mart die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen würde, wäre dies die bisher größte Investition in den E-Commerce.

Eine große Population junger Konsumenten

Es ist leicht zu verstehen, warum beide Unternehmen sich für dieses aufstrebende Online-Unternehmen interessieren. In Indien leben mehr als 1,3 Milliarden Menschen, von denen mehr als zwei Drittel jünger als 35 Jahre sind. Es wird erwartet, dass der Online-Umsatz in Indien bis 2026 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 30 % auf über 200 Milliarden US-Dollar gegenüber nur 15 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 ansteigt. Bei diesem Tempo könnte der E-Commerce 12 % des Einzelhandelsumsatzes des Landes ausmachen, gegenüber nur 2 % heute.

Flipkart wird als Indiens führender Online-Händler bezeichnet, obwohl einige glauben, dass Amazon die Führung übernehmen könnte. Das Unternehmen wurde 2007 von zwei ehemaligen Amazon-Mitarbeitern gegründet und orientiert sich an ihrem früheren Arbeitgeber. Die Website wurde ursprünglich als Online-Buchhändler konzipiert und hat sich zum wertvollsten Startup in Indien entwickelt, das derzeit einen Wert zwischen 17 und 19 Milliarden US-Dollar hat.

Wachstum durch Übernahme

Es ist nicht das erste Mal, dass Amazon oder Wal-Mart versuchen, ihren Einfluss durch eine größere Übernahme zu erweitern.

Anfang letzten Jahres machte Amazon den ersten großen Schritt in den Nahen Osten und erwarb die E-Commerce-Plattform Souq.com in einer auf 650 Millionen US-Dollar geschätzten Übernahme. Wal-Mart zahlte 3,3 Milliarden US-Dollar für Jet.com, zusammen mit einer Vielzahl anderer kleinerer Einzelhändler, um die Omnichannel-Fähigkeiten des Unternehmens zu erhöhen.

In den letzten Jahren hat sich Wal-Mart zu einem der wenigen Unternehmen entwickelt, die sich mit Amazon anlegen können. Der Markt mit der zweitgrößten Bevölkerung der Welt wäre für beide Unternehmen ein wichtiger Gewinn.

54 Investmenttipps von den besten Investoren der Welt

Zugegeben, wir sind etwas voreingenommen, wenn wir behaupten, dass die Investoren und Analysten unserer Motley Fool Niederlassungen auf der ganzen Welt zu den Besten gehören. Aber zumindest haben wir es mit ihrer Hilfe geschafft, den Markt konsistent zu schlagen. Jetzt haben wir unsere besten Leute weltweit nach ihren Tipps gefragt, wie jeder ein besserer Investor werden kann. In unserem neuesten, kostenlosen Sonderbericht erfährst du ihre Antworten. Klick hier, um deinen einfachen Zugang zu diesem Bericht zu erhalten.

Seite 1 von 3

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel