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Der DAX am entscheidenen Wegpunkt

Gastautor: Sven Weisenhaus
18.04.2018, 10:23  |  1194   |   |   

Nach einem etwas mauen Start in die Woche mit leichten Kursverlusten, zeigte die Tendenz gestern wieder nach oben. Tatsächlich bewegte sich der Index bis zum gestrigen Start des US-Handels in einer relativ engen Handelsspanne von nur ca. 150 Punkten seitwärts (siehe dunkles Rechteck im folgenden Chart). Somit passt dieser Kursverlauf auch zu den Ergebnissen des Trader-Sentiments, in denen alles, aufgrund des ausgeglichenen Kräfteverhältnisses zwischen Bullen (50,28 %) und Bären (49,72 %), auf eine Seitwärtstendenz hindeutete.

DAX - Die Wirkung des Trader-Sentiments

Als der US-Handel begann, schaffte es der DAX aber auf ein neues Bewegungshoch und notiert nun in einem Widerstandsbereich, der oberhalb von 12.500 Punkten beginnt. Dieser erhält seine Bedeutung nicht nur aus der Verfallstagsgrafik (siehe gestrige Börse-Intern), sondern auch die untere Linie der gebrochenen Broadening-Formation (siehe gelbe Linien im folgenden Chart) verläuft aktuell bei 12.500 Punkten. An dieser Formation scheiterte der DAX am vergangenen Freitag noch (roter Pfeil Nr. 1). Doch nun schaffte er es nach dem Rücksetzer vom Montag zurück.

DAX - Target-Trend-Analyse

Die nächste Hürde wartete aber schon bei der Rechteckgrenze mit 12.590 Zählern. Da am Ende des Xetra-Handels (siehe roter Pfeil Nr. 2) nur 12.585,57 Punkte erreicht wurden, konnte sie bislang noch nicht nachhaltig durchbrochen werden. Dazu kommt, dass knapp oberhalb der Rechteckgrenze noch die 200-Tage-Linie (blau) als nächster Widerstand wartet. Somit verdichtet sich der Eindruck aus der Verfallstagsgrafik, wonach der Bereich um 12.500 Punkte die Entscheidung für den weiteren Kursverlauf der kommenden Tage (und Wochen) geben könnte. (Zur Erinnerung: Gestern schrieb Torsten Ewert dazu, dass oberhalb von 12.500 Punkten ganz klar die Call-Positionen dominieren. Und die Stillhalter kein Interesse daran haben, diese ins Geld laufen zu lassen.)

Eine nachhaltige Rückeroberung der Broadening-Formation scheint also für die Bullen insgesamt eine Herausforderung zu werden. Dass die aktuelle Aufwärtstendenz nicht gerade dynamisch verlief, erhöht auch nicht gerade die Erfolgsaussichten der Bullen.

Die Schlacht um die Rückeroberung

Gestern schrieb Torsten Ewert aber auch zur Verfallstagsgrafik, dass ein Anstieg über 12.500 Punkte bei den Stillhaltern den Bedarf wecken könnte, ihre Call-Positionen abzusichern. Daraus könnte eine Beschleunigung der Aufwärtsbewegung resultieren, die die Bullen stärken und eine zusätzliche Unterstützung darstellen könnte. Und tatsächlich sahen wir gestern eine Zunahme der Aufwärtsdynamik mit dem Anstieg auf ein neues Trendhoch.

DAX bricht nach oben aus

Die Schlacht um die Rückeroberung der Broadening-Formation könnte also in vielerlei Hinsicht entscheidend sein für die Entwicklung in den kommenden Tagen und Wochen. Sollte durch eine bullishe Tageskerze heute die Rückkehr nachhaltig sein, würde der bearishe Ausbruch aus dieser Formation egalisiert werden und das Chartbild seinen bearishen Charakter verlieren. Dadurch würde die erwartete Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau im DAX weiter Form annehmen. Zudem könnte dies aus Sicht der Elliott-Wellen-Theorie der Beginn der Welle 5 (grüner Pfeil im folgenden Chart) sein.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Dann wäre auch der gestern von Torsten Ewert genannte Anstieg auf 12.800 oder gar 13.000 Punkte kein Problem mehr für die Bullen. So befindet sich das nächste Kursziel an der Mittellinie bei 12.943 Punkten aus Sicht der Target-Trend-Analyse.

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