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Lithium-Mining: Hier müssen mindestens 10 Mrd. Dollar investiert werden

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
19.04.2018, 10:01  |  3396   |   |   

Die Nachfrage nach Lithium durch das Wachstum der Elektroautoindustrie steigt rasant. Marktführer SQM sieht deshalb einen Investitionsbedarf von mindestens 10 Mrd. Dollar. Der Einstieg von Batterieherstellern und Autoproduzenten bei Lithiumunternehmen werde immer wahrscheinlicher.

Volvo präsentiert ersten Grossserien-LKW

Die Elektrifizierung der Straße kommt. In dieser Woche stellte Volvo mit dem FL Electric den ersten Elektro-LKW für die Grossserie vor. Mit einem Gesamtgewicht von 16 Tonnen soll das Vehikel für den städtischen Lieferverkehr und als Müllwagen zum Einsatz kommen. Möglicherweise kommt die Elektrifizierung bei den LKW sogar schneller auf die Beine als bei PKW, unkt so mancher Branchenbeobachter. Für die Käufer dürften bei den Elektrotrucks vor allem zwei Argumente zählen: die Wartungskosten sind geringer und man hat keine Probleme mit Fahrverboten. Denn für Lastkraftwagen gibt es schon lange Bereiche, die sie nicht anfahren dürfen – in Deutschland, aber vor allem im europäischen Ausland.

Nachfrage steigt enorm

Mit der Elektrifizierung des Verkehrs steigt aber auch die Nachfrage nach Lithium rasant. Die UBS ging in einer Analyse aus dem vergangenen Jahr von einer Nachfragesteigerung um 2.500 Prozent aus, wenn man denn den gesamten Autoverkehr elektrifizieren will (mehr hier und im Bild oben). Aber selbst wenn man realistischerweise von nur 20 oder 25 Prozent ausgeht, steigt die Nachfrage nach Lithium durch die Batterien enorm. Allein in den nächsten Jahren soll der Bedarf um 600.000 bis 800.000 Tonnen steigen. Das sagte Daniel Jimenez vom Marktführer SQM aus Chile auf der Metal Bulletin Battery Materials Conference in Shanghai diese Woche. Zum Vergleich: SQM, offiziell Sociedad Quimica y Minera de Chile, produziert derzeit jährlich 48.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent und will die Förderung auf 100.000 Tonnen bis 2019 steigern.

Investitionen von mindestens 10 Mrd. Dollar nötig

Die Folgen für das Mining von Lithium seien eindeutig. Laut Jiminez seien allein in diesen zehn Jahren Investitionen von 10 bis 12 Mrd. US-Dollar notwendig, um die steigende Nachfrage bedienen zu können. Dementsprechend vermutet der SQM-Manager, dass sich mehr und mehr Batterieproduzenten und auch Autohersteller direkt an Lithium-Unternehmen beteiligen werden. Das könnte sie einerseits vor zu großen Preissteigerungen schützen. Und zum anderen natürlich die Versorgung überhaupt erst sichern.

Hier steht der nächste Deal bevor

Ein Beispiel hierfür ist Latin Resources. Die Australier besitzen in Argentinien eines der größten Landpakete für Lithium-Projekte und wollen laut Vorstandschef Chris Gale bereits 2020 in Produktion gehen (mehr hier). Das macht das Unternehmen für Batterieproduzenten, aber auch für große Mining-Gesellschaften interessant. Latin selbst hatte jüngst erst mitgeteilt, dass man sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit möglichen Partnern befindet. Möglich sei der Einstieg eines Unternehmens, aber auch ein Joint Venture. Selbst SQM als größter Produzent ist solch einen Weg gegangen. Die Chilenen haben sich nämlich bei Lithium Americas in Argentinien eingekauft und ein Joint Venture gegründet. Gelingt Latin Resources solch ein Deal, dürfte die Aktie (0,011 AUD | 0,007 Euro; AU000000LRS6) erhebliches Potenzial haben. Mit einem Börsenwert von lediglich 18 Mio. Euro gehört diese zu den günstigsten auf dem Lithium-Kurszettel.

Aktieninfo Latin Resources:

ISIN: AU000000LRS6
Börsenkürzel (ASX): LSR
Aktienkurs: 0,011 AUD | 0,007 Euro
Marktkapitalisierung: 18,4 Mio. Euro
Anzahl Stücke: 2,62 Mrd.

 

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