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Frank Appel Post-Chef Appel verteidigt sein Gehalt

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
22.04.2018, 08:15  |  6302   |   |   
Bonn (dts Nachrichtenagentur) - Post-Chef Frank Appel hat Kritik an seiner Vergütung für das vergangene Jahr zurückgewiesen. "Mein Gehalt wird letztlich vom Markt bestimmt", sagte Appel der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Post sei ein globales Unternehmen - "und wir können unseren Vorständen in Deutschland nicht weniger bezahlen als beispielsweise unseren Managern in Amerika. Das ergibt sich schon aus dem Lohnabstandsgebot".

Appels Gehalt besteht zu zwei Dritteln aus langfristigen Komponenten. Dazu zählen die Mitarbeiter- und die Kundenzufriedenheit sowie der finanzielle Erfolg der Deutsche Post DHL Group. Vor sechs Jahren kostete eine Aktie des Unternehmens zwölf Euro, der Kurs hat sich seitdem verdreifacht. "Davon profitieren nicht nur unsere Aktionäre, sondern auch ich persönlich", so Appel. Kritik übte der Vorstandsvorsitzende hingegen an den Löhnen der Post-Konkurrenten. "Viele unserer Wettbewerber arbeiten mit selbständigen Subunternehmern, die lediglich den Mindestlohn von 8,84 Euro zahlen. Das zieht das Lohngefüge nach unten." Besonders ärgerlich sei in dem Zusammenhang, dass ausgerechnet Behörden und öffentliche Einrichtungen ihre Post einfach nur dem billigsten Anbieter überlassen würden. "Dabei ist es ein Nullsummenspiel: Was die Behörden da an Porto sparen, müssen sie an anderer Stelle in Form höherer Sozialausgaben wieder zahlen." Verärgert zeigte sich Appel auch über die Zusteller von Wettbewerbern. "Da fliegen Pakete teilweise einfach über den Zaun, obwohl auf dem Karton sogar `Achtung, zerbrechlich` steht." Mehr Verständnis hat er für DHL-Transporter, die den Fahrradweg verstopfen oder gleich die ganze Spur blockieren. Man könne als Kunde nicht eine günstige und schnelle Dienstleistung verlangen, und dann als Pendler vom Zusteller erwarten, nur ideale Parkplätze zu nutzen und dafür mit jedem Paket 300 Meter zu laufen. "Von der Müllabfuhr verlangen Sie ja auch nicht, die Straße immer frei zu lassen. Da müssen Sie manchmal halt hinterherfahren. Bei der Müllabfuhr akzeptieren es die meisten - nur bei den Paketwagen leider nicht."


2 Kommentare

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Kommentare

was macht eigentlich der Schwarze - Schilling ???

führ ein Luxusleben mit dem €uro **

keiner ist von denen Besser ..
da hat er ja nicht ganz unrecht...aber es ist so von der Politik gewollt.
...jetzt nehmen wir mal die Zeiung Neue Westfälische, die haben einen Teil der Citypost übernommen, stellen also Zeitungen und Briefe zu.
Die Neue Westfälische gehört der DDVG. Die DDVG gehört der SPD, geführt als Medienholding.
Und da verdient die SPD als Partei doppelt. je mehr Gewinn die DDVG abwirft, desto mehr verdient die Partei. Die SPD.
Wer hat von Schröder´s 2010, Hartz4 und den Mindestlohn profiertiert....eben auch die SPD
Und dann will man noch die Renten der Zeitungszusteller kürzen....
schäbiges Volk.
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/koalitionsvertrag-eine-schaebige-rentenkuerzung/

und dann der neue Tarifvertrag...am Besten nicht drüber reden :(

aber... der Zusteller kann ebenfalls Postaktien kaufen und am 27.04 eine 9%!! Dividendenerhöhung einstreichen.

eben jeder wie er will...

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