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Neues über IOTA: die Kryptowährung der Industrie 4.0 auf der Hannover-Messe

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
24.04.2018, 08:43  |  1351   |   |   

Am 27. März hatte ich IOTA bei einem Wert von ca. 95 Cents zum Kauf empfohlen, da diese Kryptowährung auf das Internet der Dinge (Internet Of Things, IOT) abzielt und damit das Bezahlen von Maschinen untereinander ermöglichen wird. Heute, am 23. April, liegt der IOTA-Kurs schon bei 1,73 Euro und hat sich damit in weniger als 4 Wochen fast verdoppelt. Hier die neuen Ereignisse und warum IOTA für mich persönlich die derzeit sinnvollste Kryptowährung ist.

Das Ziel von IOTA

Die IOTA Foundation mit Sitz in Berlin ist ein Non-Profit-Unternehmen und als gemeinnützige Stiftung nicht auf Gewinne aus. Die Gründer von IOTA haben damit eine unabhängige Open-Source-Lösung konzipiert, um diese Plattform jedem frei verfügbar zu machen und damit die Verbreitung von IOTA zu maximieren.

Entscheidend gegenüber anderen Kryptowährungen ist, dass IOTA das Skalierungsproblem mit Hilfe eines neu entwickelten Tangles gelöst hat. Statt einer Kette von Blöcken handelt es sich hier um parallele Stränge in einer netzartigen Struktur. Eine Transaktion ist durchgeführt, wenn sie von mehreren Teilnehmern und eben nicht von Minern bestätigt wird.

Es bedarf nur dreier Schritte: Es werden von mir mindestens zwei andere Transaktionen im Hintergrund durch die Software bestätigt. Diese beiden Transaktionen müssen wieder im Hintergrund verifiziert und damit auf Korrektheit geprüft werden. Die Authentifizierung findet über die Berechnung einer Nonce (Number Used Once) statt, die damit einen Spamschutz garantiert.

Das Entscheidende: Die Skalierbarkeit nimmt mit der Anzahl von Transaktionen noch zu, und es entstehen keine Mining-Kosten. Damit sind sogenannte Micropayments möglich, die etwa beim Bezahlen von Parkgebühren, Brötchen oder Zeitungen anfallen.

Dabei hat IOTA sich von Anbeginn auf den Paradigmenwechsel beim IoT konzentriert. Andere Stichworte sind Industrie 4.0 und On-Demand-Economy. Dabei steht Industrie 4.0 für die vierte industrielle Revolution nach der Mechanisierung (Industrie 1.0), der Massenproduktion (Industrie 2.0) und der Automatisierung (Industrie 3.0).

Damit hält nun das Internet der Dinge und Dienste Einzug in die Produktion, bei der das von der Bundesregierung erklärte Ziel eine Produktivitätssteigerung um ca. 30 % ist. Wesentlich für das reibungslose Funktionieren des IoTs wird auch sein, dass es ein skalierbares und kostenloses Paymentsystem gibt, so dass Maschinen andere Maschinen bezahlen können.

Bisherige Kooperationen

Der Erfolg von IOTA ist daher eng mit der massenhaften Nutzung der Tangle-Technologie verbunden, d. h. es braucht namhafte Kooperationspartner aus dem Bereich Industrie 4.0. Mit Bosch und Volkswagen (WKN:766403) sind zwei Industrie-Schwergewichte dabei, die entscheidend für den Erfolg sein könnten. VW hat sogar einen Mitarbeiter im Aufsichtsrat der IOTA Foundation in Berlin sitzen, was die Wichtigkeit dieses Projektes unterstreicht.

Auch Dr. Rolf Werner, Chef der Fujitsu (WKN:855182) Zentraleuropa, hat einen Sitz im Aufsichtsrat der IOTA Foundation. Auf der Hannover-Messe präsentiert Fujitsu zwei voneinander unabhängige Fertigungsstraßen, die die Produktion zweier Unternehmen repräsentieren. Im Sinne des IoTs werden hier Daten aus den Maschinenumgebungen extrahiert, aufbereitet und visualisiert. Zudem wird aber auch mit einem integrierten Trusted Audit Trail das Potential von IOTA demonstriert.

Logistik- und Produktionsschritte sollen so sicher und vor allem unveränderbar gespeichert werden. Wird also in die Produktion eingegriffen, schlägt die Software Alarm oder sortiert fragliche Materialien automatisch aus. So lässt sich nachweisbar sicherstellen, dass fälschungssicher nur Originalkomponenten verbaut werden. Als geeignete Anwendung nennt Fujitsu insbesondere Logistikketten, die mehrere Firmen überspannen.

Die Zukunft von IOTA

Bosch und InnoEnergy Scandinavia forschen an Micropayment-Systemen insbesondere für autonome Elektroautos. Damit werden solche Fahrzeuge vermutlich e-Wallets besitzen, die nach dem Ladevorgang an einer Ladestation automatisch die Energie mittels IOTA bezahlen werden.

Xue Wang, Entwickler und Produktmanager bei InnoEnergy, sieht in der Tangle-Technologie den Schlüssel für eine dezentrale E-Mobilität, die den Alltag der Menschen vereinfachen und verbessern wird:

Die Zusammenarbeit zwischen InnoEnergy und der IOTA Foundation bei der Implementierung der Tangle Distributed Ledger Technologie im Pilotprojekt wird die Entwicklung intelligenter Community-Energiemärkte erleichtern. Die Bürger erhalten die Möglichkeit, die dezentralen Dienste für saubere Elektromobilität mit einem transparenten, autonomen und sicheren Transaktions- und Datenmanagementsystem zu nutzen.“

Aber auch Datensicherheit spielt bei Industrie 4.0 eine entscheidende Rolle. Ebenfalls auf der Hannover-Messe stellt dazu die DXC Technology (WKN:A2DM8U) in einer Live-Demonstration gemeinsam mit den Sicherheitsspezialisten von IOTA konkrete Lösungen vor.

IOTA stellt dabei eine Sicherheitslösung zur Verfügung, mit der sich Massendaten verarbeiten lassen. So wird es möglich, in der Produktion die Industrie-4.0-Vernetzung mit Sensoren voranzutreiben und die daraus entstehende Datenfülle abzusichern. Besonders im Fokus stehen dabei der Datentransfer und die Kommunikation zwischen Maschinen.

IOTA selbst fokussiert sich derzeit klar auf Anwendungen für Mobilität, Lieferketten, die Digitalisierung des Gesundheitssystems sowie intelligente Energiesysteme. Grenzen gibt es aber theoretisch keine.

Fazit

Mit ihrer anerkannten Gemeinnützigkeit ist die IOTA Foundation einzigartig und in einem häufig hoch spekulativen Umfeld damit sehr glaubwürdig. Der Aspekt der Gebührenfreiheit ist dabei von zentraler Bedeutung, denn nur so kann mittelfristig eine echte IoT-Ökonomie entstehen, bei der Maschinen mit Maschinen ohne den Menschen dazwischen interagieren.

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