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Kames-Manager „Wir müssen uns da keineswegs verstecken“

Gastautor: Dominik Weiss
24.04.2018, 09:17  |  420   |   |   

Das Thema Multi Asset bleibt auch 2018 relevant. Der Kames Global Diversified Growth ist ein Produkt, das punkten kann. FundResearch sprach mit Co-Investmentmanager Robert-Jan van der Mark.

FundResearch: Was macht der Kames Global Diversified Growth aus Ihrer Sicht besser als die Produkte der Konkurrenz? 

van der Mark: Der Fonds hat das Ziel, auf mittlere Sicht  4% p.a. nach Gebühren zu liefern. Die Volatiltät sollte dabei zwischen 50 und 75% der globalen Aktienmärkte liegen. Wir gehen unconstrained vor, d.h. wir verstehen uns als aktive Manager, operieren ohne Benchmark, wählen aus einer sehr großen Menge an globalen Opportunitäten und haben einen sehr starken Schwerpunkt bei alternativen Investments. Diese Produkte bilden einen klaren Schwerpunkt in unserem Fonds. Bei allem wollen wir unseren Kunden größtmögliche Transparenz bieten. Wir setzen zudem stark auf Alternatives. Diese beizumischen bedeutet, im Bereich der Multi-Asset-Investments zu diversifizieren.  

FundResearch: Was genau verstehen Sie dabei unter „Alternatives“? 

van der Mark: Damit meinen wir die Themen Infrastruktur, Erneuerbare Energien, Asset-Leasing, Immobilien und Grundstücke, welche wir über u.a. über direkte Investitionen in die Unternehmen und REITs abdecken. Alternatives sind ein Fundament des Fonds. Wir setzen sie ein, um geringere Drawdowns zu haben, als unsere Peergroup. Viele Kunden finden unseren Fonds deshalb besonders interessant.  

FundResearch: …nennen Sie doch mal ein Beispiel. 

van der Mark: Etwa unser Investment in DP Aircraft I, ein Leasingfonds, über den die Norwegian Air und Thai Airways eine Boeing 787s geleast haben. Dort sind wir investiert und erwarten in der 12jährigen Leasingperiode Returns über 8% p.a. Oder nehmen Sie das Unternehmen HICL – ein Unternehmen, das in Schulen, Krankenhäuser und Autobahnen investiert. Auch hier sind wir engagiert. 

Ordentlich geschlagen: Kames‘ Multi-Asset-Produkt im Performance-Check

FundResearch: Wieviel Anteil am Fondsvolumen machen die Alternatives aktuell aus? 

van der Mark: Rund 34 Prozent. 

FundResearch: Welche Assetklassen nutzen Sie noch?

van der Mark: Außer Aktien (35,3%) nutzen wir Staatsanleihen (1,8%) und Cash (8,7%). Den Credit-Bereich (19,5%) decken wir z.T. über CDRs ab. Im Währungsbereich und teilweise im Bond-Bereich nutzen wir auch Futures. 

FundResearch: Wo liegen die Schwerpunkte bei Aktien? 

van der Mark: Bei globalen Growth-Werten (16,1%), Value-Unternehmen (9,4%), Ölaktien (5,0%), Eurozone-Aktien (2,6%), Emerging Markets (1,2%) sowie Biotechwerten (0,9%).   

Weniger volatil: Alternatives sorgen für Ruhe im Kames-Fonds   


FundResearch: In echten Stressperioden klappt dieses Konzept aber nicht? 

van der Mark: Ich denke doch. In den Stressperioden seit unserer Auflegung im Jahr 2013 hatten wir messbar geringere draw-downs als die breiten Aktienmärkte.  

FundResearch: Das ist bei Multi-Asset-Fonds ja auch klar…

van der Mark: …schon. Aber auch im Vergleich zu unserer direkten Konkurrenz bei Multi-Asset-Fonds liegen wir bei der Volatilität im guten Mittelfeld. Wir müssen uns da keineswegs verstecken und nutzen unsere Inhouse-Ressourcen, um die verschiedenen Risikokörbe zu managen. Bei diesem Fonds spielen 22 Sub-Assetklassen eine Rolle, beim Erreichen der Renditeziele. Diese werden ständig einer umfangreichen Korrelationsanalyse unterzogen.   

 

KAMES-Capital
ist ein schottischer Assetmanager. Ingesamt 315 Mitarbeiter, davon 94 Investment-Professionals in Edinburgh und London. Die Aseets under Managerment liegen bei 49,8 Mrd EUR. Kunden sind Pensionskassen, Institutionen, Stiftungen, Family-Offices und Wealth-Manager. Multi-Asset-Anlagen werden seit ca. 30 Jahren gemanagt. Das Unternehmen ist zu 100% in Besitz der Aegon NV, einem der weltweit führenden Finanzdienstleister. 



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