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Gewerkschaftsbericht Beamte in Bayern verdienen am meisten

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
25.04.2018, 01:00  |  1615   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Beamte in Bayern verdienen bundesweit mit Abstand am meisten Geld. Die Länder Berlin und das Saarland bezahlen ihre Staatsdiener dagegen am schlechtesten. Das ergibt sich aus dem neuesten Besoldungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) berichten.

Beamte, die für Bundesbehörden arbeiten, verdienen gut - und zwar umso besser, je höher ihre Besoldungsgruppe ist. Die von der Bundesregierung nach dem Tarifabschluss für Angestellte im öffentlichen Dienst angekündigte Erhöhung auch für Bundesbeamte wird einige Staatsdiener im höheren Dienst sogar zu Spitzenverdienern in ihrer Besoldungsklasse machen. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack warf Bund und Ländern vor diesem Hintergrund eine "Besoldungspolitik nach Kassenlage" vor. Die öffentlichen Arbeitgeber nähmen es in Kauf, "dass der öffentliche Dienst im Wettbewerb um Fachkräfte oft nicht mehr konkurrenzfähig" sei, sagte Hannack den Funke-Zeitungen. Gerade schlechter zahlende Länder hätten zunehmend Schwierigkeiten, neues, qualifiziertes Personal zu gewinnen. Die Folge sei ein öffentlicher Dienst, "der seine Aufgaben nur noch schwerlich erfüllen kann". Es fehle nicht nur eine langfristige Personalpolitik, es drohe auch ein "Flickenteppich" unterschiedlicher Bezahlung. So ist es Hannack zufolge "nicht nachvollziehbar", dass beispielsweise eine gerade in den Staatsdienst übernommene Justizvollzugsbeamtin in Berlin zwölf Prozent weniger Gehalt bekomme als ihre Kolleginnen in Bayern. Gleiches gelte für eine neu verbeamtete Lehrerin in Rheinland-Pfalz die im Jahr mehr als 8.000 Euro brutto und damit 18,5 Prozent weniger erhalte als eine neu verbeamtete Lehrerin in Bayern. Die DGB-Untersuchung vergleicht die Bezüge der rund 1,8 Millionen Beamten in den 16 Bundesländern und beim Bund sowohl in absoluter Höhe als auch in Bezug zur Arbeitszeit. Auch die Steigerungsraten in den vergangenen zehn Jahren werden erfasst. Der Vergleich bezieht sich auf die drei Besoldungsgruppen A7, A9 und A13, die exemplarisch für die Laufbahn im mittleren, im gehobenen und höheren Dienst stehen. Die Summen sind jeweils die Bruttobezüge von ledigen und kinderlosen Beamten.

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Kommentare

Ja darüber kann man wohl diskutieren, aber am Beispiel der Lehrerin muss man auch klar sagen das die Lehrerin in Bayern am Jahresende weniger Geld über hat weil sie mehr als die 18,5% an Miete ausgegeben hat.
Es ist immer sehr leicht einige Beispiele rauszupicken mit nur der halben Wahrheit, mich würde mal viel mehr interessieren warum die Gewerkschaft gegen ein Grundeinkommen hat , obwohl ich kann es mir ja denken, man wird als Gewerkschaft halt völlig uninteressant wenn's sowas gibt oder klarer ausgedrückt man ist überflüssig genauso wie Jobs zu 8,85 Euro die Stunde, ja man müsste halt einen korrekten Preis wieder zahlen für Menschen die den dreck von anderen reinigen, denn nur weil der Putzjob jetzt 16 Euro die Std. kostet wird kein Vorstand selber putzen oder Abteilungsleiter oder 200000 besser verdienende werden jetzt auch nicht anfangen an ihrem Wochenende selber das klo zu reinigen nein sie werden den Preis bezahlen.
Als ich neulich den Paketboten fragte was er um 20:00h noch macht sagte er müsse die letzten Pakete noch ausliefern der Mann kommt nicht einmal auf den Mindestlohn, so eine absolute sauerei würde es dann auch nicht mehr geben, soll Amazon und Co. mal schön selber dann sehen wie sie ihre Produkte zum Kunden bekommen , ja der Einzelhandel würde sich wohl sehr freuen über eine korrekte Bezahlung der Paket Auslieferung dann wäre der Vorteil verschwunden und gleichzeitig würden wir tausende von Tonnen Müll sparen.

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