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Deutsche Bank nicht länger im Wettstreit mit Wallstreet-Giganten

27.04.2018, 15:23  |  2605   |   |   

Die Deutsche Bank wird weiterhin in den Vereinigten Staaten präsent sein, aber ihre Aktivitäten, wie den Handel und die Erbringung von Dienstleistungen für Hedgefonds, reduzieren. Stattdessen wird man sich im kommenden Quartal unter Christian Sewing, der in diesem Monat zum dritten Vorstandsvorsitzenden der Bank innerhalb von drei Jahren ernannt wurde, auf europäische Kunden konzentrieren.

"Dies ist kein kompletter Ausstieg aus dem US-Geschäft", betonte Herr Sewing während einer Telefonkonferenz mit Analysten am Donnerstag. Man werde lediglich den Ehrgeiz aufgeben, Teil der Wallstreet-Giganten zu sein. Die Entscheidung, nach Jahren von Verlusten, Skandalen und Management-Turbulenzen, beendet eine 20-jährige Suche von Deutschlands größter Bank, um mit Goldman Sachs und JPMorgan Chase auf Augenhöhe zu konkurrieren, so die New York Times.

Die Deutsche Bank wird weiterhin in den Vereinigten Staaten präsent sein. Bereits Anfang April hatte Sewing gesagt, dass die magere Rendite den Bedarf sofort zu Handeln unterstreicht. Der Plan sieht auch einen Stellenabbau vor, aber die Deutsche Bank hat keine konkreten Angaben gemacht.

Vielleicht ist die angekündigte Entscheidung genau die Richtige, denn seit der Finanzkrise 2008 hat sich das Bankhaus nicht richtig erholen können. Die Bank war in fast alle großen Skandale verwickelt. Dennoch war die Deutsche Bank zögerlicher als ihre europäischen Konkurrenten, die ihre Präsenz an der Wall Street reduzierten. Andere, wie die Credit Suisse, handelten konsequenter und wurden seither mit besseren Gewinnen belohnt, so die New York Times. 

Herr Cryan, der weniger als drei Jahre als Vorstandsvorsitzender tätig war, hatte bereits begonnen, die Investmentbank zu trimmen. Herr Sewings Plan scheint viel weiter zu gehen, indem er den Fokus explizit von den Vereinigten Staaten nach Europa verlagert, so die New York Times.

Quelle:

New York Times vom 26.04.2018.

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