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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow schafft moderates Monatsplus
Foto: Justin Lane - dpa

ROUNDUP/Aktien New York Schluss Dow schafft moderates Monatsplus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
30.04.2018, 22:38  |  1263   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street hat der April die Anleger nach zwei Verlustmonaten in Folge wieder etwas versöhnt. Die wichtigsten Aktienindizes schlossen auf Monatssicht im Plus, obwohl die Kurse an diesem Montag unter Druck gerieten. Vor dem Zinsentscheid der Notenbank am Mittwoch hielten sich die Investoren zurück, sagten Börsianer.

Der Dow Jones Industrial büßte anfängliche Gewinne ein und gab um 0,61 Prozent auf 24 163,15 Punkte nach. Auf Monatssicht legte er dennoch um 0,25 Prozent zu. Für den breit gefassten S&P 500 ging es am Montag um 0,82 Prozent auf 2648,05 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,76 Prozent auf 6605,57 Punkte.

Für ein positives Ausrufezeichen sorgte derweil McDonald's : Die weltgrößte Schnellrestaurantkette hatte zu Jahresbeginn mehr Gäste mit günstigen Kombi-Menüs angelockt und den Gewinn kräftig gesteigert. Damit waren die Aktien mit einem Plus von fast 6 Prozent der klare Gewinner im Dow.

Ebenfalls dort gewannen die Aktien von Walmart gut 1 Prozent. Der Handelsriese verkauft die britische Tochter Asda an den britischen Einzelhändler Sainsbury und erhält dafür neben einem Anteil am fusionierten Unternehmen knapp 3 Milliarden Pfund in bar. Die Sainsbury-Papiere waren in London um rund 14,5 Prozent in die Höhe geschnellt.

Ansonsten stand der Telekom-Sektor einmal mehr im Fokus. So knickten die Aktien von Sprint um fast 14 Prozent ein. Worüber in den vergangenen Wochen bereits kräftig spekuliert worden war, ist nun Wirklichkeit: Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US schluckt den Rivalen. Dessen Kurs ist seit Beginn der Spekulationen bereits um fast 30 Prozent gestiegen. Nun machten Anleger Kasse.

42 Prozent des neuen Unternehmens T-Mobile soll die deutsche Mutter in Bonn halten. Die japanische Sprint-Mutter Softbank hält 27 Prozent, 31 Prozent gehen an freie Aktionäre. Die Transaktion wird über einen Aktientausch abgewickelt: "Für jeweils 9,75 Sprint-Anteile erhalten deren Aktionäre im Gegenzug eine neue Aktie der T-Mobile US ohne bare Zuzahlung", hieß es in der Mitteilung - vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden.

Papiere von T-Mobile US sackten als Schlusslicht im Nasdaq 100 um mehr als 6 Prozent ab. Sie waren seit Aufkommen der Spekulationen um 8 Prozent geklettert. Analysten lobten den Deal, wiesen aber auch auf eine hohe Verschuldung des fusionierten Mobilfunkanbieters hin. Analyst Dhananjay Mirchandani von Bernstein sieht in dem Vorhaben eine "gewaltige Herausforderung". Er verwies auf die von der Telekom auf 15 Milliarden US-Dollar bezifferten Kosten der Integration von Sprint. Diese seien für ihn eine Überraschung und in dieser Höhe "schleierhaft". Von der schlechten Stimmung erfasst wurden auch die Anteilscheine des Wettbewerbers Verizon , die am Dow-Ende rund 4 Prozent verloren und damit ihre Gewinne vom Freitag wieder einbüßten.

Unter den weiteren Technologiewerten zogen die Anteilscheine von Twitter um gut 4,5 Prozent an. Der Unterhaltungsriese Walt Disney stellt dem Kurznachrichtendienst Live-Inhalte aus seinem gesamten Portfolio zur Verfügung. Der Deal umfasst auch eine werbliche Zusammenarbeit. Walt-Disney-Papiere reagierten kaum und schlossen mehr als 1 Prozent höher.

Die Aktien von Spotify schließlich legten um rund 1 Prozent zu. Die Analysten von JPMorgan und Goldman Sachs hatten die Anteilsscheine des Streaming-Anbieters von Unterhaltung zum Kauf empfohlen.

Der Kurs des Euro litt unter der weiter schwachen Inflation in der Eurozone und notierte zuletzt bei 1,2080 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2079 (Freitag: 1,2070) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8279 (0, 8285) Euro. Am Rentenmarkt stiegen richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen angesichts schwacher Konjunkturdaten um 2/32 Punkte auf 98 10/32 Punkte und rentierten mit 2,948 Prozent./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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