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Aktien New York: Moderate Gewinne nach Zinsentscheid der Notenbank
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Aktien New York Moderate Gewinne nach Zinsentscheid der Notenbank

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
02.05.2018, 20:33  |  1238   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Mittwoch moderat positiv auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) reagiert. Während die Standardwerte ins Plus drehten, bauten Technologieaktien ihre Gewinne etwas aus. Die Fed hatte den Leitzins wie erwartet nicht verändert. Die "Fed Funds Rate" liegt nach wie vor in einer Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent.

Der Dow Jones Industrial rückte um 0,23 Prozent auf 24 154,41 Punkte vor. Am Dienstag war der US-Leitindex zeitweise um bis zu knapp anderthalb Prozent abgerutscht, hatte dann aber nur mit einem moderaten Minus geschlossen. Für den breit gefassten S&P 500 ging es am Mittwoch um 0,13 Prozent auf 2658,34 Punkte nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,42 Prozent auf 6710,27 Punkte.

Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners sprach von einer Entscheidung der Fed "ganz nach dem Geschmack der Anleger". Die Notenbank bleibe auf ihrem aktuellen Kurs. Von einer Beschleunigung sei aktuell keine Rede.

Unter den Einzelwerten zogen die Aktien von Apple dank überzeugender Resultate um fast 5 Prozent an und waren damit der klare Favorit im Dow. Der Technologiekonzern hatte nach Einschätzung von Analysten im zweiten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als befürchtet. Ein starkes Geschäft mit Dienstleistungen und Produkten wie der Computeruhr Apple Watch stehe den erwartungsgemäßen iPhone-Verkäufen gegenüber, schrieb Rod Hall von der Investmentbank Goldman Sachs. Sein Kollege Steven Milunovich von der schweizerischen Großbank UBS sah zudem den Ausblick über den Erwartungen.

Ausgabefreudige Verbraucher in Shopping- und Reiselaune hatten dem Kreditkartenanbieter Mastercard im ersten Quartal überraschend deutlich auf die Sprünge geholfen. Die Anleger quittierten dies mit einem Plus von rund 4 Prozent.

Die Aktien von T-Mobile US hingegen konnten ihre anfänglichen Gewinne nicht behaupten und verloren zuletzt mehr als 3 Prozent. Die Deutsche-Telekom-Tochter , die vor der Übernahme des US-Konkurrenten Sprint steht, hatte zum Jahresauftakt erneut ein starkes Wachstum geschafft. Unter Anlegern herrscht aber weiterhin Ungewissheit, ob die Kartellbehörden dem Deal zustimmen.

Auch die Anteilscheine von Mondelez drehten ins Minus, obwohl der Lebensmittelhersteller im ersten Quartal überraschend gute Geschäfte gemacht hatte. Die besser als erwartete Entwicklung in Europa und Lateinamerika habe die Schwäche in Nordamerika kompensiert, lobte Goldman-Analyst Jason English. Die Papiere verloren zuletzt knapp 3 Prozent.

Um mehr als 21 Prozent sackten die Snap-Papiere ab, nachdem sie zwischenzeitlich bei fast 11 Dollar ein Rekordtief erreicht hatten. Die Neugestaltung der Foto-App Snapchat, die das schwächelnde Wachstum der dahinter stehenden Firma wieder ankurbeln sollte, hat versagt: In den vergangenen drei Monaten kamen viel weniger täglich aktive Nutzer hinzu als erwartet. Das Umsatzwachstum, das schon gegenüber dem Jahresende 2017 deutlich nachgelassen habe, dürfte sich im laufenden Quartal weiter abschwächen, befürchtet Analyst Douglas Anmuth von der US-Bank JPMorgan.

Die Aktien des Brauereikonzerns Molson Coors schließlich büßten fast 13 Prozent ein. Dessen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal sei noch schlechter ausgefallen als befürchtet, schrieb Goldman-Analystin Judy Hong./la/he

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