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Versuch Kann ein Brief an den US-Präsidenten einen Handelskrieg abwenden?

04.05.2018, 13:00  |  2570   |   |   

Insgesamt 1.140 Ökonomen, darunter 14 Nobelpreisträger, schickten am Donnerstag einen Brief an Donald Trump. Sie befürchten, dass die angekündigten Zölle auf Stahl- und Aluminium zu einer ähnlichen Rezession wie in den 1930er Jahren führen.  

Über tausend Ökonomen haben an Donald Trump geschrieben, dass wenn er seinen "ökonomischen Protektionismus" umsetzt, er damit die Fehler der 1930er Jahre wiederhole und die Welt in eine große Depression stürzt. Der Brief warnt davor, dass die von Trump errichteten protektionistischen Handelshemmnisse und sein Rückzug aus internationalen Handelsabkommen den USA weitaus mehr Schaden werden, als sie der Nation helfen.

"Heute sind die Amerikaner mit einer Vielzahl neuer protektionistischer Aktivitäten konfrontiert, darunter Drohungen sich aus Handelsabkommen zurückzuziehen, falsche Forderungen nach neuen Zöllen als Reaktion auf Handelsungleichgewichte und die Einführung von Zöllen für Waschmaschinen, Solarkomponenten und sogar Stahl und Aluminium, die von US-Herstellern verwendet werden." heißt es in dem Brief. 

Der Brief wurde von Nobelpreisträgern wie lvin Roth, Richard Thaler, Oliver Hart, Roger Myerson und James Heckman sowie Jason Furman, ehemaliger Vorsitzender des Council of Economic Advisors unter Barack Obama, und James Miller, Haushaltsdirektor unter Ronald Reagan, unterzeichnet.

Bryan Riley, Direktor der National Taxpayers Union's Free Trade Initiative, hat die Briefaktion ins Leben gerufen und koordiniert. Er sagte, dass viele der Argumente gegen den Freihandel für eine "einfache Weltwirtschaft" seien. "Die Menschen betrachten die Veränderungen, die sich in der Wirtschaft vollzogen haben und geben dem Freihandel die Schuld für den Rückgang der Produktion, obwohl die Veränderungen in Wirklichkeit mehr mit Automatisierungen zu tun haben", so Riley.

Riley sagte auch, im Vergleich zu den 1930er Jahren sei der internationale Handel für die Weltwirtschaft wichtiger denn je: "Wir verlassen uns mehr auf den internationalen Handel als zu irgendeinem Zeitpunkt in der Weltgeschichte". Der Brief warnt davor, dass Handelshemmnisse die Preise für amerikanische Verbraucher erhöhen und somit negative Auswirkungen auf die US-Bürger hätten. In dem Schreiben wird auch darauf hingewiesen, dass nur wenige Personen von Handelshemmnissen profitieren. Außerdem sind die protektionistischen Handelsbarrieren dem Weltfrieden nicht förderlich, so die Autoren und Unterzeichner. Bislang gab es keine Reaktion von Trump.

Quellen:

TheGuardian

Huffpost

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