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Aktien Europa: Richtung fehlt - Warten auf US-Arbeitsmarkt und schwache Zahlen
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Aktien Europa Richtung fehlt - Warten auf US-Arbeitsmarkt und schwache Zahlen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
04.05.2018, 12:06  |  459   |   |   

LONDON/PARIS (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Freitag keine gemeinsame Richtung gefunden. Vor dem viel beachteten monatlichen US-Arbeitsmarktbericht hielten sich die Anleger etwas zurück. Im EuroStoxx konnte der schwache Euro mit seinen positiven Auswirkungen für die Exportwirtschaft negativ aufgenommene Unternehmenszahlen nicht kompensieren: Gegen Mittag schaffte der Eurozonen-Leitindex nur ein Miniplus von 0,04 Prozent auf 3530,47 Punkte.

Für den französischen CAC 40 ging es um 0,16 Prozent auf 5492,72 Punkte nach unten. Beide Indizes hatten zuletzt allerdings eine wochenlange Erholungsrally hingelegt, der sie schon am Mittwoch Tribut gezollt hatten. Besser machte es vor dem Wochenende der Londoner FTSE 100 : Er legte angesichts des ebenfalls schwächelnden britischen Pfund um 0,41 Prozent auf 7533,59 Zähler zu und setzte damit seinen Höhenflug fort.

Im europäischen Branchenvergleich hatten vor allem die Besitzer von Technologie- und Bergbauaktien Grund zur Freude: Mit Kursgewinnen von je rund 1 Prozent lagen die beiden Subindizes im marktbreiten Stoxx Europe 600 vorn.

Dagegen führte der Bankenindex mit minus 0,48 Prozent die Verliererliste an. Er litt unter enttäuschenden Quartalsresultaten der französischen Branchenvertreter Societe Generale und BNP Paribas - deren Aktien gehörten mit Abschlägen von fast 6 beziehungsweise knapp 2 Prozent zu den schwächsten Werten im EuroStoxx 50.

Nicht besser erging es mit minus zweieinhalb Prozent den Anteilsscheinen des britischen Wettbewerbers HSBC . Analyst Martin Leitgeb von der US-Investmentbank Goldman Sachs sah die hohen angekündigten Investitionen als Belastung. Zudem hatte er - ähnlich wie andere Experten - auf ein noch umfangreicheres Aktienrückkaufprogramm gehofft als von der HSBC angekündigt.

Anhaltende Streiks von Piloten und anderen Mitarbeitern rissen die Fluggesellschaft Air France-KLM im ersten Quartal tief in die roten Zahlen. Die Aktien büßten gut 7 Prozent ein. Für den norwegischen Billigflieger Norwegian ging es sogar um 10,5 Prozent bergab, nachdem dieser zwei Übernahmeangebote von Konkurrent IAG abgelehnt hatte. IAG prüft nun weitere Optionen - weitere Übernahmeziele als Alternative zu Norwegian gehörten aber nicht dazu. Die IAG-Anteilsscheine verteuerten sich in London um mehr als 5 Prozent.

Dem dänischen Windanlagenbauer Vestas machten zu Jahresbeginn der scharfe Wettbewerb im Windenergiegeschäft sowie der schwache US-Dollar zu schaffen, was die Papiere um annähernd 3 Prozent absacken ließ. Für die zuletzt gut gelaufenen Titel des Rivalen Siemens Gamesa ging es trotz eines besseren ersten Quartals um zweieinhalb Prozent bergab./gl/jha/

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