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Devisen: Euro gibt nach - Dollar im Aufwind
Foto: Vladimir Koletic - 123rf

Devisen Euro gibt nach - Dollar im Aufwind

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
04.05.2018, 13:26  |  644   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag etwas an Wert verloren. Händler nannten als Grund den US-Dollar, der zu vielen Währungen zulegen konnte. Ein Euro kostete gegen Mittag 1,1965 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1992 Dollar festgesetzt.

Konjunkturdaten aus dem Euroraum setzten am Währungsmarkt keine neuen Impulse. Die Unternehmensstimmung, gemessen am Einkaufsmanagerindex des Markit-Instituts, trübte sich im April nur leicht ein. Konjunktursorgen, die sich nach deutlichen Rückschlägen im Februar und März ergeben hatten, wurden durch die Stabilisierung etwas gedämpft. Der Euro konnte davon aber nicht profitieren.

Weiter nach unten ging es mit Währungen aus Schwellenländern. Im Vormittagshandel setzte sich die jüngste Talfahrt der türkischen Lira fort. Die Währung rutschte auf ein neues Rekordtief. Zeitweise wurden für einen Dollar knapp 4,29 Lira gezahlt und damit so viel wie noch nie.

Noch heftiger ist die Entwicklung des argentinischen Peso. Am Donnerstag hatte sich die Notenbank Argentiniens mit einer zweiten Leitzinsanhebung innerhalb weniger Tage gegen den Wertverfall der Landeswährung gestemmt. Die Talfahrt konnte jedoch nicht gestoppt werden. Am Anleihemarkt gerieten argentinische Staatsanleihen des Landes stark unter Druck.

Auch Währungen aus anderen Schwellenländern stehen seit einigen Tagen unter Druck, wenn auch nicht so stark wie die Devisen der Türkei und Argentiniens. Fachleute erklären diese Entwicklung vor allem mit höheren Kapitalmarktzinsen in den USA, was Investoren dazu veranlasst, Kapital aus den Schwellenländern abzuziehen und in den USA anzulegen. Hinzu kommen hausgemachte Probleme in einzelnen aufstrebenden Ländern wie hohe Inflationsraten, hohe Handelsdefizite oder politische Probleme.

Im Nachmittagshandel blicken die Anleger in Richtung USA. Dort veröffentlicht die Regierung ihren monatlichen Arbeitsmarktbericht. Es wird mit einer erneut soliden Entwicklung gerechnet. Im Mittelpunkt dürfte die Lohnentwicklung stehen. Stärker steigende Löhne gelten als Voraussetzung dafür, dass die US-Notenbank ihren bislang moderaten Straffungskurs verschärft./bgf/jsl/jha/

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