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Übernahmeschlachten treiben die Performance

Gastautor: Thomas Hellener
07.05.2018, 07:29  |  4605   |   |   

Die beste Nachricht zur Beruhigung der Märkte kam jetzt aus Peking. Dort konnten sich die USA und China bei ihren Konsultationen im Handelsstreit zwar nicht einigen, aber die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, beide Seiten seien gewillt den Disput im Dialog zu lösen. In mehreren Punkten habe man eine Einigung erzielen können, in anderen Fragen gebe es noch relativ viel Uneinigkeit. Konkreteres gab es zwar nichts. Das war aber auch nicht zu erwarten, dazu sitzen zu viele Egos am Verhandlungstisch. Die Annäherung wird nur langsam voran gehen. Aber immerhin wurde deutlich, dass der Handelsstreit wohl nicht allzu sehr ausufern wird. Beide Seiten müssen ihr Gesicht wahren und Erfolge vorweisen können. Bis es aber soweit ist, wird es noch eine ganze Weile dauern. Die Märkte werden dies mit gewissem Unbehagen gespannt verfolgen, wobei jetzt aber ein Funken Hoffnung mitschwingen wird. In der Zwischenzeit werden jetzt wieder Zinsen, die konjunkturelle Entwicklung und die Quartalszahlen der Unternehmen einen größeren Raum einnehmen.

Fokus auf Zinsen, Konjunktur und Unternehmenszahlen

Nach der deutlichen Konsolidierung der internationalen Aktienmärkte in den letzten Monaten zeigten die Kurse der meisten Unternehmen in der laufenden Berichtssaison Erholungstendenzen. Der Konjunkturverlauf in den führenden Industrienationen bleibt erfreulich und bestätigt eine nachhaltig positive Wirtschaftsaktivität, wobei aber erste Indikatoren darauf hinweisen, dass der konjunkturelle Höhepunkt wohl erreicht ist. Aber die Entwicklung der letzten Wochen war bei DAX, Dow Jones, S&P 500 und Co. positiv. Gleiches gilt auch für die Performance unseres global anlegenden Nachhaltigkeitsaktienfonds PRIMA – Global Challenges, der im abgelaufenen Monat ein Plus von 4,24 Prozent verbuchen konnte, wobei er sich besser als der MSCI World (EUR) entwickelte. Seit Jahresanfang liegt der Fonds sogar gegenüber dem DAX und dem Eurostoxx 50 vorne. Beste Performer waren die britische Firstgroup mit einem Plus von 36, 1 Prozent, gefolgt vom deutschen Windanalgenbauer Nordex, und der US-amerikanischen Xerox Corporation. Negativ zu Buche schlugen moderate Verluste bei Renault, dem japanischen Fahrradhersteller Shimano und Vestas Wind Systems.

Apollo will Firstgroup schlucken

Es sind vor allem Übernahmeattacken, die für die gute Performance gesorgt haben. So erwehrt sich der Bus- und Bahnkonzern Firstgroup einem Übernahmeversuch durch das Private Equity-Unternehmen Apollo. Firstgroup, das so bekannte Transportfirmen wie Great Western Railway, oder auch die amerikanischen Greyhound Busse betreibt, hat das vorgelegte Angebot als „viel zu niedrig“ abgelehnt. Es würde die Briten „fundamental unterbewerten“, heißt es aus der Vorstandsetage im schottischen Aberdeen. Doch Apollo hat tiefe Taschen. So wurden im vergangenen Jahr fast 25 Milliarden US-Dollar eingesammelt, die jetzt entweder in den USA, in Kanada oder in Westeuropa angelegt werden müssen. Gut möglich, dass der Übernahmepreis erhöht wird. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Carl Icahn mischt im Poker um Xerox mit

Spannend bleibt es auch bei Xerox. So hat sich im Kampf um die geplante Übernahme des schwächelnden US-Druckerherstellers durch Fujifilm der aktivistische Investor Carl Icahn eingemischt und einen ersten Erfolg verbuchen können. Sowohl Xerox-Chef Jeff Jacobson als auch sechs weitere Manager treten von ihren Posten zurück, um so eine Klage der Großaktionäre Icahn und Darwin Deason beizulegen. Beide Investoren glauben nämlich, dass Xerox bei der 6,1 Milliarden Dollar schweren Transaktion viel zu niedrig bewertet wird. Doch die heiße Phase in dieser Übernahmeschlacht steht noch aus, denn der Kamerahersteller Fujifilm will den Deal notfalls auch vor Gericht durchboxen. Icahn und Deason haben derweil ein neues Management bei Xerox installiert, das unter der Führung des neuen Chefs John Visentin einen besseren Preis für den Druckerhersteller verhandeln soll. Auch hier bleibt es spannend. Doch wie es aussieht, sind die Aktionäre von Xerox auf jeden Fall die Gewinner, was auch dem PRIMA – Global Challenges zu Gute kommen würde.

 

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