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Da hilft kein America-First: Klimawandel wird Wirtschaftswachstum entschleunigen

08.05.2018, 16:10  |  3111   |   |   

Ein kürzlich von der Federal Reserve Bank of Richmond veröffentlichtes Arbeitspapier kommt zu dem Schluss, dass die globale Erwärmung das Wirtschaftswachstum in den USA deutlich bremsen könnte. Insbesondere steigende Sommertemperaturen in den Südstaaten werden das Wirtschaftswachstum dämpfen. Diese Staaten stimmten 2016 für Donald Trump.

Die US-Bundesstaaten mit den heißesten Sommertemperaturen sind: Florida, Louisiana, Texas, Mississippi, Oklahoma, Alabama, Georgia, South Carolina, Arkansas und Arizona. Alles Staaten, die Trump zum Amt des Präsidenten verholfen haben. Die nun vorliegende Studie bestätig abermals, dass Volkswirtschaften in Regionen mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 14°C sich am Besten entwickeln. Industrieländer wie die USA, Japan und ein Großteil Europas befinden sich zufällig in der Nähe dieser idealen Temperatur. Jedoch wird die Erwärmung in einem Teil der Regionen dafür sorgen, dass zukünftig sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt, so die Studie. 

Das neue Arbeitspapier kommt zu dem Schluss, dass sich das Wirtschaftswachstum in den USA um etwa 5 bis 10 Prozent verlangsamt, wenn die Pariser Ziele - mit einer globalen Erwärmung unter 2°C - erfolgreich eingehalten werden. Auf dem derzeitigen Weg, einschließlich der bisher umgesetzten Klimapolitik würde sich das Wirtschaftswachstum in den USA um etwa 10 bis 20 Prozent verlangsamen. Bei einer höheren Kohlenstoffbelastung könnte sich das Wirtschaftswachstum in den USA allein aufgrund der höheren Temperaturen um etwa 12 bis 25 Prozent verlangsamen.

Wie die Forschung zeigt, wird die fehlende Eindämmung der globalen Erwärmung sicherlich zu weniger Wirtschaftswachstum führen. Aber es könnten Rechtsvorschriften erlassen werden, um diesem Problem zu begegnen.

Viel schlimmer als die USA, wird die Erwärmung die ärmeren Länder treffen. Die sogenannten Entwicklungsländer werden durch den Klimawandel deutlich schlechter gestellt. Ein neuer Aufsatz, der letzte Woche in Science Advances veröffentlicht wurde, ergab, dass diese ärmeren tropischen Länder größere Temperaturschwankungen in einer heißeren Welt erleben werden. Aufgrund dieser Kombination - aus heißen Temperaturen und größeren Schwankungen in Ländern mit geringeren Anpassungsmöglichkeiten - sind diese Länder am anfälligsten für die Auswirkungen des Klimawandels.

Bildquelle: The Guardian (siehe unten).

Somit wären die Länder, die am wenigsten zu dem Problem beigetragen haben, am anfälligsten für seine Folgen. Unterdessen hinken wohlhabende Länder bereits hinter ihren zugesagten Finanzhilfen und Klimazielen deutlich hinterher.

Quelle:

The Guardian

 

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Kommentare

Herrje, was für ein Wörtersalat. Hauptsache die Begriffe Trump, Klimakatastrophe und Wirtschaft in einem Text unterbringen. Und auch so wissenschaftlich wie man es von Journalisten erwartet. Ursache-Wirkungsprinzip und so.

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