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Devisen: Britisches Pfund gerät nach Zinsentscheidung deutlich unter Druck
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Devisen Britisches Pfund gerät nach Zinsentscheidung deutlich unter Druck

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
10.05.2018, 13:42  |  879   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das britische Pfund ist nach der Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) zu anderen wichtigen Währungen unter Druck geraten. Das britische Pfund fiel zum Euro auf ein Tagestief von 1,1353 Euro. Zuvor hatte das Pfund noch bei 1,1456 Euro notiert. Auch der US-Dollar legte zum Pfund zu.

Die Bank of England hatte ihren Leitzins wie erwartet bei 0,5 Prozent belassen. Sie hält jetzt nur noch eine beschränkte geldpolitische Straffung für notwendig. An den Finanzmärkten wird jetzt im laufenden Jahr gar keine Leitzinsanhebung mehr erwartet. Im November hatte die Notenbank erstmals seit gut zehn Jahren den Leitzins von seinem damaligen Rekordtief von 0,25 Prozent auf das derzeitige Niveau angehoben. Vor einigen Wochen war noch mit einer weiteren Zinsanhebung im Mai gerechnet worden.

Zuletzt schwache Inflations- und Konjunkturdaten hatten jedoch zu einer Stimmungsumkehr geführt. So ist die britische Wirtschaft im ersten Quartal kaum noch gewachsen und die Teuerungsrate ist im März auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gefallen. Die wirtschaftliche Schwäche bezeichneten die Währungshüter am Donnerstag jedoch als nur vorübergehend.

Der Eurokurs weitete seine Gewinne zum US-Dollar bis zum Mittag weiter aus. Die Gemeinschaftswährung wurde mit 1,1884 Dollar gehandelt, nachdem er am Morgen noch bei 1,1850 Dollar notiert hatte. Eine Wendung im politischen Ringen um eine Regierungsbildung in Italien gab der Gemeinschaftswährung etwas Auftrieb, hieß es aus dem Handel. Die rechtspopulistische Lega und die Fünf-Sterne-Protestpartei sehen Fortschritte auf dem Weg zu einer möglichen Regierungsbildung in Italien. Mit Blick auf ein mögliches Kabinett und in der Diskussion um den Posten des Ministerpräsidenten seien "bedeutende Schritte nach vorne" gemacht worden, teilten die Chefs der Parteien, Luigi Di Maio und Matteo Salvini mit.

Am Nachmittag stehen in den USA noch Zahlen zu den Verbraucherpreisen und den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung auf dem Kalender./jsl/tos

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