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Devisen: Eurokurs steigt nach schwachen US-Verbraucherpreisdaten
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Devisen Eurokurs steigt nach schwachen US-Verbraucherpreisdaten

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
10.05.2018, 16:56  |  451   |   |   

FRANKFURT/LONDON (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Donnerstag nach schwachen Verbraucherpreise aus den USA zugelegt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1896 US-Dollar. Am Morgen hatte er noch zeitweise einen halben Cent niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1878 (Mittwoch: 1,1879) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8418 (0,8418) Euro.

Die Verbraucherpreisdaten aus den USA hatten den Dollarkurs stark unter Druck gebracht. Zwar war die Inflationsrate wie erwartet auf 2,5 Prozent gestiegen. Die von der US-Notenbank Fed besonders beachtete Kernrate hatte jedoch bei 2,1 Prozent stagniert. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 2,2 Prozent gerechnet. Die Daten dürften also die Erwartungen an weitere Leitzinsanhebungen in den USA etwas dämpfen. Steigende Zinsen in den USA hatten zuletzt den Dollarkurs beflügelt.

Eine Wendung im politischen Ringen um eine Regierungsbildung in Italien habe der Gemeinschaftswährung zudem etwas Auftrieb gegeben, hieß es aus dem Handel. Die rechtspopulistische Lega und die Fünf-Sterne-Protestpartei sehen Fortschritte auf dem Weg zu einer möglichen Regierungsbildung in Italien. Mit Blick auf ein mögliches Kabinett und in der Diskussion um den Posten des Ministerpräsidenten seien "bedeutende Schritte nach vorne" gemacht worden, teilten die Chefs der Parteien, Luigi Di Maio und Matteo Salvini mit. Die politische Unsicherheit in Italien hatte zuletzt den Euro belastet.

Deutlich unter Druck geriet das britische Pfund. Nach der Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) fiel sein Kurs zum Euro auf ein Tagestief von 1,1353 Euro. Zuvor hatte das Pfund noch bei 1,1456 Euro notiert. Auch der US-Dollar legte zum Pfund zu. Die Bank of England hatte ihren Leitzins wie erwartet bei 0,5 Prozent belassen. Sie hält jetzt nur noch eine beschränkte geldpolitische Straffung für notwendig. Die Erwartungen an weitere Leitzinsanhebungen im laufenden Jahr wurden so merklich gedämpft.

Im November hatte die Notenbank erstmals seit gut zehn Jahren den Leitzins von seinem damaligen Rekordtief von 0,25 Prozent auf das derzeitige Niveau angehoben. Vor einigen Wochen war noch mit einer weiteren Zinsanhebung im Mai gerechnet worden. Zuletzt schwache Inflations- und Konjunkturdaten hatten jedoch zu einer Stimmungsumkehr geführt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8781 (0,87445) britische Pfund, 130,22 (130,24) japanische Yen und 1,190 (1,1895) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold fiel am Donnerstag im freien Handel am Nachmittag auf 1317 Dollar. Gefixt wurde die Feinunze Gold in London zuletzt am Mittwoch mit 1313,85 (Dienstag: 1306,60) Dollar./jsl/he

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