DAX-0,43 % EUR/USD-0,41 % Gold-0,16 % Öl (Brent)+0,59 %
Pressemeldung: Union Investment: Marktbericht April 2018
Foto: www.assetstandard.de

Pressemeldung Union Investment: Marktbericht April 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
11.05.2018, 10:00  |  1064   |   |   

Sowohl in Europa als auch in den USA waren die Aktienmärkte in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die gemäßigte Tonalität der USA in der Handelsauseinandersetzung mit China sowie die - vor allem in den USA - sehr gute Berichtssaison ließen die …

Marktberichte April 2018

Aktien: Breite Erholung

Renten: Inflationssorgen

Aktienmärkte Sowohl in Europa als auch in den USA waren die Aktienmärkte in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die gemäßigte Tonalität der USA in der Handelsauseinandersetzung mit China sowie die - vor allem in den USA - sehr gute Berichtssaison ließen die Notierungen steigen. In Europa profitierten die Märkte gegen Monatsende zudem von der Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar.

Rentenmärkte Gute Konjunkturdaten, vor allem aus den USA, und ein ansteigender Rohölpreis sorgten für Inflationssorgen. In der Folge stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erstmals seit mehreren Jahren zeitweise wieder über die Drei-Prozentmarke. Europäische und US-amerikanische Staatspapiere verloren auf Indexebene leicht.

Die Aktienmärkte

Europa

Deutliche Erholung am europäischen Aktienmarkt

Nach den merklichen Kursverlusten der Vormonate sind europäische Aktien im April in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der EURO STOXX 50-Index legte 5,2 Prozent zu, der marktbreite STOXX Europe 600-Index verzeichnete einen Wertzuwachs von 3,9 Prozent. Die im MSCI Europe Small and Mid Caps-Index gelisteten Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung schlossen 4,0 Prozent fester.

Zu den Treibern der Kursbewegungen zählten vor allem politische Entwicklungen. Während erneut aufkommende Spannungen im Nahen und Mittleren Osten sowie das Auf und Ab im Handelsdisput zwischen den USA und China anfänglich noch belasteten, führte die gemäßigte Tonalität der USA im weiteren Monatsverlauf zu einem Aufatmen an den internationalen Aktienmärkten. Europas Börsen profitierten in der zweiten Monatshälfte zusätzlich von der Schwäche des Euro, der gegenüber dem US-Dollar innerhalb weniger Handelstage um über drei Prozent an Wert verlor. Investoren wendeten sich verstärkt dem Greenback zu, nachdem die Rendite zehnjähriger US-Schatzanweisungen über die Drei-Prozent-Marke geklettert war.

Die Berichtssaison in Europa hat zum Ende des Monats deutlich an Fahrt gewonnen. Die Zwischenbilanz fällt dabei moderat aus, nachdem rund ein Drittel der im STOXX Europe 600-Index gelisteten Unternehmen die Bücher geöffnet hat: Europas Konzerne erzielten auf Jahressicht eine seitwärts gerichtete Gewinnentwicklung (erwartet: minus ein Prozent). Mit Blick auf die Sektoren schnitten die Konzerne aus den Bereichen Technologie, Energie und Konsum besser ab als von Analysten erwartet. Finanz-, Industrie- und Immobilienwerte blieben hingegen hinter den Prognosen zurück. Auf Länderebene entwickelten sich Deutschland und Italien etwas stärker als der Gesamtmarkt.

Da die fundamentalen Rahmenbedingungen unverändert gut sind, besteht weiterhin Aufwärtspotenzial an den globalen Aktienmärkten. Die Diskussionen um die Einführung von Strafzöllen haben allerdings das Potenzial, das Pendel an den Märkten in die eine oder andere Richtung schwingen zu lassen. Gleiches gilt für andere (geo-) politische Risiken.

Deutschland

Deutscher Aktienmarkt im Aufwind

Deutschlands Aktienmärkte haben im April einen Teil der Kursverluste aus den Vormonaten wieder wettgemacht. Der DAX 30-Index mit den größten Konzernen des Landes verzeichnete einen Kursgewinn von 4,3 Prozent. Der MDAX-Index mit Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung legte 1,5 Prozent zu. Auch die im SDAX-Index geführten kleineren Gesellschaften schlossen 2,9 Prozent fester. Die im TecDAX-Index gelisteten Technologiefirmen stiegen deutlich um 5,3 Prozent.

Zu den Treibern der Kursbewegungen zählten vor allem politische Entwicklungen. Während erneut aufkommende Spannungen im Nahen und Mittleren Osten sowie das Auf und Ab im Handelsdisput zwischen den USA und China anfänglich noch belasteten, führte die gemäßigte Tonalität der USA im weiteren Monatsverlauf zu einem Aufatmen an den internationalen Aktienmärkten. Die deutschen Börsen profitierten in der zweiten Monatshälfte zusätzlich von der Schwäche des Euro, der gegenüber dem US-Dollar innerhalb weniger Handelstage um über drei Prozent an Wert verlor.

Beim Autobauer Volkswagen hat Herbert Diess das Amt des Vorstandsvorsitzenden übernommen. Der Österreicher soll die Zukunftsthemen im Unternehmen wieder stärker vorantreiben. Im Rahmen eines Konzernumbaus wird dabei auch ein Börsengang des Lastwagengeschäfts diskutiert. Eine Abspaltung der Sparte könnte bis zu sieben Milliarden Euro in die Firmenkasse spülen. Volkswagen-Aktien legten im April um sechs Prozent zu. Die Umbaupläne der Deutschen Bank konnten indes nicht überzeugen. Nach einem schwachen ersten Quartal will der neue Konzernchef Christian Sewing das Investmentbanking weiter verkleinern und sich stattdessen auf die Vermögensverwaltung konzentrieren. Die Papiere des Geldhauses blieben im Berichtszeitraum mit einem Plus von 0,3 Prozent deutlich hinter dem Gesamtmarkt zurück.

Da die fundamentalen Rahmenbedingungen unverändert gut sind, besteht weiterhin Aufwärtspotenzial an den globalen Aktienmärkten. Die Diskussionen um die Einführung von Strafzöllen bergen allerdings die Gefahr, das Pendel an den Märkten in die eine oder andere Richtung schwingen zu lassen. Gleiches gilt für andere (geo-) politische Risiken.

Anzeige

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Jetzt Fonds ohne Ausgabeaufschlag handeln und dauerhaft Depotgebühren bei comdirect sparen!

  • über 13.000 Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag
  • kostenlose Depotführung
  • über 450 Fonds für Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag
  • Sonderkonditionen für Transaktionen

Sie haben bereits ein Depot bei comdirect?

Kein Problem. Ein einfacher kostenloser Vermittlerwechsel genügt und Sie können auch von den günstigen Konditionen profitieren.

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel