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Aktien New York: Gewinnserie an der Wall Street geht weiter
Foto: Justin Lane - dpa

Aktien New York Gewinnserie an der Wall Street geht weiter

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
14.05.2018, 17:01  |  861   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Dank nachlassender Spannungen im Handelskonflikt der USA mit China bleibt die Wall Street am Montag auf dem Vormarsch. Der Dow Jones Industrial stieg nach etwas mehr als einer Handelsstunde um 0,58 Prozent auf 24 973,96 Punkte. Nach einer starken Vorwoche steuert er damit schon auf den achten positiven Handelstag in Folge zu - und auf die Marke von 25 000 Punkten, über der er letztmals vor zwei Monaten gestanden hatte.

Auch für den breit gefassten S&P 500 ging es zu Wochenbeginn weiter nach oben - in seinem Fall um 0,50 Prozent auf 2741,37 Zähler. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 , der am Freitag noch zur Schwäche geneigt hatte, rückte am Montag sogar um 0,79 Prozent auf 7007,54 Punkte vor.

Händlern zufolge wird das Angebot von US-Präsident Donald Trump, bei der Rettung des chinesischen Smartphone-Herstellers ZTE zu helfen, als Zeichen der Entspannung im Handelsstreit der beiden größten Volkswirtschaften gewertet. Gemeinsam mit Chinas Präsident Xi Jinping arbeite er an einer Lösung, schrieb Trump am Sonntag auf Twitter und schürte so in China die Hoffnung, dass das Unternehmen von einer existenzbedrohenden Strafe wegen illegaler Lieferungen von Telekom-Ausrüstung an den Iran und Nordkorea verschont bleiben könnte.

Auch aus China scheint es parallel beschwichtigende Signale zu geben: Kreisen zufolge sind die dortigen Kartellwächter dazu bereit, die zuvor im Zuge der Handelsstreitigkeiten auf Eis gelegte Prüfung der geplanten Übernahme des niederländischen Chipkonzerns NXP durch den US-Konkurrenten Qualcomm wieder aufzunehmen. Die Hoffnung auf eine Erlaubnis durch die Chinesen trieb die Aktien beider Halbleiterunternehmen nach oben: Vor allem die in New York gelisteten NXP-Titel zogen um mehr als 9 Prozent an, während es für Qualcomm um etwa 3 Prozent hoch ging.

Bei Xerox dagegen ist die geplante Übernahme durch den japanischen Rivalen Fujifilm gescheitert - in diesem Fall am erbitterten Widerstand zweier Großinvestoren. Nachdem der für Kopiergeräte bekannte US-Konzern den geplanten Verkauf unter dem Druck der Investoren Carl Icahn und Darwin Deason absagte, büßten seine Papiere am Montag 8,5 Prozent ein. Laut JPMorgan-Analyst Paul Coster sind die kurzfristigen Risiken damit nun größer geworden. Er reduzierte sein Aktienvotum auf "Neutral".

Bei UPS macht sich derweil Hoffnung auf eine zukünftig positive Margenentwicklung unter den Anlegern breit. Anlass dazu gab Merrill-Lynch-Analyst Ken Hoexter, der die Aktie am Montag zum Kauf empfahl - und dabei auf die Pläne zur Neuausrichtung verwies, die für den Logistikkonzern den Wendepunkt bedeuten könnten. Die Papiere rückten um 1,80 Prozent vor.

Eine auffällige Kursbewegung gab es noch bei den Aktien des Sicherheitssoftware-Anbieters Symantec: Ein Kurssprung um 11 Prozent galt hier als Gegenreaktion auf heftige Verluste vom Freitag, als sie wegen angekündigter interner Bilanzprüfungen etwa ein Drittel ihres Wertes verloren hatten. Das Unternehmen will diese nun auf einer einberufenen Telefonkonferenz thematisieren./tih/he

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