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Aktien Frankfurt Ausblick: 13 000 Punkte bleiben Hürde für den Dax
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Aktien Frankfurt Ausblick 13 000 Punkte bleiben Hürde für den Dax

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
15.05.2018, 08:25  |  660   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am von der Berichtssaison dominierten Dienstag zeichnen sich für den Dax weitere moderate Verluste ab. Knapp eine Stunde vor dem Auftakt deutete der X-Dax als außerbörslicher Indikator ein Minus von 0,33 Prozent auf 12 935 Punkte an. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ebenfalls moderat im der Verlustzone erwartet.

Dem deutschen Leitindex scheine an der psychologisch wichtigen Marke von 13 000 Punkten "vorerst die Puste ausgegangen zu sein", kommentierten die Experten der Helaba die vorbörsliche Tendenz in ihrem Tagesausblick. Sie erinnerten daran, dass der Dax diese charttechnisch wichtige Schwelle jüngst nur kurzzeitig hatte überwinden können.

Auch von den Börsen in Übersee kam kein Rückenwind für den Dax: In den USA büßte der Leitindex Dow Jones Industrial am Montag im späten Handel an Schwung ein. In Asien sind die Vorzeichen am Dienstag überwiegend negativ. Neue Wirtschaftsdaten aus China zeigten ein gemischtes Bild. Zudem haben die Anleger die politische Unsicherheit in Italien sowie die Spannungen im Nahen Osten im Hinterkopf.

Hierzulande berichten allein aus dem deutschen Leitindex fünf Unternehmen über ihre Geschäftsentwicklung. Schwankende Finanzmärkte und der schwache US-Dollar brockten Europas größtem Versicherer Allianz zum Jahresstart einen operativen Ergebnisrückgang ein. Der Nettogewinn legte dank geringerer Steuern und gesunkener Umbaukosten jedoch zu. Auf der Handelsplattform Tradegate verloren die Aktien vorbörslich gut 1 Prozent.

Die Commerzbank bestätigte nach einem besser als erhofft ausgefallenen Jahresstart die Jahresziele. Demnach soll der Gewinn steigen, und es soll für 2018 wieder eine Dividende gezahlt werden. Zuletzt hatten die Frankfurter für 2015 eine Dividende von 20 Cent je Anteilsschein ausgeschüttet - das einzige Mal überhaupt seit der Finanzkrise, in der der Staat die Bank mit Milliarden Steuergeldern retten musste.

Dagegen berichtete das Pharma- und Spezialchemieunternehmen Merck KGaA über ein schwaches erstes Quartal mit einem Umsatz- und Ergebnisrückgang. Auch für das Gesamtjahr bleibt das Management um Konzernchef Stefan Oschmann vorsichtig und rechnet nun mit noch negativeren Auswirkungen der Euro-Stärke. Vorbörslich sackten die Anteilsscheine um über 2 Prozent ab.

Beim Energiekonzern RWE stand zum Jahresauftakt ebenfalls ein Gewinnrückgang zu Buche. Dies lag vor allem an geringeren Ergebnissen aus der konventionellen Stromerzeugung, wie das Unternehmen mitteilte. Dennoch bestätigten die Essener die Jahresziele.

Erfreulicher fielen die Aussagen von Thyssenkrupp aus: Dank der guten Entwicklung im Stahlgeschäft verbesserte der Industriekonzern seine Resultate im zweiten Geschäftsquartal deutlich./gl/fba

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