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Cowboystaat lockt Krypto-Investoren mit Gesetzesänderung Wyoming: Neues Krypto-Eldorado der USA?

15.05.2018, 13:14  |  1257   |   |   

Wyoming verabschiedet die vielleicht krypto-freundlichsten Gesetze der Vereinigten Staaten von Amerika. Wird der Cowboystaat das neue Krypto-Eldorado der USA?

Wyoming heißt in der Sprache der Algonkin-Indianer „Große Ebenen“. Eigentlich ist der Cowboystaat für seine riesigen Prärien und unberührte Natur bekannt, momentan verabschiedet der bevölkerungsärmste Bundesstaat der USA jedoch Krypto-freundlich Gesetze, um Investoren und Blockchain-Unternehmen anzulocken.

Im März unterzeichnete der republikanische Gouverneur Matt Mead weitreichende Gesetze zur Deregulierung von Blockchain-Unternehmen und Kryptowährungen, so Bloomberg. Beispielsweise wurden Kryptowährungen, die von der US-Bundessteuerbehörde (IRS) als Grundeigentum gesehen werden, von der staatlichen Grundsteuer befreit. Weiterhin wurden Utility Token als eigene Anlageklasse anerkannt. Unternehmensgründungen sind in Wyoming durch die Rechtsform Limited Liability Company (LLC) besonders einfach und attraktiv. Deshalb zieht es immer mehr Krypto- und Blockchain-Unternehmen in den Bundesstaat.

David Pope, Geschäftsführer der Wyoming Blockchain Coalition, sagte gegenüber Bloomberg: „Dies ist eine der aufregendsten Entwicklungen, die ich im letzten Jahrzehnt erlebt habe."Und weiter: Je mehr wir uns in Richtung Delaware entwickeln [der Staat ist für seine LLC-freundliche Politik bekannt], umso besser ist das für Wyoming." Pope erklärte, dass sein Unternehmen von mehr als einem Dutzend Firmen kontaktiert wurde, die eine Unternehmensgründung in Wyoming planen.

Initial Coin Offerings (ICOs) werden von der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) als Börsengang gewertet und sind entsprechend streng reguliert. Wyoming wird deshalb bei ICOs wahrscheinlich keine Ausnahmen machen können. Jeff Bandman, ein ehemaliger Top-Finanztechnologieberater bei der Commodity Futures Trading Commission, sagte gegenüber Bloomberg: „Wyoming hat versucht, Bereiche zu identifizieren, die in den Geltungsbereich des staatlichen Wertpapier- und Finanzdienstleistungsrechts fallen. Ich glaube nicht, dass Wyoming sich mit der SEC anlegen wird.“

Tyler Lindholm, republikanischer Politiker und Unterstützer der Gesetzesänderung, erklärte, dass er sich nicht allzu viele Sorgen darüber macht, dass sie mit der SEC in Konflikt geraten könnten. Er und andere Politiker hätten eine Blockchain Task Force gebildet und die SEC eingeladen, zu ihrem nächsten Treffen zu kommen. Lindholm hilft bei der Organisation einer Kryptokonferenz am 15. Mai in der Nähe seiner Heimatstadt Sundance. Bei dem Treffen gehe es auch darum zu zeigen, wie die Blockchain-Technologie dazu beitragen kann, biographische Informationen über Nutztiere zu verfolgen, die normalerweise in einem Notizbuch des Viehzüchters verzeichnet sind.

Durch den Föderalismus in den Vereinigten Staaten gibt es neben dem Bundesrecht auch noch ein bundesstaatliches Recht. Dies führt häufiger zu rechtlichen Graugebieten. Beispielsweise ist der Cannabisgebrauch in den USA nach Bundesrecht illegal, trotzdem haben 2018 neun amerikanische Bundesstaaten Cannabis als Rauschmittel für Erwachsene ab 21 Jahren legalisiert. Ob es in Wyoming bei ICOs zu einem ähnlichen Fall kommen wird, dass wird die Zukunft zeigen.

Quellen:
Bloomberg: "Wyoming Aims to Be America’s Cryptocurrency Capital"


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