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Deutsche Anleihen: Zinsanstieg setzt sich fort
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Deutsche Anleihen Zinsanstieg setzt sich fort

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
15.05.2018, 13:02  |  551   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Anleihemarkt hat sich der Zinsanstieg vom Wochenbeginn am Dienstag fortgesetzt. Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland konnten die Entwicklung nicht stoppen. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten gegen Mittag mit 0,62 Prozent und damit so hoch wie seit knapp drei Wochen nicht mehr. Der richtungweisende Euro-Bund-Future , der die Kursbewegung umschreibt, fiel auf 158,14 Punkte.

Am Markt wurde der fortgesetzte Zinsanstieg, der sich auch über Deutschland hinaus bemerkbar machte, zum einen mit Äußerungen von Zentralbankern vom Vortag begründet. Am Montag hatte Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau Zinsanhebungen im Euroraum in absehbarer Zeit ins Spiel gebracht. Aus der US-Notenbank Fed kamen zudem Hinweise auf eine Fortsetzung des Straffungskurses. Beides ließ die Zinsen im freien Handel steigen.

Am Dienstag wurde diese Bewegung auch durch weiter steigende Rohölpreise unterstützt. Dies lässt höhere Inflationsraten erwarten, was wiederum die Notenbanken zu etwas rascheren Zinsanhebungen bewegen könnte. An den Märkten werden derartige Entwicklungen meist im Voraus eingepreist, was zu steigenden Kapitalmarktzinsen führt.

Eine deutliche Abschwächung des deutschen Wirtschaftswachstums trieb die Anleger unterdessen nicht in als sicher geltende Wertpapiere. Die Wirtschaftsleistung stieg im ersten Quartal laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit halbierte sich das Wachstumstempo gegenüber dem Schlussquartal 2017. Bankanalysten sprachen jedoch zumeist von einer Wachstumsdelle aufgrund temporärer Entwicklungen wie Streiks oder einem erhöhten Krankenstand.

Im Nachmittagshandel blicken die Anleger in Richtung USA. Dort werden unter anderem Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel veröffentlicht. Sie geben einen Hinweis auf den Zustand des für die US-Wirtschaft besonders wichtigen Privatkonsums. Im ersten Quartal hatte dieser einen wesentlich schwächeren Beitrag zum Gesamtwachstum geleistet als in den Quartalen zuvor./bgf/jsl/jha/

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