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Euro – EZB im Kommunikationschaos

Gastautor: Daniel Saurenz
16.05.2018, 06:00  |  503   |   |   

Euro_EZBStarker Euro, schwacher Euro – so richtig entscheiden konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung in den vergangenen Tagen nicht. Nachdem der Kurs schon wieder Fahrt auf die 1,20 Dollar-Marke aufnahm, fiel er am Dienstag auf sein Jahrestief. Grund für die Schwankungen könnte unter anderem das Kommunikationschaos der EZB sein. Genau richtig sind in dieser Situation unsere Inliner DS2UGN und DS004K. Mit Barrieren von 1,28 und 1,14 Dollar ist in beide Richtungen noch ausreichend Puffer.

Ergänzend stellen wir Ihnen die Einschätzung der Commerzbank-Analysten vor:

Die Euro-Bullen scharren mal wieder mit den Hufen, nachdem der französische Zentralbankpräsidenten Francois Villeroy de Galhau am Montag nicht nur seine Unterstützung für ein Ende der EZB-Anleihekäufe zum Jahresende signalisierte, sondern sich auch konkreter zum Zeitpunkt einer darauf folgenden Zinserhöhung äußerte. Diese sieht er „Quartale, aber nicht Jahre“ nach dem Ende der Nettoanleihekäufe, woraufhin EUR-USD sich der 1,20 wieder annäherte, auch wenn der Wechselkurs die Gewinne im Laufe des Tages wieder abgeben musste.

Börse-EZB-DAX2Damit geht das Kommunikationschaos der EZB weiter, bei dem auch Äußerungen taubenhafter EZB-Ratsmitglieder wie Villeroy im Gegensatz zur offiziellen EZB-Linie stehen, die auf ihrer Sitzung im April noch einmal recht deutlich signalisiert hatte, dass sie ein Anziehen der unterliegenden Inflation sehen möchte, bevor es gerechtfertigt wäre, die geldpolitische Unterstützung durch die Nettoanleihekäufe zurückzufahren.

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Es ist schon erstaunlich, dass sich gerade die EZB-Tauben in letzter Zeit kommunikativ derart weit aus dem Fenster lehnen. Normalerweise müsste man das als Signal einer koordinierten Kommunikationsoffensive sehen, mit dem Ziel, die Markterwartungen zu steuern. Das spräche demzufolge nicht nur für ein baldiges QE-Ende, sondern auch für auf absehbare Zeit steigende Zinsen, was durchaus einen stärkeren Euro rechtfertigen würde. Doch einige Volkswirte sehen, zumindest bis Jahresende, kein nachhaltiges Anziehen der Kerninflation.

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Und da die EZB offiziell noch keine Entscheidung über ihr weiteres Vorgehen gefällt hat, müssten die Daten nach Erwartung der Commerzbank-Experten genau dann bestätigen, wenn diese Entscheidung in wenigen Monaten ansteht. Sprich: Sollten die Volkswirte mit ihren Prognosen Recht behalten, was angesichts der zuletzt schwächeren Konjunkturdaten plausibel erscheint, dann sind die von der EZB genannten Bedingungen für ein Ende von QE und vor allem für baldige Zinserhöhungen nicht erfüllt, wenn die Entscheidung über das weitere Vorgehen spätestens im September ansteht.

Börse_DAX_SymbolDas wiederum spricht für einen in den kommenden Monaten schwächeren Euro, da es die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die EZB nach den optimistischen Äußerungen von Villeroy und Co. zurückrudern muss. Etwas Licht ins Dunkle könnte die Rede am heutigen Mittwoch von EZB-Präsident Mario Draghi bringen. Solange Unklarheit herrscht, bleibt der Euro sensibel gegenüber realwirtschaftlichen Daten, was seine Attraktivität mindert, solange die Fed in den kommenden Quartalen mehr oder weniger auf Autopilot die Zinsen erhöhen wird und dem US Dollar damit Rückenwind verschafft.

Quelle: Commerzbank, eigene Recherche

 

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