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Chinesische Druckerpatronen überschwemmen den Markt

Gastautor: Rainer Brosy
16.05.2018, 15:05  |  461   |   |   

Chinesische Druckerpatronen überschwemmen den Markt

Mehrere Druckerpatronen liegen auf dem Tisch.

Druckerpatronen sind mitunter eine recht kostspielige Angelegenheit, weshalb Dritthersteller zunehmend auf den Markt strömen.

Bildquelle: yod370 - 507729262 / Shutterstock.com

 

Eigenbauten sind bei Druckerpatronen durchaus zulässig

 

Dass Druckerpatronen nicht zu den günstigsten Ersatzteilen gehören, bemerkt man spätestens dann, wenn sie zum ersten Mal gewechselt werden müssen. Dann hat man die Wahl zwischen Ersatzpatronen, die vom Hersteller selbst stammen und solchen, die Dritthersteller im Programm haben:

 

  • Die Original-Patronen sind wesentlich teurer
  • Von Drittherstellern gibt es sehr günstige Alternativen
  • Qualitativ gibt es hier trotzdem deutliche Unterschiede

 

Wenngleich es so ist, dass je nach Hersteller die Drittfirmen in der Tat wesentlich günstiger sind, so kann es hier zu erheblichen Einbußen in Sachen Qualität kommen. Die anderen Patronen können den Drucker schneller verstopfen oder auch unsauberer drucken lassen. Vielfach wird gerade im Zusammenhang mit Druckerpatronen auch bemängelt, dass sie keine gute Bilanz in Bezug auf ihre Umweltfreundlichkeit aufweisen. Sie produzieren jede Menge Abfall in Form von Plastikdosen. Bei Superpatronen.de ist es genau andersrum, denn sie sind aufgrund der Wiederbefüllung umweltfreundlich – ein Novum in dieser Branche.

 

Chinesische Anbieter kopieren einfach deutsche Patronen

 

 

Problematisch wird es bei Drittanbietern, wenn diese nicht ihre eigenen Patronen für originale Drucker günstig anbieten, sondern sich einfach das Konzept der Original-Patronen zunutze machen. Dann handelt es sich nämlich um illegale Plagiate, die vom Markt genommen werden müssen.

 

  1. In der chinesischen Hafenstadt Zhuhai werden mittlerweile 60 Prozent aller Druckerpatronen produziert, die eine Alternative zum Original sind
  2. Hier wird außerdem noch gut ein Drittel aller Tonerkartuschen hergestellt, die wiederbefüllt sind

 

Charles Brewer, der für die Analysefirma „Actionable Intelligence“ arbeitet, sagt zu diesem Thema: „Viele dieser Verkäufer spielen nicht fair. Das ist ein echtes Problem.“ Deutsche Hersteller sind darüber hinaus auch dazu verpflichtet, ihre Produkte zu recyclen, was in China ebenso wenig eine Rolle spielt.

 

Konkurrenz aus Asien muss nicht einmal Mehrwertsteuer abführen

 

Weiterhin problematisch ist bei den chinesischen Nachbauten, dass die Konkurrenz aus Asien nicht einmal Mehrwertsteuer abführen muss. Dadurch kann sie ihre Produkte auf dem Markt noch einmal ein gutes Stück günstiger anbieten und verschafft sich dadurch einen unmittelbaren Vorteil im Wettbewerb. Wie sich das in der Praxis äußert, macht folgendes Beispiel deutlich:

 

  1. Für knapp 14 Euro können auf bekannten Plattformen im Internet zwei Patronen-Sätze erworben werden, die mit denen eines namhaften Druckerherstellers kompatibel sind
  2. Schon ein einzelner Patronen-Satz des Original-Herstellers kostet allerdings normalerweise 45 Euro

 

Längst ist es so, dass die chinesischen Hersteller, wenn sie es denn wollen, den Markt vollständig unter ihre Kontrolle bringen können. Viele westliche Firmen haben dadurch unter massiven Einbußen zu leiden. Die Politik in Deutschland ist sich zwar der Lage auf dem asiatischen Markt durchaus bewusst, doch der Beschluss neuer Gesetze und auch die entsprechende Umsetzung dauert immer relativ lange.

 

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yod370 – 507729262 / Shutterstock.com

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