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Altersfreigabe für Kinofilme laut US-Eltern zu lasch

Nachrichtenquelle: Pressetext (News)
17.05.2018, 10:30  |  410   |   |   

Philadelphia (pte013/17.05.2018/10:30) - US-amerikanische Eltern haben nicht mehr das Gefühl, dass Filme, die an den Kinokassen ab 13 Jahren empfohlen werden (PG-13), für Kinder in diesem Alter auch tatsächlich geeignet sind. Die Mehrheit fordert daher, dass das Mindestalter um zwei Jahre auf PG-15 angehoben werden muss, wie aus einer neuen Studie von Forschern der University of Pennsylvania http://upenn.edu hervorgeht.

Waffengewalt unerwünscht

Die Umfrage zeigt, dass Eltern das Zeigen von Gewalt mit Schusswaffen, die im Film zur Verteidigung eines geliebten Menschen oder dem Selbstschutz angewendet werden, erst für 15-jährige Zuschauer als geeignet empfinden. Ungerechtfertigte, aber unblutige Waffengewalt wurde in der Studie für Zuschauer, die älter als 16 Jahre waren, für angemessen gehalten. "Wir sind sehr überrascht", so Studienautor Daniel Romer. Auch wenn es kein Blut zu sehen gebe, fänden Eltern 13-jährige Teenager zu jung, um sinnlose Gewalt verarbeiten zu können.

Die Forscher haben zudem festgestellt, dass sich Gewalt in populären PG-13-Filmen mehr als verdoppelt hat, seit das Rating 1984 eingeführt wurde. "Trotz dieser Beweise wissen wir immer noch nicht, ob das wiederholte Ansehen von Filmen mit berechtigter Gewalt Kindern lehrt, dass der Gebrauch von Waffen in Ordnung ist, wenn sie es für gerechtfertigt halten", so Romer. Die Ergebnisse legen jedoch nahe, dass viele Eltern denken, dass die Filmindustrie das PG-13-System "unangemessen ausnutzt".

Regelmäßiges Sehen härtet ab

"Filme erhalten oft eine PG-13-Bewertung, weil sie die Folgen wie Blut oder Leid aussparen und den Einsatz von Waffengewalt gerechtfertigt erscheinen lassen. Aber Eltern von Teenagern geben an, dass sogar Szenen mit berechtigter Gewalt eher für Jugendliche, die mindestens 15 Jahre alt sind, angemessener seien", verdeutlicht Romer.

Es gab jedoch eine Ausnahme in den Ergebnissen: Eltern, die häufige Kinobesucher sind, neigen dazu, toleranter zu sein bei dem, was sie für vertretbare oder ungerechtfertigte Gewalt halten und was sie ihren Kindern erlauben zu sehen. "Es scheint einen betäubenden oder desensibilisierenden Effekt für Eltern zu geben, die diese Filme die ganze Zeit sehen", unterstreicht Romer abschließend.

(Ende)

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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20180517013 ]

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